Krankgeschrieben, versehentlich E-Mail der Geschäftsleitung erhalten

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9 Antworten

Hat wahrheitsgemäß auf Fragen nach dem Grund der AU geantwortet

Also so eine Mail möchte ich auch einmal erhalten :-)

Aber spätestens an der Stelle Bewahrheitet es sich wieder einmal: Der AG hat mit den Krankheiten des Arbeitnehmers nichts zu schaffen.

Nicht umsonst enthält die Kopie der AUB für den AG keine Informationen über die Krankheit.

Es geht den AG nix an!

Und es ist gefährlich auf derartige Nachfragen artig zu antworten.

Maximilian112 20.08.2012, 14:57

Ich hab Deine Begründung dazu gelesen. Bedank Dich für das in Dich gesetzte Vertrauen.

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Der A ist wäre nicht einmal verpflichtet gewesen, den Grund der AU zu benennen. Und die fehlgeleitete E-Mail ist selten dämlich.

Ich würde, sofern vorhanden, den Betriebsrat von diesem Vorgang informieren und den Arbeitgeber in Kopie setzen. Außerdem kann der Arbeitnehmer eine Stellungnahme zur Personalakte geben, in der er sich zum Grund der AU erklärt und den Verdacht des Betruges zurückweist. A ist aber zu nichts verpflichtet.

Der richtige Weg wäre, sofort , wenn man vom Arzt die Arbeitsunfähigkeitsbescheingung erhalten hat, diese an den Arbeitgeber per Post zu schicken. Zusätzlich kann man telefonisch die Arbeitsunfähigkeit und voraussichtliche Dauer dem AG mitteilen. E-Mails würde ich auf keinen Fall schreiben, weil man nicht weiss, wer alles Zugriff zu diesen Nachrichten hat. Fragen die per Mail eingehen, in denen nach Gründen der AU gefragt wird, darauf würde ich keine Antwort geben.
Wenn man da zufällig über interne Geschäftsmails Kenntnis bekommt, in denen die Geschäftsleitung aufgefordert wird eine Detektei einzuschalten, weiss man zumindest, auf welcher Vertrauensbasis sich das Arbeitsverhältnis bewegt. Ich würde die Geschäftsmail ausdrucken und bei Gelegenheit dem Betriebsrat vorlegen. Wenn eine AU vom Arzt ausgestellt wird, dann muss der Betrieb diese akzeptieren. Selbst wenn einer sagt, der hat jetzt schon wieder einen "gelben Urlaubszettel" geschickt, der Betriebsrat von dieser Aussage Kenntnis erhält, kann es für denjenigen der das sagt, Ärger mit dem Betriebsrat geben. So ist das z. B. in unserem Konzern der Fall gewesen. Ich würde auf diese Geschäftsmail nicht schriftlich reagieren.

stelari 20.08.2012, 15:02

Zusätzlich kann man telefonisch die (...)

nö - man muss ihn sogar über die voraussichtliche Dauer informieren...

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Katinka1380 20.08.2012, 15:06

Die Krankmeldung erfolgte telefonisch, nicht per email. Was ankam, war eine Email an eine andere Person der Geschäftsleitung, in der die rechtmäßigkeit der AU angezweifelt wurde und Einschaltung einer Detektei in Erwägung gezogen wurde.

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Ich bin mir nicht sicher, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass dies rechtens ist. Du kannst es zwar ignorieren, jedoch sieht die Geschäftsleitung wohin die Email gegangen ist.

Katinka1380 20.08.2012, 14:48

Natürlich ist es rechtens, eine Detektei einzuschalten... sind halt Kosten zu Lasten des AG, da sich der AN in keinsterweise was vorzuwerfen hat.

Das die Geschäftsleitung das sieht, ist mir klar, aber ich tendiere wirklich dazu, das jetzt nicht unkommentiert stehen zu lassen.

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PeterSchu 20.08.2012, 16:41
@Katinka1380

"...ich tendiere wirklich dazu, das jetzt nicht unkommentiert stehen zu lassen."

Wie wäre es mit dem Vorschlag von Maximilian112:

Antworte auf die Mail und bedanke dich für das in dich gesetzte Vertrauen. Einfacher kannst du sie nicht bloßstellen. Und in Zukunft würde ich jegliche Angabe über die Erkrankung verweigern.

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welchen grund hast du deinem arbeitsnehmer genannt? wenn du die krankheit genauer beschrieben hast(also fieber/grippe/etc) dann sollte davon in der mail nix stehen! auf jeden fall geht den arbeitsgeber die art der krankheit nichts an! er muss die tatsache akzeptieren, das der arbeitsnehmer krank ist, und darf eigendlich gar nicht fragen, welche krankheit vorliegt.

komischerweise dürfen schulen fragen, welche krankheit es ist. nur so nebenbei angemerkt

Katinka1380 20.08.2012, 14:51

Aufgrund der kleinen Betriebsgröße und der Tatsache, dass dieser Erkrankung ein "größerer Vorfall" (der diese Folgeerkrankung auslöst)vorrausgegangen ist, weiß der Chef ziemlich genau, worum es geht, dementsprechend wurde auch informiert, worum es bei der krankschreibung geht. Zudem hat der AN ein gutes Vertrauensverhältnis zur Geschäftsleitung vorrausgesetzt.

In eben dieser Email steht die genaue Angabe der Gründen drin.

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Ich würde nicht auf diese Mail antworten - sie geht dich ja nichts an, sondern mir meinen Reim darauf machen und darüber nachdenken, ob die Erkrankung nicht doch dann 14 Tage dauert!

Die Überwachung durch Detektive ist grundsätzlich zulässig...

Intuitiv würde ich sagen, dass man klar formuliert, dass man sich von der Behauptung der "erschlichenen" AU distanziert.

nein - das würde ich erst im Falle einer Kündigung tun

Erst einmal zur Info.
Was meinst du oder er,warum auf dem Krankenschein für den Arbeitgeber keine Krankheitsbezeichnung angegeben wird.Weil es den Arbeitgeber gar nichts angeht und wenn nachgefragt wird sollte man auch darauf verweisen.

Ob du auf die E-Mail reagierst oder nicht wird den Arbeitgeber nicht weiter beeinflussen.Aber trotzdem Pech für ihn,so seit ihr auf Grund seiner Unvorsichtigkeit gleich vorgewarnt.

Kann ehrlich gesagt nicht verstehen, dass eine Mail statt an die Geschäftsleitung an Person A geht. Der Absender kann ja in seinem Mailprogramm feststellen, wohin er die Mail geschickt hat. Würde an stelle von A nicht über diese Mail reden. Übriegens auf Fragen vom AG, warum man krank geschrieben ist, muß man genau genommen nicht antworten - wenn man nichts zu verbergen hat, kann man klar antwort geben. Wenn der AG eine Detektei beauftragt, dann hat das doch bestimmt noch andere Gründe und nicht nur die aktuelle Krankmeldung.

Katinka1380 20.08.2012, 14:54

Andere Gründe gibt es nicht. Der AG ist nicht häufiger oder seltener krankgeschrieben, als andere auch. Geht keiner weiteren Beschäftigung nach und sein Verhalten ließ eigentlich nie den Verdacht einer ungerechtfertigten AU zu.

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Nightstick 20.08.2012, 18:11
@Katinka1380

Aufgrund des von Dir bezeichneten "größeren Vorfalls in der Vergangenheit" (und ggf. auch noch aufgrund anderer Vorkommnisse) wird der Arbeitgeber seine Gründe haben, warum er erwägt, eine Detektei zu beauftragen:

  • Er sucht Gründe/Beweise, den Arbeitnehmer A loszuwerden.
  • Hierzu scheut er weder Mühe noch Kosten.

Aus diesem Grund bin ich der Meinung, dass das Vertrauensverhältnis zwischen den Vertragsparteien bereits so nachhaltig gestört ist, dass eine fruchtbare Zukunft schon fast nicht mehr möglich ist. Arbeitnehmer A könnte (bei wirklich reinem Gewissen) natürlich noch einen Vorstoß in Richtung "vertrauensbildender Maßnahmen" wagen, in dem er offen auf den AG zugeht, die "missratene" E-Mail anspricht, und insgesamt versucht, die Wogen zu glätten - ggf. unter Zuhilfenahme eines externen Experten (im Rahmen einer Mediation).

Will er dies nicht, hat er m.E. nichts mehr zu verlieren, und könnte sich tatsächlich (ggf. per E-Mail) für das Vertrauen hinsichtlich des Verdachts auf unberechtigte Krankschreibung bedanken. Dadurch wäre allerdings vorprogrammiert, dass es eines Tages zur vollkommenen Zerrüttung des Vertrauensverhätnisses kommt. Dann wird man andere Gründe suchen, um den Mitarbeiter loszuwerden...

Insgesamt halte ich diesen Fall für theoretisch (Prüfungsfrage?)...

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Nightstick 20.08.2012, 23:19
@Katinka1380

Nichts für ungut - "Arbeitnehmer A" klingt für mich immer etwas "abstrakt" - aber um so genauer lest bitte noch einmal meine Antwort!

Insgesamt muss er einschätzen, ob es sich lohnen könnte, "es noch einmal mit diesem Arbeitgeber zu versuchen", oder ob er auf Abstand gehen und sich gleich etwas Neues suchen will...

Ich wünsche eine weise Entscheidung (und das nötige Quentchen Glück)! Gruß Nightstick

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Ich würde das erhalten der email bekannt geben. Mich jedoch nicht dazu äussern und die dedektei ihren job machen lassen.

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