Krankenversicherung für Betreiber eines Ferien- und Wohngesellschaft?

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3 Antworten

Als Selbständiger könntest du dich natürlich auch privat versichern, jedoch bei einem mtl. Nettoeinkommen von nur 1.000 € rate ich davon ab.

Wenn deine mtl. Einkünfte mal die Grenze von 3.500 € überschreitet, kannst du dich noch einmal melden, denn erst dann wäre diese Überlegung sinnvoll.

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Wenn du angestellt bist, ergo einen Arbeitsvertrag hast und Lohn beziehst kannst du dich nicht entscheiden, da du weniger als 57.600,- € brutto verdienst. Du bist versicherungspflichtig.

Solltest du selbständig sein besteht theoretisch Wahlmöglichkeit, praktisch aber nicht.

Warum:

  • Dein Einkommen ist so gering und unter der Pfändungsfreigrenze. Du bist ein vorprogrammierter Beitragsrückstand. Dich will keine PKV als Kunde.
  • 200,- € ist vermutlich kein besonder guter Tarif. Gute PKV Tarife fangen für Leute um die 30 bei 350,- € und mehr an. Und nein selbstverständlich bleibt der Beitrag nicht konstant. Wenn der Versicherer schlecht kalkuliert hat sind Steigerungen von 10% pro Jahr im Schnitt keine Seltenheit. Ich kenne auch Leute deren Beitrag sich innerhalb von 3 Jahren verdoppelt hat.
  • Eine kostenlose Familienversicherung gibt es in der privaten Krankenversicherung nicht. Wenn du dich privat versicherst, muss sie sich freiwillig gesetzlich versichern (mind. 175,- € im Monat) oder ebenfalls privat gegen eigenen Beitrag.

Wenn du mal 2.500,- € nach Steuern verdienst kannst du drüber nachdenken. Aktuell vergiss es besser.

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Kommentar von glasengel
19.06.2017, 10:03

Hallo,

du beziehst dich auf die private Krankenversicherung, in welche ich ja nicht will und meine Fragen bezogen sich daher auf die gesetzliche Krankenversicherung.

Würde im Falle der Selbständigkeit bei der gesetzliche Krankenversicherung die kostenlose Familienversicherung für die Ehefrau bestehen bleiben und die Beiträge nicht mit dem Lebensalter steigen ?

Vielen Dank

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1.) ja, wenn sie auch ansonsten kein Einkommen hat (Renten, etc.)

2.) Der Beitrag in der GKV ist innerhalb eines bestimmten Rahmens an Dein Einkommen gekoppelt. Der Beitrag ergibt sich also aus dem Beitragssatz inkl. Zusatzbeitrag und dem Einkommen. Dabei können Existenzgründer oft zunächst günstige Einstufung bekommen und danach wird die Beitragshöhe in der Regel für ein Jahr festgesetzt, wenn der Steuerbescheid als Nachweis für das Vorjahr da ist.

Selbst bei konstantem Einkommen kann der Beitrag natürlich steigen, wenn der Beitragssatz angehoben wird. Das ist wie überall: Alles wird teurer.

Die Entscheidung Richtung gesetzlicher Krankenkasse erscheint mir absolut richtig. Denke bitte an die Absicherung des Einkommens (Krankentagegeld). Man ist schneller mal drei Monate "ausser Gefecht" als man sich vorstellen kann.

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