Krankenversicherung bei Lebensgefährtin ohne Anspruch auf ALG 2

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6 Antworten

Dann wird sie sich um eine versicherungspflichtige Stelle bemühen müssen, oder den Mindestbeitrag (ca 160,00 €) selbst zahlen müssen.

Für ein Jahr hättet ihr auch als "Wohngemeinschaft" zusammen leben können, ohne dass dein Einkommen angerechnet wurde. Das ist jetzt in Nachhinein schwer zu konstruieren.

Einen Minijob kann sie sich in der Situation einfach nicht leisten.

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Hallo,

ab dem Tag der Recxhtskraft der Scheidung (nicht unbedingt identisch mit Scheidungstermin) gibt es folgende Möglichkeiten:

  • erneute Heirat -> kostenlose Familienversicherung

  • Anspruch auf Alg II (ggf. auch abhängig vom Einkommen des Lebensgefährten) -> Zahlung der Krankenversicherung durch das Jobcenter

  • die Grenzwerte für Alg II werden um maximal 150 Euro überschritten -> dann zahlt das Jobcenter einen Zuschuss zu den KV-Beiträgen

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__26.html

  • Aufnahme einer Beschäftigung für mehr als 450 Euro brutto

  • Beginn einer Ausbildung (ggf. auch Teilzeitausbildung)

Bei niedrigen Einnahmen besteht ggf. Anspruch auf Wohngeld bei der Stadtverwaltung.

Gruß

RHW

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Wenn der Chef der Freundin 451,- Euro Gehalt bezahlt und abrechnet, ist sie automatisch krankenversichert - und der Chef spart noch Geld. Er hat nur ein bisschen mehr Papierkram ... das scheuen viele kleine Krauter.

Gruß aus Berlin, Gerd

PS. Du musst ihre KV-Beiträge nicht übernehmen. Das Jobcenter geht nur davon aus (ebenso das Gesetz in SGB II § 7 Absatz 3 und 3a.), dass du sie übernimmst.

Und deshalb zahlt das Jobcenter sie nicht.

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Was ist wenn die Scheidung durch ist?

Dann muss sie sich selbst freiwillig versichern.

Muss ich dann für Ihre Krankenversicherung aufkommen

Nein. Allerdings kannst Du sie natürlich unterstützen, aber das ist Eure Sache.

besteht die möglichkeit das das Jobcenter die Krankenversicherung bezahlt?

Nein. Vernünftigen Job - mindestens in der Gleitzone - suchen.

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Muss ich dann für Ihre Krankenversicherung aufkommen (was ja immerhin ca 150-200€ im Monat sind) oder besteht die möglichkeit das das Jobcenter die Krankenversicherung bezahlt?

Die Frage ist insofern falsch gestellt, als es sich nicht um sich ausschließende Alternativen handelt.

Lebt ihr in einer Bedarfsgemeinschaft, erwartet man - der Gesetzgeber - von dir, für ihre KV aufzukommen.
Allerdings MUSS das Jobcenter die KV insoweit übernehmen, als ihr durch die Zahlungen der Beiträge als BG in die Hilfebedürftigkeit rutschen würdet.
Das heißt, beide Teile der Frage sind zu bejahen ;)

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Es darf aber nicht einfach so kein ALG2 mehr gezahlt werden, sondern erst nach Offenlegung deiner Einkommensverhältnisse und einer Bedarfsberechnung. Und das ganze auch nur mit entsprechendem schriftlichen Bescheid, gegen den man Widerspruch einlegen kann.

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