Krankenkasse lehnt Übernahme der Kosten für notwendigen Transport durch Patientenbringdienst ab?

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1 Antwort

Es ist richtig, innerhalb von 2 Eochen nach einer stationären Behandlung muss die Krankenkasse die Transportkosten übernehmen. Danach gemäß der Krankentransportrichtlinien nicht mehr.

Die Krankentransport-Richtlinien regeln die Details zur Verordnung von Krankenfahrten, Krankentransporten und Rettungsfahrten in der vertragsärztlichen Versorgung.

Mit dem Inkrafttreten des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs zum 1. Januar 2017 gilt die Systematik der neuen Pflegegrade im SGB XI auch für Krankentransporte. Die Kassen genehmigen Fahrten zur ambulanten Behandlung nun im Allgemeinen für Versicherte der Pflegrade 4 und 5 sowie bei Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 3 bei eingeschränkter  Mobilität. Diese Einschränkung muss der verordnende (Zahn-) Arzt gesondert feststellen und auf der Verordnung notieren. Bisher gingen die Kassen bei Pflegebedürftigen der Pflegestufen 2 und 3 in der Regel davon aus, dass diese die Voraussetzungen zur Übernahme der Kostenerfüllen.

Einen entsprechenden Beschluss fasste der Gemeinsame Bundesausschuss(GBA) am 15. Dezember 2016 mit der Änderung der Krankentransport-Richtline (KT-RL). Der Beschluss tritt frühestens zum 1.Januar 2017 beziehungsweise nach Ablauf der Beanstandungsfrist des

Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) in Kraft, unter Umständen also
erst Ende Februar. Um ein einheitliches Handeln in dieser Übergangsphase
sicherzustellen hat der GKV-SV die Krankenkassen in
einem Rundschreiben (siege Download) vorab informiert.



Die Voraussetzungen zur Übernahme von Fahrkosten sind nun:




Vorliegen eines Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen „aG“, „BI“ oder „H“
Vorliegen des Pflegegrades 4 oder 5
Vorliegen des Pflegegrades 3, der Patient benötigt aber aufgrund
eingeschränkter Mobilität dauerhaft eine Beförderung - das gilt auch für
Versicherte, die bis zum Jahresende die Pflegestufe 2 hatten, ab Januar
2017 aber in den Pflegegrad 3 überführt wurden.
Vorliegen eines längerfristigen Behandlungsbedarfs bei Patienten
ohne Pflegegrad, aber mit einer Mobilitätseinschränkung, die den oben
genannten Kriterien entspricht


Damit bliebt es euch überlassen, den Transport zu organisieren oder eben selbst zu bezahlen.



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