Krankenkasse selber zahlen wieviel?

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5 Antworten

wenn ich es richtig verstehe, dann bist du von der Krankenkasse nach dem Maximalanspruch ausgesteuert worden, bist aber weiter krank.

du hast zwei Möglichkeiten. entweder beim Arbeitsamt einen Antrag auf Arbeitslosengeld nach der Nahtlosigkeitsregelung zu stellen, oder dich als freiwilliges Mitglied selbst krankenzuversichern.

das Arbeitslosengeld nach der Nahtlosigkeitsregelung hat nicht mit Arbeitslosigkeit zu tun. es dient dazu, diejenigen aufzufangen, die noch immer krank sind und das auch noch für mind. 6 Monate sind.

wenn du das allerdings nicht machst, musst du dich selbst versichern. das kostet dann, wenn du keinerlei Einkünfte hast, ca. 170 Euro. du solltest dich aber dennoch weiter vom Arzt krankschreiben lassen, gerade im Hinblick auf weitere Rehamaßnahmen (egal ob über die Kasse oder die Rentenversicherung). es macht schon einen Unterschied, ob man Krankheitszeiten nachweisen kann oder eben nicht.

mit der Aussteuerung meldet dein Arbeitgeber dich übrigens auch bei der Krankenkasse ab - auch wenn dein Beschäftigungsverhältnis noch ruhend besteht.

wenn du verheiratet wärest, dann könntest du dich kostenfrei bei deinem Ehepartner versichern lassen. wenn unter 23 Jahre sogar noch bei den Eltern.

solang du noch angestellt bist zahlt den Arbeitgeber. Wenn du ALG beantragst musst du maximal für den ersten Monat der Sperrfrist deine Beiträge selbst zahlen. Das wären zur Kranken und Pflegeversicherung ca. 170 Euro, wenn du keine Einnahmen hat.

Falls du als Beschäftigter versicherungspflichtig warst musst du i.d.R nicht mal während des ersten Monats der Sperrfrist die Beiträge selbst zahlen, weil ein nachgehender Leistungsanspruch nach §19 besteht.

Ansonsten gilt der geringste Satz zur freiwilligen Versicherung bei der GKV in Höhe von knapp 137,-- Euro per Monat.

Solltest Du PKV versichert sein, müsstest dort den Beitrag klären.

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