Krankenversicherung - bisher privatversichert, jetzt Jobwechsel unter der Beitragsbemessungsgrenze?

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4 Antworten

Hallo,

liegt das Alter über oder unter 55 Jahre?

Wird am 1.9. noch eine 2. Arbeitnehmertätigkeit ausgeübt?

Wird anm 1.9. zusätzlich eine selbständige/freiberufliche Tätigkeit ausgeübt?

Geht es um eine Tätigkeit in Deutschland?

Gruß

RHW

cati161 07.09.2014, 13:22

DANKE erst mal für die Reaktion....nun zu deinen Fragen: ich bin unter 55 , habe nur diese Tätigkeit im Anstellungsverhältnis innerhalb Deutschlands.

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RHWWW 07.09.2014, 13:31
@cati161

Dann ist zunächst nach § 6 Absatz 1 Nr. 1 SGB V das regelmäßige Jahresarbeitsentgelt zu berechnen: Bruttomonatsgehalt ab September x 12 plus alle sicheren Sonderzahlungen (z.B Urlaubs- und Weihnachtsgeld). Wenn das Ergebnis (ohne Famuilienzulagen!) unter 53.550 Euro liegt, besteht seit 1.9. Krankenversicherungspflicht. Befreiungsmöglichkeiten sind alle in § 8 SGB V aufgelistet. Davon trifft hier aber nichts zu.

Wenn der Arbeitgeber bis zum 14.9. eine Mitgliedsbescheinigung einer gesetzlichen Krankenkasse erhält, kann man sich als AN die ges. Krankenkasse aussuchen. Sonst meldet der Arbeitgeber den AN bei der letzten Krankenkasse vor der PKV an.

Alphabetische Liste aller Krankenkassen:

.gkv-spitzenverband.de/krankenversicherung/krankenversicherung_grundprinzipien/alle_gesetzlichen_krankenkassen/alle_gesetzlichen_krankenkassen.jsp

Gruß

RHW

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cati161 07.09.2014, 13:40
@RHWWW

Vielen Dank für die ausführliche Antwort!!!

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RHWWW 07.09.2014, 14:10
@cati161

Gern geschen!

Zum 1.1.2015 errechnet der Arbeitgeber erneut das regelmäßige Jahresarbeitsentgelt und vergleicht es dann mit den Grenzwert für 2015 (aktuell noch nicht bekannt).

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RHWWW 08.09.2014, 21:22
@RHWWW

Danke für den Stern!

Wenn man bereits am 31.12.2002 als Arbeitnehmer in der PKV versichert war, gelten ggf. besondere Grenzwerte.

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In deinem Fall wäre es möglich gewesen, sich von der Versicherungspflicht befreien zu lassen. Dieser Schritt wäre aber dann nicht mehr rückgängig zu machen.

Dann müsste der Arbeitgeber (wie der bisherige) den Arbeitgeberanteil an dich auszahlen.

cati161 07.09.2014, 20:30

Danke für die Antwort! Gehe ich recht in der Annahme, dass ich diese Befreiung bereits beim alten Arbeitgeber hätte vollziehen müssen, jetzt aber nach dem Wechsel mit geringerem Gehalt keine Möglichkeit mehr zur Befreiung besteht...???

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nersd 08.09.2014, 10:26

Auch hier, das ist leider nicht richtig! Wie eben geschildert gibt es nur sehr wenige und genau definierte Sachverhalte, bei denen man sich von der Versicherungspflicht befreien lassen kann. Der geschilderte Fall zählt zweifelsfrei nicht dazu.

Die Frage ist einzig, ob in absehbarer Zeit wieder ein Überschreiten der JAEG geplant ist. Dann würde ich in jedem Fall eine Anwartschaftversicherung abschließen (unbedingt die große!).

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cati161 08.09.2014, 18:52
@nersd

Vielen Dank für die Richtigstellung! LG Cati

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hallo,

ja, du kannst dich befreien lassen, dass ist dann aber endgültig und der weg zur gestezlichen ist zukünftig verschlossen. wenn du deine berufliche karriere darin siehst weiterhin sehr gut zu verdienen, dann sollte das nicht das problem sein. wenn du vielleicht später mal wieder über die bbg kommst, dann mache sonst eine anwartschaftsversicherung (dann kannst du wieder in die private wechseln, wenn du über die bbg kommst) und gehe jetzt in die gkv.

aber wenn erste feststellung mehr zutrifft, dann belien in der pkv.

beste grüsse

dickie59

nersd 08.09.2014, 10:23

Das ist nicht richtig!

Im o.g. Fall tritt in der Tat Versicherungspflicht ein, ohne Wenn und Aber. Eine Befreiungsmöglichkeit gibt es nur in sehr wenigen Ausnahmefällen. Zum Beispiel, wenn man durch die Erhöhung der JAEG zum Jahreswechsel unter Selbige rutscht. Sobald das eigene Einkommen aktiv unter die JAEG rutscht (durch geringeres Einkommen, verminderte Arbeitszeit, etc.) entsteht bis zur Vollendung des 55. Lebensjahres zwangsläufig Versicherungspflicht. Davon kann man sich auch nicht befreien lassen.

Bei einem Jobwechsel tritt normalerweise grundsätzlich Versicherungspflicht ein. Einzige Ausnahme, wenn das Einkommen beim neuen Arbeitgeber die JAEG im laufenden und auch voraussichtlich im kommenden Jahr überschreitet, bleibt man versicherungsfrei.

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Es tritt Versicherungspflicht in der GKV ein.

cati161 07.09.2014, 13:02

Heißt das, dass ich derzeit gar keine Chance habe, in der PKV zu bleiben?

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kevin1905 07.09.2014, 13:43
@cati161

Nicht in Vollversicherung. Diese kann umgewandelt werden in Ergänzungsversicherungen. Alternativ käme auch eine Anwartschaft in Betracht wenn voraussichtlich alsbald wieder die Möglichkeiten bestehen sich privat zu versichern.

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