Krankes Geldsystem zur Ausplünderung der Völker?

13 Antworten

Geld ist ein Tauschmittel - Ersatz. Es ist leichter zu tauschen als Eier oder Arbeitskraft oder sowas.

Du schreibst: "Wenn für jeden Euro der in Markt gegeben wird, erst 1€ mehr gearbeitet werden müsste":

==> Was bedeutet das? 1 Euro mehr arbeiten? Wer bestimmt, daß eine Leistung 1 Euro wert ist? Was machen wir, wenn die Leistung abfällt oder zunimmt?

Es ist ganz hervorragend einfach, dieses und jenes zu kritisieren, als krank zu beschimpfen und sich als Opfer dieses Systems zu fühlen und in dem Gefühl zu sudeln.

Was bringt´s?

Etwas wirklich besseres zu bringen....naja, das ist erheblich schwerer. Außerdem müsste man dafür Verantwortung übernehmen und riskieren, selbst so kritisiert zu werden. Es ist einfacher sich im Opfer-Dasein zu gefallen.

Geld, das auf dem Markt entsteht, ist immer durch reale Güter gedeckt und unter anderem an den ursprünglichen Wert desjenigen Gutes gekoppelt, das als Geld verwandt wird: Beispiel Edelmetalle.

In diesem Fall ist Inflation, die eine Umverteilung von unten nach oben bewirkt, nur möglich, wenn der Machthaber das Privileg der Münzprägung an sich zieht, und sämtliche Münzen, die als Steueraufkommen wieder dem Fiskus zufallen, physisch verschlechtert, also im wahrsten Sinne abwertet. Eine Methode, der die Leute jedoch meistens schnell auf die Schliche kommen.

Die einzige andere Option, durch die eine De-facto-Inflation entsteht, würde nur in einem Teilreserve-Bankensystem auftreten. Damit ist der globale Zustand gemeint, über dessen Ende die Schweizer in der Vollgeld-Initiative dieses Jahr abstimmen werden: nämlich die Kreditschöpfung ex nihilo (aus dem Nichts).

Solange es Edelmetallgeld und keine Zentralbank gibt, hält sich aber der ganze Irrsinn im Zaum. Erst nämlich eine Zentralbank, die den wichtigsten Preis einer Marktwirtschaft, den Zins, planerisch festlegen kann, macht die Konjunkturzyklen des Teilreserve-Bankensystems gefährlich; erst Papiergeld, das der Zentralbank erlaubt, den Wert des Geldes für eine Marktwirtschaft beliebig – völlig losgelöst von Angebot und Nachfrage – zu bestimmen und für scheiternde Banken mit der Notenpresse als lender of last resort zu haften, macht das Geldsystem brandgefährlich. Und es ist natürlich auch nur die tödliche Trias von Teilreserve, Papiergeld und Zentralbank, die es den westlichen Staaten ermöglicht hat, einen Weltkrieg zu finanzieren.

Weshalb man den Wert des Geldes wiederum planerisch und künstlich an Arbeitskraft koppeln sollte und wie das funktionieren kann, erschließt sich mir nicht. Es gibt kein Gut Arbeitskraft, das einen bestimmten Wert hat. Es gibt Arbeit, die ist sehr wertvoll, es gibt Arbeit, die ist durchschnittlich wertvoll, und es gibt Arbeit, die ist wertlos, und das alles mit unterschiedlichstem Arbeitsaufwand bzw. Aufbringen von Arbeitskraft. Auf so einem Fundament lässt sich kein Geldsystem errichten.

... zur Ausbeutung von Mensch, Tier, Natur und Lebensraum Erde.

Japp.

Fakt ist: Je weniger für Arbeitskräfte, Tierwohl und Naturschutz ausgegeben wird, umso höher die zu erwartenden Profite. Das System selbst richtet sich gegen uns und behindert uns dabei, alles in unserer Macht stehende zu tun, um zukünftigen Generationen das Überleben zu sichern (Ressourcen schonen und Lebensraum schützen). Wir plündern ja nicht nur fremde Regionen und Völker aus, sondern auch die Ressourcen, auf die auch unsere eigenen Kinder doch eigentlich ein Recht haben. Und wir verbrauchen viel mehr als wir brauchen - und das geht zu Lasten unserer eigenen Nachkommen. Wir dienen einem System, das uns dafür belohnt, wenn wir viel verbrauchen und das angesichts der sowieso schwindenden Ressourcen und der wachsenden Weltbevölkerung.

Kaum zu glauben, dass es noch immer zahllose Menschen gibt, die das als nebensächlich abtun und sich lieber 'Wichtigerem' wie politischem, wirtschaftlichem und gesellschaftlichen Kleinkram widmen. Die 'Krone der Schöpfung' sollte echt ein bisschen mehr unterm Pony haben als sich wie die Krönung der Idiotien aufzuführen - oder zumindest widerspruchslos dabei mitzumachen.

Aber hätte-sollte-Fahrradkette....

Beim Lesen der anderen Antworten ist mir noch einiges eingefallen.

Geld ist nicht 'nur' ein Tauschmittel, sondern seinerseits auch ein Wirtschaftsfaktor, mit dem ebenfalls Geld 'verdient' werden kann. Es ist mitverantwortlich dafür, dass sich unser Wirtschaftssystem verselbständigt hat und seinerseits eigennützig funktioniert.

Außerdem ist es wie nichts anderes dafür verantwortlich, dass Mensch mehr hortet als er braucht. Man kann praktisch nicht zuviel Geld haben und Verhaltenstests mit Primaten haben bestätigt, dass sie zu horten anfangen, wenn sie mit bunten Klötzchen belohnt werden, die sie jederzeit für Futter eintauschen können - auch wenn sie im Moment satt sind und für Leckereien nichts mehr tun würden.

Klar ist, dass ein Ausgleich stattfinden muss - das ist in der ganzen Natur so, alles Leben ist Geben und Nehmen. Aber dieser Ausgleich muss so geartet sein, dass der Mensch einen Ausgleich erhält für das was er gibt/tut und dass die Natur einen Ausgleich erhalten muss für das was ihr entnommen wird.

Es darf nicht um Wirtschaftsunternehmen gehen, die ein Eigenleben beanspruchen, sondern es muss ein Ausgleich sein zwischen Mensch und Natur. Weil der Mensch nimmt und die Natur gibt. Wenn man sich dessen erst mal bewusst ist, kann man an Lösungen arbeiten. Aber so lange aus dem System heraus drüber nachgedacht wird, seh ich eher dunkelanthrazit. Das hat ja nichts mit der Wirklichkeit zu tun, das ist ein erfundenes Regelwerk - aber Leben (und Überleben) ist eine Frage von Mensch, Tier, Natur und Lebensraum Erde. Das ist die Wirklichkeit.

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