Krankenkasse kündigen, Nachweis von neuer Kasse nötig?

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9 Antworten

Seit 2007 gibt es in Deutschland eine Krankenversicherungspflicht. Genau deswegen, wie du es schilderst. In jüngeren Jahren scheint es attraktiv zu sein, auf diese Absicherng zu verzichten. In späteren Jahren soll dann die Solidargemeinschaft wieder eintreten. Das nennt man "Schmarotzertum". Genau das soll verhindert werden.

Du als Selbständiger kannst dich privat versichern, kommst aber später nie wieder in die gesetzliche Versicherung.

Hallo,

seit 2007 bzw. 2009 muss jeder in Deutschlanfd gegen Krankheit abgesichert sein.

In der GKV gibt es nach § 240 SGB V für Selbständige verschiedene Einstufungen. Die normale fängt bei 1969 Euro Mindesteinnahme an.

Wenn man als Existenzgründer staatliche Leistungen bekommt oder zusammen mit dem Partner geringe Einnahmen und kein Vermögen hat, gilt die Mindesteinnahme von 1313 Euro monatlich.

Wenn die Selbständigkeit nur nebenberuflich ausgeübt wird, gilt ggf. die Mindesteinnahme von 875 Euro.

Die Entscheidung für eine Privatversicherung (PKV) ist oft eine lebenslange Entscheidung. Als Selbständiger kann man nicht mehr in die GKV wechseln (auch nicht als Arbeitsloser).

Die Kiosten einer Versicherung bestehen aus den Beiträgen und den nicht versicherten Leistungen (z.B. Hilfsmittel, Reha/Kuer, Psychotherapie, Krankentagegeld ....).

Bei Familiengründung sind ggf. pro Person Beiträge zu zahlen (auch für Neugeborene).

Vor einer Entscheidung sollte man sich von Experten der PKV und von Experten der GKV ausführlich beraten lassen. Die Entscheidung ist ähnlich wichtig wie ein Hauskauf.

Gruß

RHW

Du ist gesetzlich verpflichtet Krankenversichert zu sein. Dabei hast du oberhalb eines bestimmten Einkommens oder wenn du Selbstständig oder Beamter bist die Wahl ob du dich gesetzlich oder privat versicherst. Auch die Wahl der Krankenkasse steht dir frei. Auf die Krankenkasse verzichten kannst du nicht.

Wenn du die gesetzliche Krankenversicherung nicht gefällt, dann hole dir Angebote von den privaten Krankenversicherungen ein, schließe mit der privaten Krankenkasse deiner Wahl einen Vertrag und lege die Bestätigung die du bekommst deiner jetzigen Krankenkasse vor. Nach 3 Monaten bist du bei deiner neuen Krankenkasse versichert.

Die Beiträge für die private Krankenversicherung können, wenn du jung und gesund bist erstaunlich gering sein, mit steigendem Alter und sich verschlechterndem Gesundheitszustand können sie aber extrem steigen.

In Deutschland ist versicherungspflicht. Wenn Du selbstständig bist und Dir die Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung zu hoch sind, hast Du die Möglichkeit, den Beitrag auf den Mindestsatz heruntersetzen zu lassen.

Dafür musst Du nachweisen, dass Dein Einkommen aus Deiner Selbstständigkeit stark gesunken ist und Du daher die Beiträge in vorliegender Höhe nicht bestreiten kannst. Erkundige Dich gezielt zur Reduktion der Beitragshöhe bei Deiner Krankenkasse.

Wenn sich Deine Kasse nicht darauf einlässt, dann melde Dich bei einer anderen Kasse als freiwillig Pflichtversicherter an zum Mindestbeitragssatz. Auch der neuen Kasse musst Du nachweisen, dass dein Einkommen gering ist. Hier hilft Dir ein Steuerberater weiter. Den kannst Du auch schon mal befragen, bevor Du Deine Krankenkasse kontaktierst. Erklär ihm Deine Situation.

Eine private Versicherung abzuschließen oder GAR KEINE zu haben, davor kann man Dich nur warnen!!

Es gibt eine Versicherungspflicht für alle, das wurde vor etwa vier Jahren festgelegt. Daher fragen sie jetzt nach einem Nachweis für eine Folgeversicherung. Das mit der KV für kleine Selbstständige ist allgemein ein Riesenproblem. Du könntest noch fragen, ob du einen günstigeren Tarif bekommst. Das Einkommen, das sie einem bei der freiwilligen KV automatisch zugrunde legen - ich glaub knapp unter 2000 Euro - ist für viele Selbstständige einfach nicht realistisch, man schaue sich bitte die Wirtschaftslage an. Es gibt aber die Möglichkeit "abzustocken". Viel Glück!

DerHans 30.08.2012, 10:06

Wer unter 2.000 € bleibt, sollte nicht selbständig arbeiten. Damit ist die Altersarmut vorprogrammiert. De Beitrag für die freiwilligeKrankenversicherung bemisst sic ja auchnicht nach dem Gewinn, sondern nach dem Einnahmeüberschuss. Jeder Arbeitnehmer zahlt seinen Beitrag ja auch vom BRUTTO-GEHALT

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tierfreund1973 30.08.2012, 11:01
@DerHans

Die Alternative zur Selbstständigkeit wäre erst mal arbeitslos und Hartz4. Das ist ja wohl kaum erstrebenswert! Ich habe mich selbstständig gemacht, um eben nicht Hartz4-Bezieher werden zu müssen. Wenn alle Selbstständigen, die unter 2000 Euro mtl. bleiben, sich arbeitslos melden würden, würde die Quote sprunghaft ansteigen.

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DerHans 30.08.2012, 12:17
@tierfreund1973

Unter 2.000 € EINNAHME-Überschuss kannst du** selbständig nur arbeiten, wenn du dich selbst ausbeutest**. Wenn du dir nicht einmal dein Krankenversicherung leisten kannst, gehst du wirklich besser aufs JobCenter.

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Du kannst dich noch private krankenversichern wenn du das entsprechende Einkommen hast aber in Deutschland darfst du nicht gar nicht versichert sein.

DerHans 30.08.2012, 10:02

Als Selbständiger braucht er kein Mindesteinkommen um in die private KV zu wechseln. Nur bestimmte Berufe sind verpflichtet, sich gesetzlich zu versichern.

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Buhuuu 30.08.2012, 10:09
@DerHans

Stimmt, an Selbständige habe ich nicht gedacht.

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und wer zahlt wenn du einen unfall hast und ins krankenhaus musst. meherer obs machen musst , rehas brauchst. da bist du dann mit ein paar 10000 euro dabei.

DerHans 30.08.2012, 10:07

Wer wohl? Sozialamt

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katti1980 30.08.2012, 10:21
@DerHans

wenn alle stricke reißen bestimmt. aber wenn er sich von seiner kassen mit diesem wissen abmeldet dann muss er selbst zahlen. und wenn er jahrelang abzahlt. ich hoffe nur er ist alleinstehend und hat nicht nich frau und kind mit versichert. die würden dann doof dasstehen,

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tierfreund1973 30.08.2012, 11:05
@katti1980

Wer heutzutage nicht selbstständig ist und sehen muss, dass er mit seiner Firma am Leben bleibt, sollte sich dazu kein Urteil anmaßen! Die Versicherungsbeiträge für uns Selbstständige werden von einem vom Gesetzgeber fiktiv festgelegten monatlichen Einkommen berechnet, das mit dem tatsächlich erzielten Einkommen meist gar nichts zu tun hat! Viele Kleinunternehmer, so wie ich auch, bleiben weit unter diesem fiktiven Einkommen und bezahlen daher viel zu hohe Krankenkassenbeiträge, weil man uns nicht nach unserem tatsächlichen Einkommen veranlagt (so, wie das bei Arbeitnehmern der Fall ist), sondern mit einem - viel zu hoch angesetzten - fiktiven/pauschalen Einkommen! Da müssten DRINGEND die Gesetze geändert werden, dass wir Selbstständigen wie die Arbeitnehmer behandelt und nach unserem tatsächlichen Einkommen veranlagt werden. Dann könnten wir uns die GKV auch wieder leisten!!!

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DerHans 30.08.2012, 12:20
@tierfreund1973

Wieso müssen Gesetze geändert werden, die ZUM SCHUTZ der Bürger existieren? Das Krankenversicherungssystem basiert auf einer Solidargemeinschat. Sich da in jungen Jahren auszuklinken ist höchst asozial. Dass man im Krankheitsfall nicht einfach liegen gelassen wird, erwartest du ja auch.

Selbständige schaffen es locker, sich so arm zu recnnen, dass sie gar keine Beiträge zahlen würden. Arbeitnehmer haben dakeinerlei Möglichkeiten

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katti1980 06.09.2012, 05:40
@DerHans

nun komm !!! als selbstständiger hat man es echt schwerer was krankenkassenbeiträge und co angeht. das geld muss ja erstmal reinkommen. je nach branche macht man nen fettes minus. und wenn dann noch die kunden nicht liquide sind und die zahlungen verweigern dann siehst du alt aus. aber versichert sein muss man nun mal da geht kein weg dran vorbei. lass dich am besten mal beraten was für dich besser ist. villt gibt es ja nen günstigen privatkassen tarif. ich weiß das es schei** e ist als selbständiger. mein vater hatte ein baugeschäft..... für ihn stellte sich die frage nicht denn er und seine familie mussten abgesichert sein. auch wenn die kosten enorm waren. lg

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in deutschland gilt die versicherungspflicht. du kannst bei deiner alten krankenkasse erst küdigen wenn du die aufnahmebesätigung der neuen kasee ( privat oder gesetzlich) hast.

Man darf nicht nicht evrsichert sein. Was ist denn wenn du einen Unfall hast? Operation, krankenhaus etc das ist evrdammt teuer, verstehe sowieso nicht wie man so unvernüfntig sein kann

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