krankenversicherung, mindestbeitrag von freiberuflern

5 Antworten

wieviel geld zahlt man monatlich ungefähr, bei einem einkommen von 1,500euro (netto) als freiberufler (hauptberuf)?
  1. Niemanden interessiert dein Nettoeinkommen.
  2. Für hauptberuflich Selbständige gilt ein fiktives Monatseinkommen von 2.126,25 € als Untergrenze (75% der Berzugsgröße).
  3. In Ausnahmefällen (Gründungsjahr, besondere Härte) kann auf Antrag ein Einkommen von 1.417,50 € zugrunde gelegt werden (50% der Bezugsgröße).
  4. Das Einkommen ist durch Einkommensteuerbescheid nachzuweisen. Kommst du deiner Mitwirkungspflicht nicht nach, muss die Kasse von Einkünften i.H.d. Beitragsbemessungsgrenze ausgehen (4.125,- € pro Monat).
  5. Der ermäßigte Beitragssatz zur Krankenversicherung (ohne Anspruch auf Krankengeld) beträgt 14% zzgl. des kassenabhängigen Zusatzbeitrags (TKK: 0,8%).
  6. Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung beträgt 2,35% (2,6% wenn über 23 und kinderlos).

Als Selbständiger zahlst du den Beitrag von 14,9 auf dein Einkommen selbst. Bemessungsgrundlage ist allerdings dein BRUTTO-Einkommen. Also das Ergebnis der Einkommensüberschussrechnung. Als Angestellter zahlst du deinen Beitrag auch vom BRUTTO. Auch andere Einnahmen, (Zinsen oder Mieterträge) werden zur Berechnung heran gezogen.

Ales Existenzgründer kannst du drei Jahre lang zum Mindestbeitrag versichert werden. Dabei läufst du aber Gefahr, dass du nach Vorlage der Einkommenssteuererklärung nachzahlen zu müssen.

14,9

Seit 01.01.2015: 14% (ermäßigt), 14,6% (inkl. Krankengeld-Anspruch) zzgl. Zusatzbeitrag.

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Ales Existenzgründer kannst du drei Jahre lang zum Mindestbeitrag versichert werden. Dabei läufst du aber Gefahr, dass du nach Vorlage der Einkommenssteuererklärung nachzahlen zu müssen.

Die Beitragsreduzierung erhält man ohne Einkommensnachweis lediglich, wenn man Existenzgründungsförderung erhält und auch nur so lange. Ohne den Zuschuss kann man lediglich eine Beitragsreduzierung wegen geringem Einkommen beantragen. Dann werden aber noch eine Menge andere Dinge abgefragt.

Pauschal 3 Jahre einen reduzierten Mindestbeitrag für Neuselbstständige gibt es nicht.

Und wenn man höhere Einkünfte erzielt, als die Einstufung besagt, muss man die Differenz immer nachzahlen ;) Wenn man den Nachweis nachweislich verzögert (z.B. Steuerbescheid ein paar Monate nach Erhalt erst einreicht), dann zahlt man auch noch Säumniszuschläge.

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Um mal eine konkrete Zahl zu schreiben, solang dein Gewinn unter 2.126,25 Euro liegt, und du das nachweist, zahlst du monatlich 354,03 Euro. Du kannst einen Härtefallantrag stellen, wodurch du 'nur noch' 236,02 Euro zahlst, wenn der Antrag durchgeht. Den mußt du dann (halb-?)jährlich neu stellen.

Und ja, die TK ist nicht schlecht. Kommt aber auch immer bisschen auf deine Einstellung zu diversen Behandlungsmethoden und auf deine Krankheiten an...

Preislich unterscheiden sich die KK derzeit nur von den Zusatzbeiträgen.

Werkstudentin, Ü30 und unklare Krankenkassenbeiträge bzw Krankenversicherung?

ich weiß, dass eine ähnliche Frage schon gestellt wurde, leider kann ich nirgends kommentieren.Ich bin über 30 und nun freiwillig versichert. Um den Lebensunterhalt zu sichern, arbeite ich Projekteweise, d.h. manchmal eine Woche im Monat, manchmal nur einen Tag im Monat und manchmal einen Monat nicht.Das hierbei erzielte Einkommen schwankt zwischen 150€-900€, in absoluten Ausnahmefällen auch >945€.Meinem Verständnis nach, zahle ich BIS 945€ den Mindestbeitrag (bei der TK 164,44€), AB einem monatlichen Einkommen von >945€ entsprechend prozentualen Anteil (bei TK inkl. Zusatzbeitrag 17,4%).Die Kasse sieht das anders.Die Sachbearbeiterin stellt eine für mich abenteuerliche Rechnung auf, die es mir unmöglich macht, zukünftig zu kalkulieren und die absurde Züge anmimmt.Folgendes Beispiel:Im Monat 1 habe ich ein Einkommen von 900€ gehabt, verdient habe ich das Geld von Tag 14-20. An den anderen Tagen habe ich kein Einkommen gehabt.Die Krankenkasse rechnet nun die Tage 1-13 & 21-30 auf der Basis von 945€. SOWEIT, so gut.Für den Zeitraum 14.-20. Tag rechnet sie die 900€ auf den kompletten Monat hoch (der meiner Ansicht nach ja durch die oben erwähnten anderen Zeiträume bereits mit abgedeckt wird). Das ergibt eine Bemessungsgrundlage von 3857€, daraus dann 17,4%. Dann taucht unvermittelt ein Betrag von 156,60€ auf, der meiner Ansicht nach einfach 1:1 die 17,4% der 900€ sind und der Beitrag für die eine Woche arbeiten darstellt.Also ergibt sich insgesamt für Monat 1 ein Beitrag aus 3 Zeiträumen mit 71,26€, 156,60€ und 54,81€. Insgesamt habe ich also für den Monat 1 einen Krankenkassenbeitrag von knapp 280€ zu entrichten. Ich verstehe das nicht, meiner Ansicht nach bin ich doch unter dieser magischen Grenze von 945€, ich habe doch nur 900€ verdient! Also müsste ich doch nur den Mindestbeitrag zahlen, aber das sind 120€ mehr.Ich kann die Gesetze kaum noch auseinander halten, die Sachbearbeiterin ist absolut uneinsichtig und der komplette Bescheid ist total konfus erstellt.Als ich in Monat 2 nur 150€ verdient habe, ist auch davon normal der Beitrag mit 17,4% abgezogen worden. Also habe ich bei einem monatlichen Einkommen von 150€ einen Krankenkassenbeitrag von 190€ bezahlt!Ich verstehe das nicht mehr, bitte hilf mir doch jemand, die genauen Gesetzestexte zu finden, um dieser Willkür ein Ende zu setzen. Oder ist das tatsächlich richtig?

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