Krankenversicherung rückwirkend Schadenersatz?

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6 Antworten

@melli22,

welcher Grund liegt vor, dass eine Krankenversicherung in der GKV nicht möglich war.

Könnte es auch sein, dass du zuvor privat versichert warst und auch dort hättest bleiben müssen?

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Kommentar von melli22
08.02.2017, 17:04

Sie war immer in der GKV. Ihr Leben lang die selbe Krankenkasse.

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Deine letzte Krankenkasse MUSS dich rückwikend aufnehmen §5 (1) Nr. 13 SGB V

Beiträge sind jedoch nur  innerhalb der Verjägrungsfrist (4 Jahre) nachzuzahlen. Wenn du rückwirkend keine Leistungen (z.B. eine notwendige KHS Behandlung) in Anspruch nehmen willst, können die rückwirkenden Beiträge ermäßigt werden (auf Anwartschaftsniveau). Ansonsten ist der reguläre Beitrag für freiwillig versicherte zahlen, auch wenn es formal eine Pflichtversicherung ist (da § 5 und nicht 6 des SGBV)

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Kommentar von Kunterbunt23
08.02.2017, 08:26

Deine letzte Krankenkasse MUSS dich rückwikend aufnehmen

Die Bekannte des Fragestellers IST versichert, muss also nicht aufgenommen werden. Aber durch die Nichtzahlung einiger Beiträge kam es zu einem Leistungsruhen nach §16 (3a) Sätze 1+2 SGB V.

Beiträge sind jedoch nur  innerhalb der Verjägrungsfrist (4 Jahre) nachzuzahlen.

Nicht, wenn sie bereits nach abgelaufenen Fälligkeitsdatum und innerhalb von 4 Jahren nach dem Entstehen der Schuld schriftlich oder zum öffentlichem Aushang angemahnt wurden. Angemahnte Sozialversicherungsbeiträge verjähren erst nach 30 Jahren.

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Kommentar von melli22
08.02.2017, 17:02

Müsste sie die Beiträge für freiwillig versicherte nachzahlen oder die Beiträge die ihr anfangs von der Rente abgezogen wurden? Also ich meine die Höhe der Beiträge...

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Genauso ging es mir mit einer Armbanduhr, die mit Steinen besetzt war. Nach kurzer Zeit ging auch einer raus. Der Laden wollte mich mit einem Gutschein abspeisen. Ich bin zur Tür gegangen und habe gesagt, dass ich jetzt zu meinem Anwalt gehe. Noch ehe ich rausging, hatte ich den Kaufpreis wieder in der Hand.

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Kommentar von melli22
07.02.2017, 21:10

Es gibt nun mal auch Leute die mit einem Stein weniger gelebt hätten... im Nachhinein sicher ein Fehler aber das hilft mir gerade auch nicht.

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Kommentar von KelsyOo
08.02.2017, 06:20

Die erstatten es dir dann aus Kulanz. Das kann die Krankenkasse aber nicht weil die an rechtliche Vorschriften gebunden sind. Ist also völlig was anderes

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Ansprüche gegenseitig die vor dem 01.01.2013 entstanden sind, sind verjährt.

Wenn die Krankenkasse sagt sie müsse nicht aufnehmen so geschieht dies via Bescheid. Gegen Bescheide gibt es Rechtsmittel.

Suche einen Sozialrechtler auf.

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Wir wissen nichts über deinen beruflichen Werdegang, warst Du selbstständig oder immer gesetzlich krankenversichert, warst Du privat versichert oder nicht versicherungspflichtig weil Berufssoldat...

Warum hast Du das 10 Jahre schleifen lassen? Dafür gibt es ein Sozialgericht. Du weißt das die regelmäßige Verjährungsfrist drei Jahre beträgt? Was sagt dein Anwalt?

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Kommentar von melli22
07.02.2017, 20:52

Es geht hierbei nicht um mich, nur jemand der mir nahe steht und dem ich helfen will weil sie es alleine nicht hinbekommt.

Sie war ihr fast 40 Jahre in der Gesetzlichen Krankenversicherung.

2010 war Renteneintritt. Sie hat es nicht schleifen lassen, sie hat nur nicht die richtigen Ansprechpartner in dieser Sache gehabt und sie wurde über Jahre von ihrer Krankenversicherung ignoriert und abgewiesen.

Einen Anwalt gibt es nicht, deswegen schreibe ich ja hier...

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Noch als Info

2007-2010 hatte sie kein Einkommen! Sie lebte von einer dürftigen Abfindung aus 2004

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Kommentar von LouPing
07.02.2017, 21:16

Hey melli22

Hat sie von der Abfindung anteilig als freiwillig Versicherte die Beiträge für die Krankenversicherung gezahlt? 

Wenn nicht haben sich so Schulden bei der GkV angehäuft die natürlich getilgt werden müssen! 

Versicherungspflicht bedeutet nicht automatisch und kostenlos versichert zu sein-man muss sich kümmern. 

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Kommentar von ZuumZuum
07.02.2017, 21:31

Abfindung, jetzt kommt langsam Licht ins Dunkle. Davon hätte sie sich freiweillig weiter versichern müssen. Das hat sie augenscheinlich nicht getan. Sollte in dieser Zeit dann die Krankenhausrechnung angefallen sein ist das erst einmal reines Privatvergnügen. Es kann jetzt sogar passieren das die Krankenkasse ihrerseits Beiträge auf die Abfindungssumme erhebt. Man wird wahrscheinlich eine Gegenrechnung aufmachen und schauen wo man sich günstiger steht. Die Beiträge nachfordern und dann die Krankenhausrechnung zahlen oder auf die Beiträge verzichten und die Rechnung nicht begleichen.

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Kommentar von thorundloki
07.02.2017, 22:24

Die handeln auch nur nach dem Gesetz, da musst du dich bei höherer Stelle beschweren.

Allerdings finde ich es schon sehr sinnvoll, dass sie erst ihre Schulden zahlt oder sich zumindest zahlungswillig zeigt (sich z.B. um eine Ratenzahlung bemüht) bevor sie Leistungen beziehen kann...

By the was.. Krankenkasse können übrigens auch pfänden.. und so eine Kontopfändung ist wohl auch nicht das Ziel..

Und wenn ich das recht verstehe, sind es ja nicht nur die Krankenkassenbeiträge die sie nicht gezahlt hat, sondern auch Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung?

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