Kranker Jugendlicher Wie kann ich ihm Helfen?

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7 Antworten

Hallo,

warte ein bißchen ab, bis er sich wieder beruhigt hat.

Du kannst nur ein offenes Ohr haben für seine Sorgen haben.

Ist er schon in einer Therapie ? Wenn ja, kannst du ihm andeuten, daß es für ihn der bessere Weg wäre, wieder ein normales Leben führen zu können.

Versuche sein Vertrauen zu gewinnen. Nur dann wird er auf dich hören. Momentan also nichts "weiterleiten", weil er sonst von dir Abstand nehmen wird.

Du mußt ihn überzeugen, daß er sich eine Genesung wünscht und alles Notwendige dafür tun möchte. Nur so kommt er aus dieser seelischen Situation heraus!

Emmy


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Wenn Du dort arbeitest, solltest Du aufpassen, dass Du eine professionelle Distanz wahrst. Kümmere Dich um ihn, pass auf ihn auf, aber er ist nun sicher nicht der einzige, der in dem Wohnheim lebt und Hilfe braucht. Und dräng Dich nicht zu sehr auf, sonst macht er dicht. Außerdem kannst Du sicher mit anderen Mitarbeitern darüber reden, wie Du Dich verhalten sollst. Habt Ihr Supervision?

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Wenn Du schon alles Mögliche probiert hast dann hast Du zu viel getan. Das ist einfach mein spontaner Gedanke. Denn ein Mensch ist keine Maschine die sich selbst einfach so umschalten kann bloß weil plötzlich eine Person versucht den entsprechenden Knopf zu drücken. 

Vertrauen aufbauen ist eine sehr wesentliche Sache. Das dauert. Wahrscheinlich hast Du einen Vertrauensbruch begangen indem Du anderen Menschen von seinen intimsten Gedanken berichtet hast. Bitte denke ernsthaft darüber nach. Schwer traumatisierte Menschen brauchen einen Raum wo sie erst mal zu sich selbst finden können. Beschäftige Dich mal mit entsprechenden Veröffentlichungen. 

Dann würde ich ihm ein Tagebuch anbieten welches von Hand auf Papier geführt wird. Wesentlich ist hier dass gewährleistet wird dass kein anderer Mensch dieses Tagebuch liest. 

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Ich war mal mit Stotterern einige Tage unterwegs. Ich bin mit ihnen umgegangen wie mit allen anderen Menschen. Ich habe ihnen einfach den Raum gewährt den sie jeweils benötigten. Am Ende bedankten sie sich bei mir da es offensichtlich nicht selbstverständlich ist in unserer Gesellschaft einander mit Achtung und Respekt zu begegnen. Tatsächlich brauchten sie in meiner Gegenwart nicht stottern denn ich räumte ihnen den Raum ein welchen ihre Übungen benötigten um Stotterei zu vermeiden. Auf der SH-Seite der Stotterer wirst Du diesbezüglich fündig. 

Mir ist mal im ersten Lehrjahr ein Wirbel verrutscht. Ich hatte mich nicht an eine Anweisung gehalten. Also wurde mir erklärt ich werde zwar geröntgt, ich bekäme auch nötige Schmerzmittel um zum Dienst bereit zu sein aber keine Anerkennung und keine Therapie. Welche Therapie für mich angemessen war wurde mir auf die Schnelle vom Masseur im Haus erklärt. Heute ist mein Wirbel schon sehr lange wieder da wo er hingehört. Meine Wirbelsäule ist durchaus sehr belastbar auch wenn ich keine Übungen über längere Zeit gemacht habe. - Ausprobiert. - Ebensolche Möglichkeiten gibt es bei einem Bandscheibenvorfall gerade bei Heranwachsenden. 

Der Tinnitus kann sich durchaus legen wenn ihm mit Sachkenntnis und Respekt verbunden mit Achtung begegnet wird. Im Archiv von dradio wirst Du zahlreiches Wissen abgreifen können mit Quellenangabe. 

Übungen für den Rücken sollten in Absprache mit einem Facharzt zunächst therapeutisch erlernt werden bevor sie selbständig regelmäßig ausgeführt werden. 

Und Du solltest unbedingt üben Deinen Mitmenschen in angemessenem Respekt, angemessener Achtung professionell zu begegnen. Denn erst geht es darum sich entsprechendes Wissen anzueignen. Damit kann an erster Stelle geholfen werden. Bloß weil ein Mensch stottert, durchaus übelst misshandelt wurde ist er noch lange nicht dumm oder lernunfähig. Denn nein: Die Fachmenschen um ihn herum sind nicht dazu da ihn zu tragen. 

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Ich denke du solltest erstmal versuche vertrauen zu ihn aufzubauen, er vertraut Menschen nicht, weil ihm bis jetzt keiner gezeigt hat, dass er was wert ist. Ich denke, dass er durch das Spotten usw ein negatives selbstbild ggeschaffen hat. Du musst ihm klarmachen, dass er gleich ist wie alle anderen indem du ihn vllt einfach mal mit alleine mehr machst, versuche ihm zu zeigen, dass du ihn schätzt, genau so wie er ist.

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Kurze aber gute Antwort  :

Beschütze ihn , also wenn da welche sind die ihn verspotten , dann nimmst Du ihn mal kurz mit zur Seite . Biete ihn seine Freundschaft an und lade ihn mal nach Hause ein .

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Was mag er denn so? Wenn er sich für etwas sehr interessiert z.B für Autos oder so etwas dann kannst du ihn ja mal Sachen zeigen

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Ich weiß ja nicht, was du schon alles probiert hast, aber ich denke, ihm einfach ein Freund zu sein kann helfen.

Ich weiß jetzt auch nicht wie alt du bist oder welche Möglichkeiten du im Rahmen deiner Arbeit hast, aber vielleicht könnte es helfen, ihn einfach mal irgendwohin mitzunehmen. Ins Kino, zum Rumhängen, eventuell auch auf einen einfachen Abend in einer Bar.

Wenn das nicht geht, kannst du ihn vielleicht über seine Interessen erreichen?

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