Krankgeschrieben nach der Kündigung, von wem erhalte ich das Geld, Arbitsamt oder Krankenkasse?

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2 Antworten

Du selber kannst nicht fristlos kündigen,dass könnte nur der AG - also musst du deine Kündigungsfrist zumindest einhalten,die du dann ggf.mit Urlaub oder einer Krankmeldung überbrücken kannst !

Aber wenn du an diesem Tag deine Kündigung abgegeben hast und da auch Krank geschrieben wurdest,dann muss der AG - für max. 6 Wochen weiter zahlen,erst danach würde es von der KK - Krankengeld geben.

Solange du Krank geschrieben bist kannst du keinen Antrag auf ALG - 1 stellen,weil du dafür der Vermittlung in Beschäftigung zur Verfügung stehen musst,also hättest du nach deiner Genesung einen Antrag stellen müssen und nicht erst warten bis du die Arbeitsbescheinigung vom AG - bekommen hast.

Denn Anspruch auf ALG - 1 hast du erst ab dem Tag,an dem du dich persönlich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos meldest und dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehst,also bekommst du da nichts mehr rückwirkend gezahlt.

Wenn du an der Anmeldung deinen Krankenschein abgegeben hast,dann hat man dir auch mit Sicherheit gesagt das du diesen hättest beim AG - abgeben müssen bzw. dich erst dann wieder beim Amt melden sollst,wenn du wieder gesund bist und der Vermittlung in Beschäftigung zur Verfügung stehst.

Hätte jetzt mal angenommen weder Anspruch auf Krankengeld noch auf ALG - 1 bestanden,dann hättest du beim Jobcenter ALG - 2 beantragen müssen,da gibt es aber jetzt rückwirkend für den Juni auch nichts mehr,dazu hättest du dich noch im Juni beim Jobcenter melden müssen.

Denn dann hätte der Antrag auf den 1.des Monats rückwirkend gegolten,egal wann du diesen im Juni gestellt hättest.

Und wenn man seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann,dann kündigt man erst recht nicht von selber,sondern lässt sich erst einmal krank schreiben und dann kommt die Kündigung vom AG - ggf.von selber,hätte dir viel Ärger erspart.

Kommentar von DSpears
04.07.2016, 10:19

Vielen Dank, für eine sehr hilfreiche Antwort

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Kommentar von Familiengerd
04.07.2016, 12:38

Du selber kannst nicht fristlos kündigen

Wenn das nicht nur auf diesen Fall hier bezogen ist, dann ist das selbstverständlich falsch!

dass könnte nur der AG

Im konkreten Fall ist das auch für den Arbeitgeber kein zur fristlosen Kündigung berechtigender Grund (so wenig wie für den Arbeitnehmer).

dann kündigt man erst recht nicht von selber,sondern lässt sich erst einmal krank schreiben

Vollkommen richtig!!

Die Eigenkündigung war der völlig falsche Weg!

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Am Tag der ärztlichen Feststellung hast du in keinem Arbeitsverhältnis gestanden und auch nicht im Leistungsbezug beim Arbeitsamt, damit steht dir für den genannten Zeitraum auch kein Krankengeld zu. Das wird nur gezahlt, wenn man in einem Beschäftigungsverhältnis steht oder ALG I bezieht. Das war unklug, erst am 02.06. zum Arzt zu gehen.

Und es war unklug, fristlos zu kündigen, denn wer seine Bedürftigkeit bewusst herbeigeführt hat, bekommt auch kein Krankengeld.

Natürlich meldet man sich, wenn man wieder gesund ist, bei der Stelle, von der man Geld möchte. Du bist doch vorher auch wieder arbeiten gegangen, wenn deine Arbeitsunfähigkeit vorbei war. So ähnlich muss man das sehen- nur ist jetzt das Arbeitsamt dein "Chef" und da meldet man sich.

Ob es nun zu der Sperre bis jetzt kommt, hängt vom Arbeitsamt ab, wie die dein Verhalten werten- also sei nett zu der "Madame"!

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