Krankenversicherung für Rentner nach Zuzug aus dem Ausland ohne Vorversicherungszeit

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8 Antworten

Sie sollen sich unter Vorlage der Meldebescheinigung, wann sie wieder zugezogen sind, bei der BEK/ GEK vorstellen. Wenn sie dort zuletzt krankenversichert waren, muss die BEK/GEK die Pflichtversicherung gem. § 5, 1, 13 SGB V durchführen. Hier werden alle Einkünfte für die Berechnung der Beiträge herangezogen, bei der Rentenversicherung kann der Antrag auf den Beitragszuschuss gestellt werden. Anspruch auf die KVdR besteht nicht, wohl für die andere. Sie sollen erklären, dass sie nicht anderweitig versichert waren- ob und wie im Ausland interessiert nicht, da wir hier in Deutschland sind und deutsches Recht gilt.

Die Krankenversicherung der Rentner kommt hierfür nicht als PFLICHTMITGLIEDSCHAFT in Frage. Dafür müsste man in den letzten 20 Jahren über 90 % pflichtversichert sein. Deine Eltern können als nur freiwilliges Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung werden. Also Beitrag auf das GESAMTE Einkommen.

Sie müssen doch im Ausland auch versichert gewesen sein. Darüber braucht die Krankenkasse einen Nachweis.

Wenn sie sich bisher die Krankenversicherung "gespart" haben, müssten sie ja jetzt Geld genug haben, ihre Rechnungen selbst zu zahlen.

Es kann ja nicht gut sein, dass jetzt die Allgemeinheit dafür bezahlen soll.

Sie haben nichst "gespart", denn sie mussten bisher im Ausland alle Arzt-, Medikament- und OP-Kosten selber "aus eigener Tasche" zahlen, weil es dort keine Krankenversicherung im hiesigen Sinne gibt. Die KV ist ja keine Rentenversicherung, wo man sich was aufspart fürs Alter, sondern wie jede andere Versicherung, wo die Gemeinschaft für den Einzelnen aufkommt. Sie wollen ja auch jetzt Beiträge zahlen und keine Almosen von der KV. Der Gesetzgeber verlangt ja eine KV-Pflicht, nur niemand will sie aufnehmen.

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Die KVdR dürfte in der Tat ausscheiden, weil die Vorversicherungszeiten nicht erfüllt sind; insbesondere wenn es sich um außereuropäisches Ausland handelte. Damit aber bleibt nur der Abschluss einer PKV im teuren Basistarif; diesen anzubieten ist jede PKV verpflichtet. Eine Alternative gibt es nicht, weil die Rückkehr in die GKV jenseits des 55.LJ gesetzlich ausgeschlossen ist.

Müsste nicht die gesetzliche Krankenversicherung (Barmer EK), bei der meine Eltern zuletzt vor 23 Jahren versichert waren, diese wieder aufnehmen müssen? Sie waren ja in der Zwischenzeit nicht privat krankenversichert, sondern im außereuropäischen Ausland ansässig?

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@zuzu13

Sie müssen sich da weiter versichern, wo sie zuletzt versichert waren. Sie haben dann ja 23 Jahre den Beitrag "gespart"

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@DerHans

sie haben nichts gespart (siehe oben). Das Zahlen der Rechnungen im Ausland aus eigener Tasche ist teurer als der Beitrag zur KV.

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@zuzu13

FordPrefect: M.E könnten sie sich pflichtversichern nach §5 Absatz 1 Nr.13 SGB, bei der zuletzt in Deutschland zuständigen KK.

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@Kunterbunt23

Ja, das ginge evtl. auch. Allerdings weigern sich die gesetzlichen Kassen oft, eine entsprechende Versicherung nach § 5 vorzunehmen, wenn es sich um ältere Nichtversicherte (>55. LJ und Renter) handelt, vermutlich weil es diesbezüglich noch kein letztinstanzliches Urteil gibt. Da muss ggfs. der Gang zum SG herhalten.

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Hallo,

bei der letzten gesetzlichen Krankenkasse in Deutschland eine Pflichtversicherung nach § 5 Absatz 1 Nr. 13 SGB V beantragen. Diese Versicherung beginnt mit dem Tag der Anmeldung beim dt. Einwohnermeldeamt. Eine andere dt. gesetzliche Krankenkasse kann nicht gewählt werden.

Die dt. Krankenkassen müssen Unterlagen zu Mitgliedszeiten 30 Jahren aufbewahren.

Die dt. Krankenkasse unverzüglich vom dt. Wohnsitz informieren.

Gruß

RHW

Hallo zusammen, Erst mal vielen Dank für die vielen nützlichen Antworten. Es hat endlich geklappt. Die Pflichtversicherung nach § 5 Absatz 1 Nr. 13 SGB V wurde nun von der BARMER bestätigt. Diese hatten sogar selber schon ein entsprechendes Formular bereit. Nach 3-tägiger interner Klärung habe ich die Bestätigung bekommen. Gruß an alle

Es ist auch für in Deutschland lebende Rentner so gut wie unmöglich in eine gesetzliche Krankenkasse zu kommen, wenn sie zuvor privat versichert waren!

sie waren ja nicht privat versichert, sondern nur im Ausland. Dort hatten sie keine Krankenversicherung. Zuvor in D waren sie bei einer Gesetzlichen.

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@zuzu13

siehe oben. Wieso soll die Allgemeinheit für DEINE Eltern aufkommen, die sich bisher der Solidaritätsversicherung entzogen haben.

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@DerHans

was heißt "entzogen"? Würden Sie, wenn Sie ins Ausland ziehen, Ihre deutsche KV weiterzahlen, obwohl diese keine Leistungen im Ausland erbringt??? Die Allgemeinheit soll nicht aufkommen. Bei einer Mitgliedschaft müssen sie ja auch wieder Beiträge zahlen, wie Sie und jeder andere auch. Wenn Sie im Alter von 60 erstmalig einen teuren Wagen versichern und gleich einen Unfall bauen, zahlt die Allgemeinheit ja auch, obwohl Sie sich bisher 40 Jahren entzogen haben, Beiträge in die Kfz-Versicherung zu zahlen.

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welchen Versicherungsstatus hatten denn die Eltern letztmalig in Deutschland? waren sie da schon Rentner oder Arbeitslos oder Beschäftigte?

nein, mein Vater war Angestellter und bei der Barmer GEK gesetzlich krankenversichert. Meine Mutter war familienmitversichert. Da sie jedoch schon 23 Jahre von Deutschland weg sind, gibt es keine Unterlagen mehr, die die Mitgliedschaft bei der Barmer belegen (zumindest bei uns nicht). Hat die Tatsache, ob sie im (nichteuropäischen) Ausland in der Zeit krankenversichert waren irgend eine Auswirkung darauf, welchse Kasse sie jetzt hier aufnehmen muss?

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@zuzu13

wenn der Vater letztmalig als Angestellter versichert war, kann hier vielleicht der Rententräger weiterhelfen. dieser hat im Rentenkonto die Meldung der letzten Beschäftigung inkl. Krankenkasse erfasst. dort würde ich mir eine Bestätigung bzw. Auskunft darüber einholen.

für die KVdR sehe ich aber tatsächlich schwarz, weil hier die 9/10 Regelung erfüllt sein muss. wurde denn jetzt erst Deutsche Rente beantragt oder schon während der Zeit im Ausland zum 65. Lebensjahr?

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@waldundwiese

Die Rente bezieht er schon seit dem 65. Lebensjahr, also schon seit 13 Jahren. Die Rentenversicherung hat aber nicht ersehen können, ob und bei welcher Krankenversicherung mein Vater früher versichert war. Wenn das immer im Rentenkonto steht, sollte ich da nochmal nachhaken?

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@zuzu13

nachhaken würde ich auf jeden Fall um die Daten zu bekommen.

für die KVdR ist es aber definitiv schwarz, denn die 9/10-Regelung wird nicht erfüllt, da er dafür zum Zeitpunkt des Rentenantrags bereits 10 Jahre nicht mehr in einer gesetzlichen Krankenversicherung war und dazu auch noch im Nicht-Eu-Ausland war.

für die gesetzliche Krankenversicherung gibt es zwar auch eine Altersgrenze (55. Lebensjahr), aber inwieweit die hier greift (ich befürchte es fast - nicht) weiß ich nicht 100%ig.

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