Krankgeschrieben und kurz nach 12 raus?

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7 Antworten

kann ich etwas dagegen tun ?

Du kannst eine Gegendarstellung schreiben. Das solltest Du, wenn Du das machen möchtest, aber mit jemandem tun, der sich auskennt.

Die Gegendarstellung wird dann zur Abmahnung gelegt.

Es gibt auch den Klageweg um eine ungerechtfertigte Abmahnung entfernen zu lassen.

Davon mal abgesehen sind solche Abmahnungen sowieso "für die Tonne". Dein Arzt hat Dich "arbeitsunfähig" geschrieben und Dir keinen Hausarrest erteilt.

Frische Luft ist bestimmt nicht heilungs- und/oder gesundheitsgefährdend, zumal die AU-Bescheinigung sowieso zu Ende war.

Wenn Du die Abmahnung so nicht stehen lassen willst und eine Rechtsschutzversicherung hast oder Gewerkschaftsmitglied bist, erkundige Dich dort mal, man wird Dir helfen.

Musst Du den Anwalt selbst bezahlen, würde ich mir das noch einmal überlegen. Eine Erstberatung ist nicht gerade billig und ob sich das lohnt, zumal dieser Schrieb ein Witz ist, wage ich zu bezweifeln.

Du hast dann also im neuen Jahr am ersten Arbeitstag wieder gearbeitet?

Dann frag ich mich, was der Betrieb eigentlich will. Man darf während der Krankheit alles tun, was der Genesung nicht schadet. Und da du wieder arbeiten warst, hat es offensichtlich nicht geschadet. Also ist die Abmahnung großer Käse und sollte sie vor Gericht landen, würde der Richter möglicherweise den Kopf schütteln.

Es ist ja medizinisch nicht plausibel erklärbar, dass man laut ärztlicher Bescheinigung bis zum letzten Tag 24 Uhr krank ist und dann aufspringen darf und in der nächsten Minute wieder gesund ist. Und selbst dann könntst du ja sagen, dass du erst nach Mitternacht rausgegangen bist.  ;)

Du könntest natürlich eine Gegendarstellung schreiben, aber da solltest du vorsichtig sein, nicht in deinen Äußerungen Dinge einzugestehen, die du gar nicht angeben müsstest. In einer Abmahnung muss exakt und nachweisbar doumentiert sein, welches Vergehen begangen wurde. Wenn da steht "Party gemacht", ist das juristisch betrachtet nicht genau genug. So gesehen sollte man dies auch genau so unklar stehen lassen, denn so ist es - falls es zu weiteren Schwierigkeiten kommen sollte - auch später noch anfechtbar.

Wenn du den Abend aber jetzt näher beschreibst, lieferst du dem Betrieb  möglicherweise sogar noch unfreiwillig ein Geständnis.

Leg beim Arbeitsgericht Widerspruch ein. Das würde ich so nicht auf mir sitzen lassen. Beim nächsten Mal hast Du schnell wieder eine Abmahnung und dann wird es so langsam eng für Dich.

Da Du am 2.1. wieder arbeiten warst, muss es ja genehmigt sein, dass Du ein oder zwei Tage vorher mal auf die Straße gehst. Du kannst ja nicht direkt aus dem Bett zur Arbeit gehen.

'Krankgeschrieben' ist eine viel zu allgemeine Aussage, um zu diesem Fall etwas sagen zu können.

Allerdings weiss dein Arbeitgeber auch nicht, warum du arbeitsunfähig warst, und kann somit nicht beurteilen, ob es deiner Genesung geschadet hat, in der Sylvesternacht das Feuerwerk beobachtet zu haben.

Wenn man krankgeschrieben ist, kann man grundsätzlich alles machen, solange es der Genehsung nicht schadet. Und sich 10 minuten draußen ein Feuerwerk aunzusehen, ist ja nicht gleich Party machen. Wenn man es genau sieht, war es ja auch schon am 1.1., also nicht mehr während der Krankmeldung.

Das sagte ich auch ..als Antwort kam: das kannst du so nicht sagen. Das war's 😑 

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Ich würde dazu einfach mal einen Anwalt fragen. Bist Du denn am 02. wieder arbeiten gegangen?

Eine Abmahnung hat ja so erstmal noch keine Auswirkung, so lange du dir nichts weiter zuschulden kommen lässt.

Ja, ich war am 2. wieder bei der Arbeit. 

Ich weiß, dass es keine Auswirkung hat (solange es natürlich bei dieser einer bleibt ) , aber es macht mich schon etwas wütend. 

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Dein Arzt hat Dir doch bestimmt nicht bis zum 31. Bettruhe verordnet. Die Abmahnung würde ich anfechten. Habt Ihr einen Betriebsrat?

Explizit Bettruhe hat er nicht  gesagt, aber da geht man davon aus, da die Krankschreibung ja auch bis zum 31 war, oder ?

Nein, einen Betriebsrat haben wir nicht..

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Der Betriebsrat könnte höchstens beraten, aber er hat bei Abmahnungen kein Mitspracherecht.

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