Krankenversicherung für Beamtenanwärter ohne Altersbeschränkung?

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5 Antworten

Hallo,

diese Anmerkungen treffen zwar nicht die eigentliche Frage, können aber doch sehr wichtig sein/werden:

Wenn man als Beamtenanwärter vor der Entscheidung GKV oder PKV steht, sind viele Punkte wichtig: • Man sollte spätere Veränderungen mit in den Vergleich einbeziehen: Nachwuchs (Kind mit Behinderung), Frühpensionierung, Sabbatjahr, späteres (Zweit-)Studium/Fachschulbesuch bei unbezahltem Urlaub, nicht berufstätiger Ehegatte (in der GKV zahlt der Ehegatte ggf. Beiträge nach der Hälfte des Einkommens des PKV-Ehegatten), positive oder negative Gesundheitsprüfung des Ehegatten für die PKV, ...

• Was ist, wenn man nach der Ausbildung nicht als Beamter übernommen wird? Als Arbeitsloser oder Selvbständiger oder Arbeitnehmer über der Versicherungspflichtgrenze man nicht mehr in die GKV zurück. Der Beihilfeanspruch entfällt und die PKV-Beiträge steigen deutlich.

• der Beihilfesatz wechselt häufig je nach Familienstand: für den aktiven Beamten, den Pensionär, die nicht berufstätige Ehefrau, den geschiedenen Beamten, die Kinder gibt es immer unterschiedliche Beihilfesätze Die PKV-Beiträge verändern sich dann auch entsprechend.

• Bei den Leistungen sollte man besonders auf Reha/Kuren, den offenen Hilfsmittelkatalog, Psychotherapie (Anzahl der Sitzungen), Heilmittel (Arten und Erstattungshöhe) achten. Hier gibt es zwischen den Privatversicherungen (und zur GKV) große Unterschiede. Für Neugeborene kann man u.U. nur die Tarife versichern, die die Eltern bereits abgeschlossen haben. Bei behinderten Kindern kann das ein großes Problem sein.

GKV-Hilfsmittel: http://db1.rehadat.de/gkv2/Gkv.KHS

Als Beamter oder Pensionär ist eine Rückkehr in die GKV nie mehr möglich.

Wenn Kinder in der PKV versichert werden, ist eine Versicherung in der GKV erst wieder möglich, wenn sie eine betriebliche Berufsausbildung oder ein Studium in Deutschland beginnen. Bei einer schulischen Ausbildung, bei Arbeitslosigkeit, Selbständigkeit oder als Beamtenanwärter bleiben sie in der PKV.

In der Privatversicherung werden nur notwendige Leistungen erstattet. Problematisch kann es sein, dass man erst erfährt, was notwendig ist, wenn man Rechnungen zur Erstattung einreicht. Der Behandler hat aber trotzdem einen Anspruch auf Vergütung. Im Übrigen werden nur anerkannte Behandlungsmethoden erstattet:

§ 4 Absatz 6 und § 5 Absatz 2 PKV-Musterbedingungen:

pkv.de/recht/musterbedingungen/mbkk2009.pdf

Bei den Gesundheitsfragen im Antrag ist alles anzugeben:

test.de/themen/versicherung-vorsorge/test/Formulare-der-Privaten-Krankenversicherer-Diagnose-unklar-1669604-1669862/

Vielleicht interessant:

focus.de/finanzen/versicherungen/krankenversicherung/tid-5429/krankenversicherung-zehn-irrtuemer-ueber-die-privatenaid52165.html

bundderversicherten.de/app/download/BdV-PKV-Broschuere.pdf

pkv-ombudsmann.de/taetigkeitsbericht/

.gutefrage.net/frage/von-der-privaten-in-die-gesetzliche-krankenversicherung

Schnellsuche nach PKV: rehakids.de/phpBB2/search.php?mode=results

Vor einer Entscheidung sollte man sehr ausführliche Gespräche mit Experten der PKV und Experten der GKV führen. Die Entscheidung ist ähnlich wichtig wie ein Hauskauf. Ggf. kann auch die Verbraucherzentrale Hilfe anbieten. Ggf. Beamte fragen, die häufig Leistungen benötigen bzw. in Frühpension gegangen sind.

In der GKV kann man auch ohne Mehrkosten einen Erstattungstarif wählen. Dann ist man beim Arzt Privatpatient und kann die Privatrechnungen bei der Krankenkasse und der Beihilfestelle einreichen. Einzelheiten mit der gesetzlichen Krankenkasse und der Beihilfe vorher klären. Den Tarif kann man nach drei Monaten jederzeit beenden.

In Hessen gibt es für Beamte einige Besonderheiten, wenn man in der GKV bleibt.

Viel Erfolg bei der richtigen Entscheidung!

Gruß

RHW

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Kommentar von zippo1970
09.10.2011, 18:26

@RHWWW

Vielen Dank für deine Anmerkungen. Aber wie du selber bemerkt hast, beantworten sie meine Frage nicht. :-(

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Solche speziellen Fälle findest du garantiert nicht im Internet. Aber alle Gesellschaften können selbstverständlich immer noch ein manuelles Angebot erstellen. Natürlich wirst du wie jeder andere auch eine Gesundheitsprüfung bestehen müssen, um ein Angebot zu erhalten.

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Probier es einmal bei der HUK-Coburg, sie haben für Anwärtertarife keine Altersbeschränkung.

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Kommentar von darkligth
03.06.2013, 09:28

so n quatsch!

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erkundige dich mal bei der Generali Versicherung,die bieten priv KV an,weiß aber nicht bis zu welchem Alter http://www.generali.de/online/portal/geninternet/content/11478/30652

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Kommentar von zippo1970
09.10.2011, 11:37

@Snake34

Hab mich mal da umgeschaut. Die bieten nicht mal eine spezielle Anwärterversicherung, geschweige denn eine ohne Altersbeschränkung an. Jedenfalls habe ich nichts gefunden.......... :-(

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das k#äme ja eine Diskrimienierung aufgrund des Alters gleich und das ist nach der EG-RL verboten.

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Kommentar von zippo1970
10.10.2011, 19:36

Tja, da hab ich keine Ahnung. Fakt ist, bei diesen speziellen "Anwärterversicherungen", gibt es diese Altersbeschränkung. Und dafür beim Europäischen Gerichtshof zu klagen ........... ist ja jetzt auch keine Lösung.

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