Krankenkasse will ein Jahr später "versäumte" Beiträge abbuchen!

3 Antworten

Die Versicherung bestand, also ist auch die Bezahlung fällig. Immerhin kamst Du auf diese Weise in den Genuss eines Zahlungsaufschubs von 6 Monaten - worüber beschwerst Du Dich also? Die Kasse kann diese Beiträge noch bis zu 4 Jahre später eintreiben, selbst ohne Mahnbescheid.

Korrektur: Nicht 6, sondern 18 Monate!

0

Mit der Einstellung der Abbuchung haben sie ihre Forderungen nicht aufgegeben (auch wenn dieses Verhalten recht eigenartig ist).

Warst du in dieser Zeit beim Arzt? Hat die Kasse die Kosten dafür übernommen? Dann haben sie ihre Leistungen erbracht. Selbst wenn du nicht beim Arzt warst, bestand die Versicherung.

Du könntest versuchen, mit der Kasse eine Regelung zu treffen, dass sie nicht den kompletten Betrag auf einmal abbuchen, sondern in mehrere Raten nachzuzahlen.

du schreibst leider nicht, weshalb die Kasse damals die Einzugsermächtigung eingestellt hat. idR machen die das nur, wenn es zu einer Rückbuchung wegen fehlender Kontodeckung gekommen ist. um eine so ungültig gemachte Einzugsermächtigung wieder aufleben zu lassen, muss man eine neue Einzugsermächtigung erteilen. geschieht dies nicht, bucht die Kasse auch nicht weiter ab.

Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung verjähren erst nach 4 Jahren. solange kann die Kasse Beiträge von dir einfordern, egal was der Grund für die Nichtabbuchung war. was allerdings nicht korrekt war, den kompletten Rückstand jetzt einfach ohne Vorankündigung ohne eine erteilte Einzugsermächtigung einzuziehen. man hätte dir zumindest ein Schreiben schicken müssen, wo darauf hingewiesen wird, dass noch Beiträge offen sind, in welcher Höhe und mit der Frage, ob du den Betrag komplett oder in Raten zahlen möchtest.

aber ein Möglichkeit die Beiträge nicht zu zahlen hast du nicht. du musst dich aber umgehend mit der Kasse über die Zahlung einigen, da sonst Mahngebühren und Säumniszuschläge hinzukommen.

Was möchtest Du wissen?