Krankenversicherung Nebenjob studentische Hilfskraft

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5 Antworten

Mit einem Einkommen von ca. 520,--€/ Monat fällst du aus der Familienversicherung raus, das ist korrekt. Die Werbungskosten können nicht nach Lust und Laune verteilt werden. Bei einem unbefristeten Arbeitsverhältnis (Hiwi auch) können sie nur auf jeden Monat = 76,67€/ Monat, bei einem befristeten aufgeteilt oder im Block, also einmalig zum Ansatz gebracht werden. D.h. für dich bedeutet das, sich selbst in der Krankenversicherung der Studenten versichern zu müssen. Sorry, ist so. Viel Glück!

Hallo,

das Einkommen darf 365 Euro monatlich (nach Abzug der Werbungskosten) nicht überschreiten (§ 10 SGB V). Die Regelungen zum Abzug der Werbungskosten sind im Rundschreiben der Krankenkassen vom 24.10.2008 (Thema: Gesamtweinkommen) näher beschrieben.  

Ich glaube aber nicht, dass es hier eine Chance gibt, weiterhin kostenlos versichert zu sein.

Bei Beschäftigungsende (oder Reduzierung) am besten sofort die Krankenkase informieren, damit dann wieder eine kostenlose Familienversicherung möglich ist. 

Gruß

RHW

Hallo

du darfst im monat nicht über einen bestimmten betrag kommen. dein arbeitgeber meldet dich ja entweder als 400 euro jobber an, oder als "mehr als 400 euro verdiener" (werkstudent bspw.). Das heißt, es MUSS monatlich betrachtet werden, weil dieser 400 Euro Job per Definition schon nur einen Monat umfasst. Da musst du auch echt aufpassen, mir ist es als student schon passiert, dass ich geld nachzahlen musste. war echt kein spaß.

Wenn du also mehr als 400 euro verdienen möchtest, kommst du nicht drum herum dich selbst zu versichern. kann zwar verstehen, dass dich das stört, aber sieh es mal so: du kannst in den semesterferien dann so viel verdienen wie du willst und super viel vorarbeiten, sodass du dann innerhalb des semesters nicht mehr so viel arbeiten musst.
theoretisch kannst du dann auch dich für die zeit innerhalb des semesters als 400 euro jobber anmelden und während der semesterferien dann nur die 80 euro studentenversicherung zahlen. wenn du ja in der semferien vorarbeitest musst du ja dann innerhalb des semesters nicht mehr so viel arbeiten. macht der versicherung und deinem arbeitgeber zwar etwas papierkram-arbeit, aber fragen kannst du ja mal :-)
grüße

Als Ergänzung, du darfst den Betrag in Höhe von 365 + Werbungskosten 2 x im Jahr überschreiten. Es darf nur nicht 3 aufeinanderfolgende Monate überschritten werden.

Grundsätzlich musst du dich selber versichern wenn du mehr als

 

400 bzw. 360 Euro im Monat verdienst, oder du älter als 25 bist.

 

Darauf anzurechnen ist allerdings die Werbungskostenpauschale von 920 Euro im Jahr.

 

Wenn du also z.B. 420 Euro verdienst, wärst du KV-Pflichtig, aber du kannst die 920 Euro auf die einzelnen Monate verteilen, wodruch das Gesamteinkommen wieder unter 400 bzw. 360 Euro sinkt.

 

Geh zur KV und bleib hartnäckig und lass dir das durchrechnen.

Reservist 11.04.2011, 14:47

Bzw Zusatz: Bei 15 Stunden die Woche ist es recht schwer unter die Grenze zu kommen. Dann kannst du die WKP nur auf einzelne Monate aufteilen, so dass du nur z.B. für Januar, Feb und März nichts bezahlen musst.

War/bin in der selben Situation. Vor allem da in das Einkommen auch z.B. Weihnachtsgeld usw einfließen.

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sfthschn 11.04.2011, 14:49

Dankeschön für deine Antwort.

Ich hab das Mal eben durchgerechnet und selbst wenn ich die 920 Euro auf 12 Monate aufteile bin ich noch über den 400 Euro, wenn auch nicht viel. :/

Wie stelle ich das denn an, dass mir die 920 Euro angerechnet werden?

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Reservist 11.04.2011, 14:54
@sfthschn

Zur KK gehen und denen das verklickern. Steht im SGB irgendwas drin.

Es gibt verschiedene Varianten wie man das aufteilen kann

 

a) auf alle 12 Monate verteilt

b) auf einen Monat komplett

c) Auf mehrere Monate bis "aufgebraucht" (z.B. Jan, Feb, März).

 

Wie gesagt, hingehen und hartnäckig bleiben, insbesondere von letzterem wissen die oft nichts, das war bei mir der Fall. letztlich hat es dann aber geklappt, und ich konnte mir immerhin für 3 Monate die KV sparen.

 

u.U. kann es auch sinnvoll sein, wenn du z.B. die Stundenzahl um 1 oder 2 reduzierst (Vertragsänderung!), weil du dann unter die Einkommensschwelle fallen würdest.

Bitte beachten: Eventuelles Weihnachtsgeld und tarifliche Zuschläge gelten auch als Einkommen. Auch Mieteinkünfte, Zinsen u.ä.

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