Krankenversicherung nach Bundeswehr?

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5 Antworten

Was machst Du denn aktuell, bzw. wie sieht Deine zukünftige Erwerbstätigkeit aus ?

Wenn Du von "30 % versichern" sprichst, gehe ich davon aus dass Du Übergangsgebürnisse bekommst (vor dem 01.01.06 Dienstbeginn oder danach ?) und so zu 70 % beihilfefähig bist. Wenn keine andere Versicherungspflicht (z.B. als Angestellter in der GKV) eintritt, musst Du die 30 % absichern.

Du musst ja als Zeitsoldat eine Pflegepflichtversicherung gehabt habe, wo besteht diese denn ? Hoffentlich bei einer PKV, das wäre dann mal der erste Ansprechpartner für die 30%ige Restkostenversicherung.

Warum hattest Du kein Erfolg bei den angeschriebenen PKVs ? Gibt es gesundheitliche Gründe ? In diesem Zusammenhang ist noch einmal die Frage von Belang, was Du denn während des Bezuges der Übergangsgebürnisse tust / arbeitest ?

Wenn Du das hier nicht so weitgehend ausführen möchtest, schreib´ mir einfach eine PN.

Hallo,

wenn ein normaler Tarif nicht möglich ist, ist jedes Unternehmen der privaten Krankenversicherung (PKV) verpflichtet, den Basistarif anzubieten. Der Beitrag liegt meist bei ca. 630 Euro monatlich (zuzüglich Pflegeversicherung), wird hier aber wegen der Beihilfe auf 30% gesenkt. Für den Basistarif wird keine Provision gezahlt. Ggf. kann diese Stelle helfen:

patientenberatung.de

Wenn man nach Wegfall der Übergangsgebührnisse keine Arbeitnehmertätigkeit (mehr als 450 Euro brutto) hat, wird der Beitrag von 30% auf 100% angehoben.

Hinweis: Wenn man die Anwartschaft in der PKV bei Beginn der Dienstzeit nicht abgeschlossen hätte, könnte man sich jetzt nach Ende der Dienstzeit in der gesetzlichen Krankenversicherung für ca. 14,8% der Bruttoeinnahmen krankenversichern (zuzüglich 1,425% Pflegeversicherung)

Gruß

RHW

 

ManniKe 31.07.2015, 07:22

Danke dafür.

Das sind jetzt für mich ganz neue Töne. Ich hatte einem Kumpel von mir gebeten sich mal meinem Fall an zu nehmen(arbeitet bei der IKK) und sollte erfragen welche Möglichkeiten für mich bestehen würden. Er meinte zu mir das ich ein wirkliches Problem hätte, mich keine private Krankenkasse aufnehmen würde(aufgrund der rückstände in der Anwartschaft und dieser schwarzen Liste) und ich nur den basistarif in der gesetzlichen nehmen kann. seine aussage war gewesen: für meine Personengruppe(Soldat nur mit 30% versichert gibt es noch keinen Tarif)

Ok, wie gehe ich jetzt am besten vor? Also schreibe ich doch noch den Münchner Verein an?!

Danke für deinen ausführlichen Beitrag RHWWW

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RHWWW 31.07.2015, 09:08
@ManniKe

Gern geschehen!

Er meinte zu mir das ich ein wirkliches Problem hätte, mich keine private Krankenkasse aufnehmen würde(aufgrund der rückstände in der Anwartschaft und dieser schwarzen Liste).

Das entscheidet jede Privatversicherung für sich. Ich habe keinen Überblick, wie die Chancen für einen Normaltarif stehen.

ich nur den basistarif in der gesetzlichen nehmen kann

Da ist irgendwo ein Tippfehler oder ein Missverständnis reingeraten. Den Basistarif gibt es nur bei Privatversicherungen. Der Basistarif beinhaltet Leistungen wie bei einer gesetzlichen Krankenkasse. Die Beiträge dürfen maximal die Höchstbeiträge wie bei der gesetzlichen  Krankenversicherung betragen - was auch (fast?) alle Privatberechnungen berechnen. Jede Privatversicherung in Deutschland ist verpflichtet, diesen Basistarif anzubieten. Da für den Basistarif keine Provision gezahlt wird, gibt es sehr oft keine Hilfe von den Versicherungsbüros vor Ort. Für alle Schreiben an die Versicherungszentrale Nachweise (Zeugen, Einschreibezettel etc.) sehr gut aufbewahren.

 http://www.gesetze-im-internet.de/vag/__12.html

-> besonders Absatz 1a Nr. 2 -> anteilige Versicherung bei Beihilfeanspruch

Hilfestellung:

patientenberatung.de

Bei Problemen mit einer konkreten Versicherung (rechtswidriges Verhalten) kann diese Stelle vermitteln:

pkv-ombudsmann.de

 

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Krankenversicherung ist Pflicht in Deutschland

Wenn du weiterhin im Beamtenverhältnis bleibst, musst du sogar 50 % absichern. 30 % gelten nur für Pensionäre und wie bei dir jetzt während einer beruflichen Neuorientierung.

Was ist denn der Ablehnungsgrund der Versicherer?

Hast du eine Vorerkrankung?

Bei einer Anstellung in der Privatwirtschaft wirst du ja pflichtversichert. Deswegen will dich jetzt auch keine private nur für den Übergang versichern

ManniKe 30.07.2015, 12:06

Ablehnungsgrund war eben das ich versäumt habe die Beiträge zu entrichten. Daraufhin kam 2009 die Kündigung der Anwartschaft.

Ich werde ab 01.09. eine Umschulung beginnen. Diese ist natürlich unentgeldlich und wird vom BfD getragen. Ich bekomme weiter Übergangsgebührnisse.

Was kann ich jetzt noch tun?

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DerHans 30.07.2015, 12:09
@ManniKe

Dolphin hat das schon richtig geschrieben.

Wenn du allerdings freiwilliges Mitglied der gesetzlichen KK werden (musst), wirst du den vollen Beitrag entsprechend deinem jetzigen Einkommen zahlen müssen. und zwar ohne Arbeitgeberanteil.

Du musst doch vom damaligen Versicherer gemahnt worden sein.

Die Pflegeversicherung ist auch für Soldaten pflichtig. Die wären da auch schnell mit einer Pfändung deiner Bezüge gekommen.

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DolphinPB 30.07.2015, 12:13
@ManniKe

Ok, das ist klar mit der Anwartschaft. Was ist mit der Pflegepflicht ?

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ManniKe 30.07.2015, 12:15
@DerHans

die Pflegepflicht habe ich noch immer und läuft auch weiter. (Münchner Verein) Ich weiß absolut nicht mehr wie das damals mit der Anwartschaft war. war viel unterwegs, umgezogen, Einsatz etc.

Das ist bei mir einfach unter gegangen.

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ManniKe 30.07.2015, 12:18
@DerHans

besteht für die (in diesem Fall) Münchner Verein eine Pflicht mich privat Krankenversichern wen ich die Anwartschaft nach zahle oder wie verhält sich das?

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DerHans 30.07.2015, 12:21
@ManniKe

Die Anwartschaft galt ja gerade für den Fall, dass du in der Zwischenzeit erkrankt wärst. Dein ursprüngliches Eintrittsalter und der damalige Gesundheitszustand wäre festgeschrieben gewesen.

Es hätte ja auch passieren können, dass du schwer verletzt aus dem Einsatz gekommen wärst.

Jetzt kannst du da nicht in den alten Stand zurück versetzt werden.

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DolphinPB 30.07.2015, 12:24
@ManniKe

Nein, da geht nichts mehr. ich gehe davon aus dass der MV abgelehnt hat.

Man müsste nun mit einigen Versicherern sprechen, ob die Dich nehmen (ich denke da gibt es Möglichkeiten), und dann die Pflegepflicht auch zu diesem neuen Versicherer wechseln. Die Pflegepflicht bei einem und die Restkostenversicherung bei einem anderen Vesicherer geht nicht.

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ManniKe 30.07.2015, 12:25
@DerHans

Ja das verstehe ich so weit. Nun bin ich aber gesund, munter und beginne meine Umschulung. Welche Möglichkeiten habe ich also noch um den Karren aus dem Dreck zu ziehen?

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ManniKe 30.07.2015, 12:27
@DolphinPB

also anfragen habe ich bei mehreren privaten gestellt. wurden bisher alle abgelehnt. Ich habe mir sagen lassen das es eine "schwarze Liste" gibt auf der stehen alle die Beitragsrückstände hatten.

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DolphinPB 30.07.2015, 12:36
@ManniKe

Du hast keine Beitragsrückstände, oder hatte der MV nach der Kündigung noch Nachforderungen die Du bis heute nicht bezahlt hast ?

Du solltest mal einen Vermittler (Berater oder Makler der sich auskennt) kontaktieren. Dann kann der Deinen Fall anfragen bei allen in Frage kommenden Versicherern, dann wird man sehen. Selbst einfach mal hier oder da anrufen, funktioniert nicht, insbesondere vor dem Hintergrund dass Deine PKV ja möglicherweise nur einige Jahre bestehen wird.

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ManniKe 30.07.2015, 12:52
@DolphinPB

Nein ich habe keine lücke. Die Anwartschaft wurde einfach nur gekündigt aufgrund nicht Zahlung der Beiträge.

Ich hatte bereits eine Beraterin kontaktiert bzw. meine die all meine Versicherungen abgeschlossen und verwaltet hat. Sie hat mehrere Anfragen an private Versicherer gestellt, immer mit der Begründung wegen Beitragsrückständen bzw. nicht bezahlten Beiträgen abgelehnt.

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Apolon 01.08.2015, 12:42
@DolphinPB

Die Pflegepflicht bei einem und die Restkostenversicherung bei einem anderen Vesicherer geht nicht.

Sicher ist dies möglich, bis zum nächsten Kündigungstermin.

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also frage ich erneut bei der Münchner Verein nach und bitte um Gnade?

Ansonsten gibt es keine andere Möglichkeit?

Was könnte im schlimmsten Fall passieren sollte ich jetzt nicht die 30% absichern?

DolphinPB 30.07.2015, 14:42

Basistarif beim MV

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DerHans 30.07.2015, 14:43

Mit "Gnade" hat das nichts zu tun. Dein letzter Versicherer ist verpflichtet, dich wieder zu versichern. Natürlich jetzt mit den aktuellen Daten.

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DerHans 30.07.2015, 14:53
@DerHans

Wende dich mal an den Reservistenverband, dem du ja wahrscheinlich angehörst. Wenn der sich einklinkt, wird der Münchner Verein sich wahrscheinlich nicht mit dieser Beamtengruppe anlegen wollen. Es ist auch denkbar, dass es anderen ehemaligen Soldaten ähnlich ergeht.

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ManniKe 30.07.2015, 14:55
@DerHans

Nein dem Reservistenverband gehöre ich nicht an. Ich werde mich nächste Woche mal darum kümmern, hoffe ich bekomme was erreicht.

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DerHans 06.08.2015, 10:01
@ManniKe

Die Weigerung der "Berater" sich um deinen Fall zu kümmern, kommt daher, dass es dafür keine Provision gibt. Außerdem ist der Vertrag absehbar zeitlich begrenzt. Das ist wirklich ein Fall für den Reservistenverband.

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Wenn du vor deiner Bundeswehrzeit niemals Sozialversicherungspflichtig beschäftigt warst, hast du jetzt ein Problem. Denn die GKV wird dich nicht aufnehmen und die PKV ist dazu nicht verpflichtet.

Such dir so schnell wie möglich eine Beschäftigung und geh in die gesetzliche Kasse zurück.

ManniKe 30.07.2015, 13:23

Also vor meiner Bundeswehrzeit habe ich eine Ausbildung genossen, war daher über meine Eltern versichert und bin anschließend zur Bundeswehr.

Ich werde am 01.09. eine Umschulung beginnen (geht 2Jahre) und hoffe anschließend übernommen zu werden.

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Apfelkind1986 30.07.2015, 13:52
@ManniKe

Zahlst du während der Umschulung Sozialabgaben?

Wenn ja, ist die GKV verpflichtet, dich wieder aufzunehmen.

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ManniKe 30.07.2015, 13:56
@Apfelkind1986

Nein. es handelt sich um eine Umschulung, daher bekomme ich Übergangsgebührnisse von der Bundeswehr weiter. Keine zusätzlichen Einkünfte während der Umschulung.

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DerHans 30.07.2015, 14:44
@ManniKe

In einer betrieblichen Ausbildung bist du grundsätzlich selbst versicherungspflichtig gewesen. Unabhängig vom Einkommen.

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