Krankenversicherung nach Heirat: er privat/ und sie gesetzlich/Selbständigkeit in Planung?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nein, Du müsstest natürlich nicht zwangsweise in die PKV wechseln.

Allerdings gilt es 2 Dinge zu beachten. Erstens, Eure Kinder können weiter nur über Dich beitragsfrei familienversichert werden wenn Dein Mann nicht über der JAEG (= 4.800 Euro monatlich, 57.600 Euro jährlich in 2017) verdient. Liegt er drüber, müssen die Kinder privat versichert werden (ich denke wir können den Fall dass er drüber verdient, Du aber noch mehr als er hier weglassen).

Zweitens kann es sein dass das Einkommen deines Mannes bei der Beitragsberechnung für deine freiwillige PKV teilweise mit angerechnet wird. Das hängt jetzt von mehreren Faktoren ab. Guck mal hier: https://www.tk.de/tk/beitraege/beitragspflichtige-einkommen/ehegatten-in-der-pkv/816216

Vielen Dank DolphinPB für die Infos und den link mit einer übersichtlichen Seite! Meine eigene GKV bietet das nämlich nicht so nachvollziehbar gestaltet an und auch im Netz hab ich nichts aufschlußreiches gefunden (das ganze "wenn .... dann" war verwirrend). Ist halt schwer zu begreifen, wenn man mit der Materie sonst nix zu tun hat.

Die von Dir genannten Verdienstgrenzen werden von ihm bei Weitem nicht erreicht. Demnach können die Kinder bei mir beitragsfrei versichert bleiben - das ist prima.

Der Punkt "Wann zählt das Einkommen des Partners nicht mit?" ist schön übersichtlich gestaltet (hier in Kurzfassung):

1) bei getrennt leben  2) wenn ich mehr als er verdiene 3) einen für meine Situation utopischen Mindestverdienst erreiche oder -als einzig umsetzbares- 4) ich bin hauptberuflich selbstständig und erhalte weder den Gründungszuschuss von der Agentur für Arbeit noch die Beitragsermäßigung von der TK.

Ich müßte bei Heirat also -entgegen meiner Planung- doch hauptberuflich selbständig sein. Für mich weiter GKV, aber ohne  Beitragsermäßigung, für die Kinder beitragsfreie GKV.

Bei nebenberuflicher Selbständigkeit wegen der Beitragsermäßigung würde für die Berechnung meines Beitrags das Einkommen meines Mannes bis zu einem Höchstlimit abzüglich evtl. Freibeträge herangezogen. Das ergäbe bei der TK zwischen mindestens 148,75 € und höchstens 326,25 Euro plus Pflegeversicherung - also 174,04 € bis 381,71 €.
Ich zahle jetzt den Mindestbeitrag von 176,02 € und hätte hauptberuflich ledig 396,06 €.

Hinweis für Mitleser von Krankenkassen: insgesamt ist die Feststellung von eigenen Beträgen eine furchtbare Sucherei. Die TK läßt Einen trotz Tabelle KV und Pflegeversicherung selber zusammenrechnen und über Beiträge mit und ohne Anspruch auf Krankengeld stand hier nichts. Die hier (http://www.atlasbkkahlmann.de/fileadmin/user_upload/Webseite/Downloads_Versicherungen/Beitragsuebersicht_2017.pdf) hat zwar eine tolle Tabelle, die Beitraghöhe für Leute mit privat versicherten Ehegatten sind auch wieder geheim. Vielleicht haben die Gestalter der KV-webseiten die Preisgestaltung auch nicht begriffen?

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@DolphinPB, was wäre mit meiner GKV (und der der Kinder) nach Heirat mit einem Partner in der PKV, wenn ich Hausfrau bliebe oder nach Schiffbruch mit der Selbständigkeit wieder Hausfrau wäre? Den Punkt habe ich bisher nicht bedacht.

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@olivenheiner

Dann müsstest Du Dich ebenfalls freiwillig in der GKV versichern und das bereits Gesagte (die beiden Dinge s.o.) gilt weiterhin.

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Ich bin kein Fachmann. Aber grundsätzlich ist es glaube ich so, das bei Verheirateten die gemeinsamen Kinder von demjenigen zu versichern sind, der besser verdient. Völlig unabhängig von allem anderen, würde sich die Heirat deshalb ja schon nicht rechnen, weil dann die gemeinsamen Kinder in jedem Fall nicht mehr kostenlos bei dir über die gesetzl. Krankenversicherung mitversichert wären.

Wenn Du halbwegs sicher wärst, das deine Geschäftsidee funktioniert, würde ich eine 1-Euro-GmbH in Erwägung ziehen. Von der gehören dir dann 49% und der Rest deinem Partner oder deinem Partner und einer weiteren Person. Dann wirst Du Geschäftsführerin und zahlst dir ein schmales Gehalt. Dann werden für dich weiter Renten- Arbeitslosen- und Krankenversicherungbeiträge abgeführt und alles ist gut. Aber da es sich dabei ja um eine bilanzierungspflichtige Kapitalgesellschaft handelt, ist die Buchhaltung deutlich komplizierter, als bei einem Betrieb im Nebenerwerb. Da ist also wieder die Frage, ob sich das rechnet.

"Aber grundsätzlich ist es glaube ich so, das bei Verheirateten die
gemeinsamen Kinder von demjenigen zu versichern sind, der besser
verdient"

Aber nur wenn der Besserverdienende über der JAEG liegt.

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Vielen Dank Schoenfelder für Dein Modell mit der 1 €-GmbH, mit dem ich mir selbst einen Arbeitsvertrag schaffe. Davon habe ich noch nie gehört. Das könnte für später eine interessante Idee sein, die ich mir mal im Hinterkopf behalte. Müßte ich mich ggf. näher mit befassen, denn "so ganz ohne" ist das auch nicht:

Als Gründer der Unternehmergesellschaft sollten Sie darauf achten, dass ein geringes Startkapital bei der Mini GmbH auch dazu führen kann, dass die Gesellschaft buchhalterisch überschuldet ist. Eine Ein Euro GmbH läuft damit Gefahr der Insolvenzverschleppung angeklagt zu werden. Dadurch relativiert sich in der Praxis das auf den ersten Blick formal sehr niedrig angesetzte Startkapital bei der Mini GmbH. In der Praxis sollten Sie als Existenzgründer auch bei der Ein Euro GmbH ausreichend Startkapital mitbringen...


Quelle: https://www.fuer-gruender.de/wissen/existenzgruendung-planen/recht-und-steuern/rechtsform/unternehmergesellschaft/

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