Krankenversicherungsbeiträge nachzahlen?

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7 Antworten

Bei einem Minijob schuldet der ARBEITGEBER den Beitrag. Darauf solltest du die Krankenkasse hinweisen. Warst du zu diesem Zeitpunkt denn noch über deine Eltern versichert?

Hallo Alukah1986,

Infos für dein Praktikum findest du in der minijob-zentrale.de unter Mi­ni­jobs im ge­werb­li­chen Be­reich -> Besondere Personengruppen -> Praktikanten

bzw. in dem Link hier unter Praktikanten u.a. folgendes: http://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/01_mj_im_gewerblichen_bereich/14_besondere_personengruppen/node.html

z.B. bei vorgeschriebenen Praktika:

Vorgeschriebene Praktika liegen nur dann vor, wenn sie in einer Ausbildungs-, Studien- oder Prüfungsordnung verpflichtend vorgesehen sind. Aufgrund der Verpflichtung, im Rahmen der Gesamtausbildung ein Praktikum zu absolvieren, wird dieses im Rahmen betrieblicher Berufsbildung ausgeübt. Die Verpflichtung zur Ausübung des Praktikums ist nachzuweisen.

Personen, die einem vorgeschriebenen Praktikum während des Studiums nachgehen, sind hingegen für die Dauer dieses Praktikums sozialversicherungsfrei. Die Höhe des Arbeitsentgelts ist unerheblich.

Wird das Praktikum im Rahmen einer betrieblichen Berufsbildung ausgeübt, unterliegt der Praktikant unabhängig von der Höhe des Arbeitsentgelts grundsätzlich der Sozialversicherungspflicht. Die Minijob-Regelungen finden hier selbst bei einem Verdienst bis 450 Euro oder einer Befristung bis zu zwei Monaten keine Anwendung.

oder bei nicht vorgeschriebenen Praktika:

Nicht vorgeschriebene Praktika während des Studiums, die aus Zweckmäßigkeitsgründen absolviert werden, unterscheiden sich in ihrer Art nicht von den vorgeschriebenen Praktika. Allerdings besteht keine Verpflichtung zur Ableistung des Praktikums. Wegen dieser fehlenden Verpflichtung werden solche Praktika auch nicht im Rahmen betrieblicher Berufsbildung ausgeübt. Die Minijob-Regelungen gelten in diesem Fall. Hat sich der Arbeitnehmer von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen, sind die Arbeitgeber jedoch aufgrund ausdrücklicher gesetzlicher Regelung nicht zur Zahlung von Pauschalbeiträgen zur Rentenversicherung verpflichtet. Die Pauschalbeiträge zur Krankenversicherung sind hingegen zu zahlen.

Gruß siola

Wie alt bist du denn? Hast du davor auch schon gearbeitet und warst selber krankenversichert? Wie ich einer anderen Frage von dir entnehme, hast du gerade deine Ausbildung angefangen. Wenn du unmittelbar vor dem Zeitpunkt des Praktikums noch zur Schule gegangen bist, müsstest du doch eigentlich noch bei deinen Eltern familienversichert gewesen sein, als du das Praktikum gemacht hast. Dann wärst du auch während des Praktikums familienversichert gewesen, auch wenn dieses als Minijob gesehen wird. Solltest du vorher schon gearbeitet haben und selbst versichert gewesen sein, dann hättest du nach Beendigung dieses Arbeitsverhältnisses wieder zurück in die Familienversicherung gemusst, um überhaupt krankenversichert zu sein.

putzfee1 28.08.2013, 13:22

Ich lese gerade, du bist bereits 25 Jahre alt. Ob hier die Familienversicherung noch gilt, weiß ich nicht. Das müsstest du mit der Krankenkasse klären. Solltest du nicht mehr familienversichert gewesen sein, ist die Forderung der Krankenkasse leider berechtigt, da es sich um ein freiwilliges Praktikum gehandelt hat.

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Hallo,

der Arbeitgeber muss nur Beiträge zahlen, wenn der Bruttoverdienst mehr als 450 Euro beträgt oder ein Pflichtpraktikum vorliegt.

Die Krankenkasse ist dann verpflichtet zu klären, welche Krankenversicherung greift. Verheiratete können z.B. kostenlos über en Ehegatten versichert werden. Wenn in der betrffenden eine Einschreibung an der Hochschule vorlag, gilt der geringere Studentenbeitrag (ca. 78 Euro pro Monat). Sonst ist der BBettrag von 300 Euro korrekt. Ggf. bei der Krankenkasse klären, ob eine Ratenzahlung möglich ist. Der Zeitpunkt der Information (mehr als 12 Monate später) ist sehr ungewöhnlich.Da die Verjährung aber 4 Jahre beträgt, ist der Betrag noch zu zahlen.

Für den Arbeitgeber besteht keine Verpflichtung, über Sozialversicherungsfragen aufzuklären.

Aus einer fehlenden Information kann man kein Recht ableiten. Wenn einem z.B. als Kind nie gesagt wurde, dass man nicht bei Rot über die Straße gehen darf, muss man als Jugendlicher oder Erwachsener dennoch eine Strafe zahlen, wenn man die Verkehrsregeln als Fußgänger nicht einhält.

Tipp: Bei unklaren Situationen vorher bei der betreffenden Stelle (hier: Krankenkasse) nachfragen!

Gruß

RHW

Damit ist die Forderung der Krankenkasse gerechtfertigt. Als über 25- jährig besteht kein Anspruch mehr auf die kostenfreie Familienversicherung, druch das Praktikum kam es nur zur Meldung als Minijob, der keine Beitragszahlung an die Krankenkasse mit sich bringt. Und somit sind die beiden Monate mit den Mindestbeiträgen zu belegen, dei sich auf rund 150,--€/ Monat belaufen. Die Forderung ist berechigt und zu bedienen.

was für ein Praktikum war das? studierst du? sind die 350 Euro brutto oder netto? wie alt bist du? warst du familienversichert?

Zur Klärung benötigen wir noch ein paar Fragen beantwortet:

  1. Wie alt sind Sie?
  2. Wie waren Sie vor dem Praktikum versichert?
  3. Wie jetzt?
  4. Was haben Sie vor dem Praktikum gemacht und was danach?
Alukah1986 28.08.2013, 13:15
  1. Ich war zu dem Zeitpunkt 25 Jahre alt
  2. Über einem anderen Arbeitgeber bis 31.7.2012
  3. Nach dem Praktikum habe ich eine Ausbildung bei derselben Firma zur Altenpflegerin gemacht.
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