Krankenkasse verweigert weitere Zahlung von Krankengeld, was tun?

8 Antworten

FordPerfect hat Recht. Es gibt genug einschlägige Urteile zu genau deisem Thema. Sie müssen nun zum Arbeitsamt und sich dort melden, wenn die nicht zahlen, dann zur ARGE- dumm gelaufen.

Ich war zuletzt bis zu, 14. Juli krankgeschrieben, wollte dann eigentlich am 15. Juli die Ärztin wieder aufsuchen, was für mich aufgrund starker Schmerzen bei jeglicher Bewegung nicht möglich war. Also war ich am 16. Juli wieder dort, diese schrieb mich bis Mitte August krank, vermerkte auf der Krankschreibung, daß der Zustand der Arbeitsunfähigkeit seit Ende April vorläge.

Oje das ist schlecht, jetzt hast Du eine Lücke.

Nun erhielt ich einen Anruf von der Krankenkasse: Das Krankengeld würde mir nicht weiter gezahlt werden, da es eine Unterbrechung gäbe. Ich hätte gleich am 15. Juli wieder beim Arzt erscheinen müssen, so sei meine beitragsfreie Krankenversicherung (durch Arbeitslosigkeit und Krankengeldbezug) erloschen und somit auch die Krankengeldzahlung.

Genau das ist leider richtig.

Meine Krankheit besteht nach wie vor, eine Unterbrechung hat es hier auch nicht gegeben; dies hat ja der Arzt auf der Krankschreibung / Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und dem "Auszahlungsschein" bestätigt.

Für die Krankenkasse ist da aber die Lücke, da Du am 14. hättest zum Arzt gehen müssen.

Vielleicht aber nur vielleicht kann Dir die unabhängige Patientenberatung helfen.

MfG

Johnny

Die neue Krankschreibung muß ausgestellt werden, WÄHREND die vorige noch gilt!!!.

Denn grundsätzlich gilt eine Folgebescheinigung immer erst ab dem nächten Tag nach der Ausstellung (auch Wocehnenden und Feiertage sind zu beachten)

Bis 14. krankgeschreiben - d. h. spätestens am 14. hättest Du eine neue AU holen müssen; die hätte ab 15 gegolten = keine Unterbrechung

Der 15. hätte übrigens auch nicht ausgereicht, da diese erst ab 16. gelten würde (das wäre, wenn die Krankenkasse so akzeptiert hätte, allerdings nicht korrekt)

Damit ist eine Unterbrechung eingetreten - die Krankenkasse hat Recht.

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Zum Verständnis:

Entscheidend für die Weiterzahlung des Krankengeldes ist das AUSSTELLUNGDATUM der Folgebescheinigung - nicht so sehr, daß Du durchgehend krank bist - das ist ja unbestritten so.

Ein Arzt darf auch nicht das Ausstellungsdatum um einen Tag zurückdatieren, wenn man z. B. erst am ersten Tag nach Ablauf der letzen Bescheinigung zu ihm geht

Das Nichtbeachten dieser Kleinigkeit hat schon so manchen Betroffenen das Krankengeld gekostet....

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Danke für Deine Antwort.

Ich bin seit April meist für jeweils zwei Wochen am Stück krankgeschrieben worden, die neue Krankschreibung habe ich fast immer nach Ende, meist einen Tag, der letzten vom Arzt erhalten. Damit hatte die Krankenkasse zumindest bei der Frage, ob mir Krankengeld zustehen würde, kein Problem.

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@matzihh

Wenn Sie es bislang auch akzeptiert hat, daß einen Tag nach Ablauf der vorigen Krankmeldung eine Folgebescheinigung ausgestellt wurde, dann ist das sehr kulant - aber eigentlich nicht rechtens...

Aber nun warst Du erst am 16. da - da gibt es nun keinen Interpretationsspielraum mehr --> es gab eine Unterbrechung (von mind. 1 Tag) und damit entfällt das Krankengeld...

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@DerSchopenhauer

Danke für Deine erneute Aufklärung.

Den Grund für eine solche Vorgehensweise kann ich aber nach wie vor nicht verstehen. Es liegt der klare und eindeutige Beleg der Krankheit / Arbeitsunfähigkeit vor. Dies ohne Unterbrechung seit Ende April.

Am besagten 15. Juli wäre ich gar nicht in der Lage gewesen, zum Arzt zu gehen. Nur wegen der Krankschreibung den Arzt ins Haus kommen zu lassen, erschien mir dann doch ziemlich übertrieben.

Es scheint der Krankenkasse nicht wirklich um das Wohl des Patienten zu gehen, sondern lediglich darum, sich unbedingt vor der Zahlung der Leistung zu drücken.

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@matzihh
die neue Krankschreibung habe ich fast immer nach Ende, meist einen Tag, der letzten vom Arzt erhalten. Damit hatte die Krankenkasse zumindest bei der Frage, ob mir Krankengeld zustehen würde, kein Problem.

Damit hat sich die KK zwar sehr kulant gezeigt, aber geben eben diesen § 46 SGB V verstoßen. Das dürfte ihr auch Probleme mit der Kontrollinstanz eingebracht haben. Du musst zwingend spätestens am letzten Tag der AU zum Arzt. Andernfalls erlischt der KG-Anspruch, hier zudem noch der Versicherungsschutz insgesamt.

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@matzihh
Den Grund für eine solche Vorgehensweise kann ich aber nach wie vor nicht verstehen

Das ist die gesetzliche Grundlage für den Anspruch auf KG. Siehe

http://dejure.org/gesetze/SGB_V/46.html

Am besagten 15. Juli wäre ich gar nicht in der Lage gewesen, zum Arzt zu gehen.

Wie gesagt - auch der 15.7 wäre bereits zu spät gewesen. Allerletzter Termin wäre der 14. gewesen.

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Schmerzensgeld nach Verkehrsunfall!

Also ich bin seit dem 30.07.2012 (Montag) Krank geschrieben gewesen. Diagnose : LWS Syndrom.

Wollte am 17.09.2012 (Montag) wieder anfangen zu Arbeiten.

Leider habe ich aber am 16.09.2012 (Sonntag) einen Verkehrsunfall. Es war ein heftiger Stoß von der Seite wobei ich mir die Brust,Schulter,Hals geprellt habe - laut Krankenhaus bericht (Röntgen) Ich war am selben Tag im Krankenhaus und 1 Tag später wieder beim Arzt der mich dann weiter Krank schreiben musste. Natürlich hat sich dabei die Diagnose geändert.

Ich habe einen Auszahlungsschein von der Krankenkasse bekommen wo ich ja 2 Wochen von der Krankenkasse geld bekommen hätte - Die 2 Wochen hatte mir mein Arzt auf den Auszahlungsschein für die Krankenkasse unterzeichnet.

Wie sieht das denn jetzt mit dem Krankengeld bzw Schmerzensgeld aus ? Bekomme ich trotzdem weiter von meiner Krankenkasse geld und Schmerzensgeld oder werde ich deshalb nichts mehr von meiner Krankenkasse bekommen ?

Ich blicke da leider nicht mehr durch. Bitte um Info. DANKE

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