Krankenkasse zahlt noch nicht mal die hälfte bei Hörgerät...

8 Antworten

Hörhilfen mit ImageproblemTeure Hörgeräte sind nicht immer besserSchätzungen zufolge haben 15 Millionen Menschen in Deutschland mit Hörproblemen zu kämpfen, doch nur etwa jeder Fünfte hilft sich mit einem Hörgerät, schließlich gelten sie gemeinhin nicht als besonders schick. Dabei werden moderne Geräte immer kleiner und besser – und oft auch teurer. Doch man benötigt nicht unbedingt ein kostspieliges Gerät, um besser zu hören – auch wenn die Erhöhung des Krankenkassenzuschlags zum 01. November bedeutet, dass sich mehr Patienten ein teureres Gerät erlauben könnten. Teure Hörgeräte sind nicht immer besserMan benötigt nicht unbedingt ein teures Hörgerät, um besser zu hören. Prof. Gerd Glaeske weiß, dass nicht der Preis entscheidend ist und er erklärt, worauf Patienten bei der Anpassung achten sollten.(12.11.2013) Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen seit 01. November 2013 höhere Zuschüsse für Hörgeräte. Mit einem Zuschuss von 784,94 Euro bekommen schwerhörige Erwachsene nun fast doppelt so viel wie vorher (Zuschuss bisher: 421,28 Euro). Die Kosten für Beratung, Programmierung und Anpassung des Hörgeräts sowie die Nachsorge werden zusätzlich von den Kassen übernommen.Hörgeräteakustiker können selbst entscheiden, welche Geräte sie als Kassengeräte führen, jedoch müssen sie auch Geräte anbieten, die dem Kassenfestbetrag entsprechen. Je nach Hörschwäche und individuellem Bedarf können die Geräte aber auch teurer sein. Die Verbraucherzentralen raten den Kunden, sich nicht zu einem Gerät mit hohem Eigenanteil drängen zu lassen. Auch Stiftung Warentest stellte nach einer im Juni letzten Jahres veröffentlichten Untersuchung bei einigen Hörgeräteakustikern fest, dass sie einen subtilen Preisdruck auf Kunden hin zu einem teureren Gerät ausübten. Zudem urteilten die Tester, dass Kunden mit teuren Hörgeräten nicht zwangsläufig besser hörten.Neue MindestanforderungenNicht nur der Krankenkassenfestbetrag für die Geräte wurde zum 01. November erhöht, auch die Mindestanforderungen an die Hörgeräte wurden festgelegt. Sie müssen demnach grundsätzlich über Digitaltechnik mit mindestens vier Kanälen sowie Rückkoppelungs- und Störschallunterdrückung verfügen, sowie mit mindestens drei Hörprogrammen und einer Verstärkungsleistung von mehr als 75 Dezibel ausgestattet sein.Probetragen ist PflichtNach einer ausführlichen Anamnese stellt der Hörgeräteakustiker eine Modell-Palette zusammen, die er auf die persönlichen Bedürfnisse des Kunden anpasst. Er sollte die Bedienung der Geräte erklären und sie dem Kunden für ein Probetragen von etwa einer Woche überlassen. Die Tester von Stiftung Warentest halten es zum Beispiel für angemessen, dass gesetzlich Versicherte mit einer Verordnung des Ohrenarztes drei Probe-Geräte zur Verfügung gestellt bekommen, mindestens ein zuzahlungsfreies Gerät zum Krankenkassenfestbetrag sollte dabei sein.Nach der Probephase kann der Akustiker weitere Einstellungen vornehmen oder dem Kunden andere Geräte zur Probe mitgeben. Hat sich der Kunde für ein Modell entschieden, finden im Laufe der darauffolgenden Monate weitere Anpassungen statt. Dieser Service sowie regelmäßige Kontrollen und Reparaturen sind mit dem Kauf des Geräts bereits abgegolten.

Hörgerät muss Schwerhörigkeit weitgehend ausgleichenKrankenkasse muss trotz Festbetragsregelung Kosten für höherwertiges Hörgerät übernehmenDie Versorgung mit Hörgeräten dient dem unmittelbaren Behinderungs­aus­gleich. Insoweit gilt das Gebot eines möglichst weitgehenden Ausgleichs des Funktionsdefizits. Die gesetzliche Krankenkasse kann sich nur dann auf eine Festbetragsregelung berufen, wenn diese eine sachgerechte Versorgung des Versicherten ermöglicht. Andernfalls muss sie die kompletten Kosten für das erforderliche Hörgerät tragen. Dies entschied das Hessische Landessozialgericht.Daher gehe es zu Lasten der Krankenkasse, wenn sich im Gerichtsverfahren nicht mehr klären lasse, ob auch ein günstigeres Hörgerät einen möglichst weitgehenden Ausgleich der Funktionsdefizite erzielt hätte.Vertragliche Verpflichtung des Hörgeräteakustikers zur eigenanteilsfreien Versorgung betrifft nur Vertragsverhältnis zwischen Krankenkasse und Leistungserbringer Die Krankenkasse könne sich ferner nicht darauf berufen, dass der Hörgeräteakustiker zu einer eigenanteilsfreien Versorgung verpflichtet sei. Diese vertragliche Verpflichtung betreffe nur das Vertragsverhältnis zwischen Krankenkasse und Leistungserbringer und habe keine Auswirkungen auf den Hilfsmittelanspruch des Versicherten.Hinweise zur Rechtslage§ 2 Sozialgesetzbuch Fünftes Buch (SGB V)(2) Die Versicherte erhalten die Leistungen als Sach- und Dienstleistungen [...]§ 13 SGB V(3) Konnte die Krankenkasse eine unaufschiebbare Leistung nicht rechtzeitig erbringen oder hat sie eine Leistung zu Unrecht abgelehnt und sind dadurch Versicherten für die selbstbeschaffte Leistung Kosten entstanden, sind diese von der Krankenkasse in der entstandenen Höhe zu erstatten, soweit die Leistung notwendig war. [...]§ 27 SGB V(1) Versicherte haben Anspruch auf Krankenbehandlung, wenn sie notwendig ist, um eine Krankheit zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern. Die Krankenbehandlung umfasst [...] Versorgung mit [...] Hilfsmitteln, [...].§ 33 SGB V(1) Versicherte haben Anspruch auf Versorgung mit Hörhilfen [...], die im Einzelfall erforderlich sind, um den Erfolg der Krankenbehandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine Behinderung auszugleichen, [...]§ 12 SGB V(1) Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen.(2) Ist für eine Leistung ein Festbetrag festgesetzt, erfüllt die Krankenkasse ihre Leistungspflicht mit dem Festbetrag.§ 36 SGB V(1) Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen bestimmt Hilfsmittel, für die Festbeträge festgesetzt werden. von Akustikus, 12.02.2014 1.891-mal gesehen Die Krankenkasse zahlt seit November 2013 fast den doppelten Festbetrag für Hörgeräte. Und das für einen Zeitraum von 6Jahren. Dazu eine Reparaturpauschale je nach Krankenkasse von Ca 140 Euro an den Akustiker der die Hörgeräte anpasst. Diese gilt ebenfalls für den 6 Jahreszeitraum. Bei einer Eigenanteilsfreien Versorgung werden anfallende Reparaturen über diese Pauschale abgerechnet beim versorgenden Akustiker. Weil dieser ist 6 Jahre vertraglich dazu verpflichtet. Bei Abschluss bekommt jeder Kunde eine Versichertenerklärung ausgehändigt. Wenn der Hörgeräteträger eine Zuzahlung leistet unterschreibt er eine Empfangsbestätigung mit einer Mehrkostenerklärung. Darin bestätigt er, dass er im Falle von anfallenden Reparaturen sich ebenfalls an den Mehrkosten anteilig beteiligt. Ist ja auch logisch. In hochwertigeren Geräten ist mehr Technik und das ist bei Reparaturen auch aufwendiger zu reparieren! Ich hoffe ihr erinnert euch an diese Erklärungen die eigentlich jeder Kunde beim Akustiker bekommt und darüber auch aufgeklärt wird. Mfg eine Akustikerin

Das ist wie beim Zahnersatz. Was notwendig ist, zahlt die Kasse. Wenn du dir ein Luxusgerät aussuchst, musst du eben zahlen. Es war schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben.

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das ist schon richtig aber das günstigsten zuzahlung war 480euro...das ist doch nicht günstig...hallo manche spinnen doch echt...

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Hängt nicht vom Geschmack ab, sondern davon, ob sich die eigenanteilsfreien Hörgeräte auf das vorhandene Hörproblem einstellen lassen.

Ich weiß, wovon ich rede. Mit meiner Schwerhörigkeitsform bin ich ein Sonderfall, bei dem die eigenanteilsfreien Geräte nicht die Leistung erbringen, die für meine berufliche Situation notwendig ist. Binde ich mir die Kosten ans Bein oder gebe ich meine Berufsfähigkeit auf? Ohne Hörgeräte wäre für mich eine Berufsausübung nicht möglich.

Mach mal Vorschläge, was man beruflich und ohne Hörgeräte machen soll, wenn beidseitig nur noch 20% Hörvermögen vorhanden sind. Wäre mal dankbar für jeden Vorschlag, da ich ab nächstes Jahr arbeitslos bin und das Arbeitamt mich aufgrund meiner Behinderung nicht vermitteln kann. Danke im Voraus.

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