Krankenkassenbeitragsnachzahlung als Selbstständiger

3 Antworten

wie ist es zu dieser Forderung gekommen? war er die ganze Zeit gar nicht versichert? hat er sein Gewerbe der Krankenkasse nicht gemeldet? sind die 3000 Euro reine Beiträge, oder sind dort schon Säumniszuschläge drin? hat die Krankenkasse keine Ratenzahlung angeboten? sind die Beiträge nach und nach aufgelaufen wegen Nichtzahlung? wie ist er aktuell eingestuft (Beitragshöhe)?

grundsätzlich können Krankenkassen Beiträge bis zu 4 Jahre rückwirkend einfordern.

ER war mit mir familienversichert. Ich wurde plötzlich Erwerbsrentnerin, war z.Zt vorher die Verdienerin.Nun bekam mein Mann Hartz 4,ich Grundsicherung dazu. Im Oktober 2012 hatte mein Man dann Gewerbe angemldet. Die Ämter wurden darüber informiert. Dez 2012 kam der Aufhabeungsbescheid von der ARGE, keine Leistungen mehr. Grundsicherungsamt hab ich auch Bescheid gesagt, sogar schriftlich, das mein Mann Kelingewere angemeldet hat.Es wurde weiter gezahlt, war für mich als Laien also ok. Im Mai kam dann der Weiterbewilligungsantrag;wieder gab ich alles so an. DAnn hieß es plötzlich, das mit dem Kleingewerbe hätte man so nicht verstanden,blabla. Das wurde dann auch gestrichen, ich soll alles rückzahlen. Die Krankesnkassse hatte bis dato auch weiter in der FAmilienkasse gehalten. Nun sollte er plötzlich alles offenlegen.Da er aber noch keinen Steuerbescheid hat, hat er alle Rechnungen mit ZAhlungen bei den Ämtern eingereicht. Fakt ist: Im Schnitt bekommt er 1400 € im Monat..Mtl soll er 342,61 € zahlen

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@abuela0554

leider ist dies so korrekt. für die Familienversicherung gibt es eine Einkommensgrenze. die liegt 2013 bei monatlich 450 EUR (Minijob) bzw. monatlich 385 EUR (regelmäßiges Einkommen). mit der selbständigen Tätigkeit hat er diese Einkommensgrenzen überschritten - und dabei ist das Bewilligungswirrwarr durch die ARGE völlig unrelevant. ein Anspruch auf Familienversicherung besteht für ihn deshalb grundsätzlich nicht mehr ab Aufnahme der Selbständigkeit. die Beitragsforderung ist damit rechtens. ebenso die rückwirkende Beitragsforderung.

der Beitrag den du genannt hast, ist übrigens bereits der Mindestbeitrag. niedriger geht es nicht mehr.

es gibt zwar die Möglichkeit auf Antrag eine Härtefallregelung zu bekommen, und damit einen geringeren Beitrag, aber dies ist an Voraussetzungen geknüpft, die nur von wenigen Selbständigen erfüllt werden. außerdem ist der monatliche Beitrag auch nicht viel weniger, nämlich 231,77 EUR.

für eine Härtefallentscheidung müssen diese Voraussetzungen erfüllt sein:

  • die nachgewiesenen beitragspflichtigen Einnahmen liegen unter 2.021,25 EUR (2013)

  • die Hälfte der beitragspflichtigen Einnahmen der so genannten Bedarfsgemeinschaft (z.B. Ehegatte, Lebenspartner) betragen nicht mehr als 2.021,25 EUR (falls Kinder im Haushalt leben, werden diese von den Einnahmen abgezogen)

  • der Selbständige und die Person der Bedarfsgemeinschaft hat keine steuerpflichtigen Einkünfte aus Kapitalvermögen und auch keine positiven oder negativen Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung.

  • es darf kein Vermögen von mehr als 10.780,00 EUR vorliegen

  • der Selbständige darf keine Arbeitnehmer mit mehr als geringfügigem Umfang beschäftigten, bzw. nicht mehr als einen geringfügig Beschäftigten haben

hier noch ein Link: http://www.securvita.de/fileadmin/user_upload/PDF-Dateien/krankenkasse/m-beitrag...

ich rate euch deshalb die Krankenkasse um eine Ratenzahlung zu bitte. die Rate muss dann zusätzlich zum laufenden Beitrag gezahlt werden und in angemessener Höhe zum Beitragsrückstand stehen (mit 50 EUR monatlich geht das nicht).

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@eulig

Erst einmal vielen Dank, du scheinst dich ja da gut auszukennen! Darf ich noch mehr fragen: ..... Ich bekomme 290 € Rente.Mein Mann hat insgesamt höchstens 1450 mtl erhalten, das ist ja kein Netto. Da kommt ja auch noch Steuer, den Batrag kennen wir noch nicht, runter.. Wir bezahlen 540€ Miete, 80 € STrom, Telefon, Versicherungen etc. Wir KÖNNE damit nicht über die Runden kommen, wenn die Beiträge so hoch sind. Wir wollten mit allen Mitteln aus der Sozialschiene raus. Da, entschuldigung, werden wir jetzt für bestraft. So empfinde ich es. Ich habe trotz 80% Erwerbsminderung immer mitgrabeitet, so gut es ging.Bis ich absolut nicht mehr durfte,mit 56 Jahren. Da ich schwerbedindert bin, seit 20 Lebensjahr,hat mich leider kaum jemand vollzeit eingestellt, aber, wie gesagt, 400€ Jobs und zuletzt sogar 800€ Job als Schwerbehinderte hab ich IMMER gehabt. Mein Mann war sehr früh krbskrank und hat immer gearbeitet. Er hatte einen guten Job,bis die Firma aufgelöst, bzw. übernommen wurde. Danach auch nur noch Püngelkram, aber, wie geagt, gearbeitet.Egal was....Und nun dies...

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@abuela0554

es gibt noch die Möglichkeit einen Beitragszuschuss vom Jobcenter zu beantragen. wenn ein Selbständiger dem Grunde nach von den Einkünften der Selbständigkeit zwar den Lebensunterhalt für sich und die Familie bestreiten kann, die Beiträge zur Krankenversicherung aber nicht bezahlbar sind, kann er diesen Zuschuss beantragen. vielleicht hilft dir der Link weiter: http://www.ihre-vorsorge.de/magazin/im-fokus/hartz-iv-und-selbststaendige-beitragszuschuss.html

sollte ein Zuschuss bewilligt werden, gilt dies aber nicht für die Beitragsschuld, sondern erst ab Zeitpunkt der Bewilligung des Zuschuss.

für die Beitragsschuld bliebe dann entweder die Ratenzahlung über die Krankenkasse, oder ein Darlehen über das Jobcenter.

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Man kann sie bitten, dass sie mit Ratenzahlungen einverstanden sind.

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