Krankenkasse streicht Krankengeld und schmeisst mich aus der Kasse, aber nicht durch meine Schuld. Was soll ich jetzt tun?

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4 Antworten

die Krankenkasse ist hier (leider) im Recht und kann auch nicht anders handeln, als sich an die Gesetze und Richtlinien zu halten.

wenn dein Arzt zum 08.04. nicht da war, hättest du ersatzweise zum Vertretungsarzt gehen müssen. klar kannst du jetzt deinen Arzt bitten, dass er Stellungnahme dazu nimmt und er die Schuld auf sich und sein Personal nimmt, aber auch das wird dir leider nichts nützen. ich glaube auch kaum, dass er das tun wird.

der Anspruch auf Krankengeld ist verwirkt.

die Nahtlosigkeit ist für Arbeitnehmer wie folgt geregelt:

die Krankschreibung muss spätestens am nächsten Werktag bestätigt werden. d.h. der 8.4. war ein Freitag. du hättest also spätestens am 11.4. die neue Krankschreibung ausstellen lassen müssen.

bei Arbeitslosen ist es immer noch enger gefasst. wenn du bis zum 8.4. krankgeschrieben bist, dann musst du spätestens am 8.4. auch deine Krankschreibung verlängern lassen.

dass der Arzt zwar eine durchgehende Krankheit bestätigt hilft dir nicht weiter, denn das Ausstelldatum ist relevant. und das ist in deinem Fall zu spät.

für dich bleibt jetzt also nichts mehr anderes übrig, als zunächst in die Familienversicherung zu gehen, damit du versichert bist und keine Beitragsschulden bei der Krankenkasse auflaufen. denn durch die bestehende Versicherungspflicht baust du jetzt schon Beitragsschulden auf.

du kannst den Schritt über den Arzt probieren, aber ich sehe dort wirklich sehr wenig bis Null Chancen.

die Krankenkasse ist hier im Recht. sie muss sich an die Rechtslage halten und hat keine Spielräume.

Es ist ja so , dass du verpflichtet bist, dir zeitnah einen Termin zu holen! Allerdings ist das Verhalten deinen KK zwar berechtigt, aber völlig überzogen!

Anwalt mit Schwerpunkt Medizin suchen, beraten lassen und schauen ..

Ggf. nochmal mit der TK in Kontakt treten.

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