Krankenkasse kostenübernahme abgelehnt ..?

12 Antworten

Musst erstmal differenzieren. Es gibt 2 Möglichkeiten.

Einmal, dadurch dass du die Karte nicht dabei hattest, kann es sein, dass du vielleicht nicht die richtige Kasse genannt hattest oder so. Auf jedenfall kann es sein, dass das ganze zu einer falschen Kasse gelangt ist. Die hat das natürlich abgelehnt. Dann ist es jetzt selbstverständlich an dir, die richtige Kasse zu nennen. Steht ja auf dem Schreiben auch drauf.

Möglichkeit zwei ist, die richtige Kasse hat die Rechnung abgelehnt, weil die Maßnahme nicht indiziert oder selbst verschuldet war. Dann musst du selbst zahlen und dich mit der Kasse streiten, ob du das Geld zurück bekommst.

Beides lässt sich durch einen Anruf beim Erstellerder Rechnung klären.

Aber 200€ ist ein sehr günstiger Tarif.

Moin

Die Texte sind Standard, da wird nicht für jeden ein eigener Brief geschrieben.

Die Daten der Versicherung stimmen? Hast du deine Karte nachgereicht oder deine Versicherung richtig angegeben? Evtl dies nochmal abgleichen.

Je nach dem, wie dein Zustand war, ist ein Einsatz des Rettungsdienst es und die Kostenübernahme durch die KV aber auch angebracht. Das hat nichts mit selvstverursacht zu tun, sondern nur mit der Notwendigkeit. (selvstverursachung könnte man ja bei vielem unterstellen. Der Kletterer der abstürzt, die Hausfrau, die statt einer trittleiter den Stuhl benutzte, der Raucher, der Lungenkrebs hat, der Radler, der Straße statt radweg fährt....)

Ansonsten, wenn du wirklich selbst zahlen musst, dann hast du Glück im Unglück. Ein Rettungswageneinsatz für 200,- ist ungewöhnlich preiswert, in den meisten Regionen würde es dich MINDESTENS das doppelte kosten.

Hi,

die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt allgemein die Kosten für notwendige medizinische Behandlungen, dazu gehört auch der Transport mit dem Rettungsdienst.

In manchen Fällen - nämlich dann, wenn der Transport nicht indiziert ist und/oder die Krankenkasse nicht ermittelt werden kann - erhält der Versicherte die Rechnung.

Die GKV kann zudem unter bestimmten Umständen die Kostenübernahme ablehnen.

Wende dich erst einmal an die Krankenkasse, um den Sachverhalt zu klären - ggf. kann mit den nachgereichten Angaben eine Kostenübernahme stattfinden oder der gezahlte Betrag zurückerstattet werden.

LG

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Ich weiß nicht, wie es bei euch ist... aber wir holen für jeden Transport, auch wenn wir ihn noch so sinnlos finden, einen Transportschein. Und darauf attestiert der Arzt ja die Notwendigkeit des Transportes. Da hätte die Krankenkasse eine schlechte Argumentationsgrundlage, die Kostenübernahme abzulehnen.

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@RedPanther

Ist bei uns genauso, Ausnahme wären offensichtlich nicht indizierte Einsätze.

So, wie ich das verstanden habe, wurde hier scheinbar eine falsche (?) KK angegeben - dann geht die Rechnung an den Versichtern.

Zweiter möglicher Fall: die Krankenkasse war nicht ermittelbar - dann wird (zumindest bei uns) der Kostenträger als "Selbstzahler" eingetragen.

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Das ist ein ganz normaler Gang, wenn nicht klar ist, wie du versichert bist.

Kläre das mit deiner Krankenkasse.

Selbst mein Vater, der auf der Straße einen Herzinfarkt bekam und Passanten einen RTW gerufen hatten, bekam eine Rechnung. Es wußte ja niemand seine Krankenversicherung. Die Rechnung wurde eingereicht und die KK übernahm die Kosten der Fahrt und des Einsatzes.

Du solltest dich mit deiner Krankenkasse in Verbindung setzen und den genauen Grund erfragen, warum sie die Kostenübernahme abgelehnt hat. 200 Euro kommt mir komisch vor, für einen RTW Einsatz ist in der Regel das Doppelte wenn nicht mehr üblich. Manche Krankenkassen wollen alkoholbedingten Transporten einen Denkzettel verpassen, was jedoch nicht korrekt ist, wenn der in der Notaufnahme aufnehmende Arzt der Transport für notwendig gehalten hat, muss die Kasse die Kosten tragen.

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