Krankengeld wird nicht ausbezahlt!

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Diesen Monat wurde mir die Auszahlung trotz Auszahlschein vom Hausarzt verweigert mit der Begründung, dass eine Pfändung von 2008 bei der selbigen Krankenkasse offensteht. Jetzt ist meine Frage ich bin verheiratet, habe zwei Kinder und meine Rechnungen( Miete, Strom ect.) die bezahlt und versorgt werden müssen. Können sie das Gesamte Krankengeld einbehalten.

Natürlich darf nicht alles gepfändet bzw. zurückbehalten werden, das sollte die Krankenkasse eigentlich wissen.

Diesen Monat wurde mir die Auszahlung trotz Auszahlschein vom Hausarzt verweigert mit der Begründung, dass eine Pfändung von 2008 bei der selbigen Krankenkasse offensteht.

Das fällt der Kasse ja früh auf. Grundsätzlich kann die Kasse in der Tat KG-Auszahlungen mit offenen Forderungen verrechnen (§ 51 SGB I), und zwar in dem Maße, wie auch herkömmliche Arbeitseinkünfte gepfändet werden können.

Jetzt ist meine Frage ich bin verheiratet, habe zwei Kinder und meine Rechnungen( Miete, Strom ect.) die bezahlt und versorgt werden müssen. Können sie das Gesamte Krankengeld einbehalten.

Nein. Bei Hilfebedürftigkeit muss auch die Verrechnung sich an die allgemeinen Freigrenzen halten. Siehe dazu §§ 850 bis 850i ZPO. Allerdings muss der Betroffene hier selbst tätig werden.

Näheres dazu unter http://www.finkenbusch.de/?p=881

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