Krankenversicherung / Sozialversicherung bei Beschäftigung in der Gleitzone und Honorartätigkeit

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2 Antworten

Entscheidend ist der von der GKV festgestellte Status. Dieser ergibt sich aufgrund des zeitlichen und finanziellen Aufwandes.

Wenn deine Honorartätigkeit hier überwiegt wird die Kasse dich nicht als versicherungspflichtig einstufen und die KV/PV Abgaben fallen für alle Tätigkeiten zusammen addiert an. Ohne Arbeitgeberbeteiligung.

Überwiegt die angestellte Tätigkeit, so wärst du pflichtversichert und müsstest nur hierfür Beiträge zur Sozialversicherung leisten mit Arbeitgeberbeteiligung.

Sind die 1.500,- € dein Umsatz oder dein Gewinn. Beitragsrelevant ist der Gewinn (=Umsatz - Betriebsausgaben). Man kann den Gewinn durchaus klein rechnen (Büromaterial, Fahrtkosten, etc).

muehlendeich 03.07.2013, 16:03

Herzlichen Dank für die schnelle Antwort! Die 1.500 pro Monat sind die Gewinngröße, Werbungskosten sind also bereits durch Abzug berücksichtigt. Es ergibt sich dann also wohl eindeutig, dass die Honorartätigkeit überwiegt (ca. drei Mal höhere Einkünfte durch die Honorartätigkeit, zeitlicher Aufwand ca. zweimal höher, da die angestellte Tätigkeit ca. 15 h und die Honorartätigkeit bei ca. 30 h liegt). Ich verstehe Ihre Antwort so, dass ich weiterhin nicht versicherungspflichtig wäre und sich meine neuen SV-Beiträge errechnen aus der Summe der Honorartätigkeit und den Einkünften aus der angestellten Tätigkeit, also auf Basis von monatlich ca. 2.100 €. Und alle diese Beiträge muss ich alleine zahlen ohne Beteiligung des Arbeitgebers. Habe ich das richtig verstanden?

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kevin1905 03.07.2013, 16:39
@muehlendeich

So sieht es aus.

Einzig RV und ALV Beiträge, sowie Lohnsteuer (plus Soli und Kultsteuer) werden vom Arbeitgeber einbehalten.

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Wenn du weiterhin deine Tätigkeit als Dozentin ausübst, bleibst du damit in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungspflichtig. Daran ändert sich durch einen zusätzlichen Job nichts, außer dass mehr Beiträge eingezahlt werden.

Für den Job in der Gleitzone kannst du ermäßigte Beiträge zahlen.

Wie hoch die wären, kannst du hier errechnen: http://www.ihre-vorsorge.de/rechner-co/gehaltsrechner/gleitzonenrechner.html

Bei der Krankenkasse wird es ähnlich sein, denn auch dort zahlt man Beiträge für das Honorar aus einer selbstständigen Tätigkeit, wenn es eine bestimmte Höhe übersteigt.

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