Krankengeld von Krankenkasse und Berechnung

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2 Antworten

§ 47 Höhe und Berechnung des Krankengeldes.

(1) Das Krankengeld beträgt 70 vom Hundert des erzielten regelmäßigen Arbeitsentgelts und Arbeitseinkommens, soweit es der Beitragsberechnung unterliegt (Regelentgelt). Das aus dem Arbeitsentgelt berechnete Krankengeld darf 90 vom Hundert des bei entsprechender Anwendung des Absatzes 2 berechneten Nettoarbeitsentgelts nicht übersteigen. Für die Berechnung des Nettoarbeitsentgelts nach Satz 2 ist der sich aus dem kalendertäglichen Hinzurechnungsbetrag nach Absatz 2 Satz 6 ergebende Anteil am Nettoarbeitsentgelt mit dem Vomhundertsatz anzusetzen, der sich aus dem Verhältnis des kalendertäglichen Regelentgeltbetrages nach Absatz 2 Satz 1 bis 5 zu dem sich aus diesem Regelentgeltbetrag ergebenden Nettoarbeitsentgelt ergibt. Das nach Satz 1 bis 3 berechnete kalendertägliche Krankengeld darf das sich aus dem Arbeitsentgelt nach Absatz 2 Satz 1 bis 5 ergebende kalendertägliche Nettoarbeitsentgelt nicht übersteigen. Das Regelentgelt wird nach den Absätzen 2, 4 und 6 berechnet. Das Krankengeld wird für Kalendertage gezahlt. Ist es für einen ganzen Kalendermonat zu zahlen, ist dieser mit dreißig Tagen anzusetzen. Bei der Berechnung des Regelentgelts nach Satz 1 und des Nettoarbeitsentgelts nach den Sätzen 2 und 4 sind die für die jeweilige Beitragsbemessung und Beitragstragung geltenden Besonderheiten der Gleitzone nach § 20 Abs. 2 des Vierten Buches nicht zu berücksichtigen.

(2) Für die Berechnung des Regelentgelts ist das von dem Versicherten im letzten vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit abgerechneten Entgeltabrechnungszeitraum, mindestens das während der letzten abgerechneten vier Wochen (Bemessungszeitraum) erzielte und um einmalig gezahltes Arbeitsentgelt verminderte Arbeitsentgelt durch die Zahl der Stunden zu teilen, für die es gezahlt wurde. Das Ergebnis ist mit der Zahl der sich aus dem Inhalt des Arbeitsverhältnisses ergebenden regelmäßigen wöchentlichen Arbeitsstunden zu vervielfachen und durch sieben zu teilen. Ist das Arbeitsentgelt nach Monaten bemessen oder ist eine Berechnung des Regelentgelts nach den Sätzen 1 und 2 nicht möglich, gilt der dreißigste Teil des im letzten vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit abgerechneten Kalendermonat erzielten und um einmalig gezahltes Arbeitsentgelt verminderten Arbeitsentgelts als Regelentgelt. Wenn mit einer Arbeitsleistung Arbeitsentgelt erzielt wird, das für Zeiten einer Freistellung vor oder nach dieser Arbeitsleistung fällig wird (Wertguthaben nach § 7b des Vierten Buches), ist für die Berechnung des Regelentgelts das im Bemessungszeitraum der Beitragsberechnung zugrundeliegende und um einmalig gezahltes Arbeitsentgelt verminderte Arbeitsentgelt maßgebend; Wertguthaben, die nicht gemäß einer Vereinbarung über flexible Arbeitszeitregelungen verwendet werden (§ 23b Abs. 2 des Vierten Buches), bleiben außer Betracht. Bei der Anwendung des Satzes 1 gilt als regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit die Arbeitszeit, die dem gezahlten Arbeitsentgelt entspricht. Für die Berechnung des Regelentgelts ist der dreihundertsechzigste Teil des einmalig gezahlten Arbeitsentgelts, das in den letzten zwölf Kalendermonaten vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit nach § 23a des Vierten Buches der Beitragsberechnung zugrunde gelegen hat, dem nach Satz 1 bis 5 berechneten Arbeitsentgelt hinzuzurechnen.

http://dejure.org/gesetze/SGB_V/47.html

Weiß das hier jemand?

Ihre Krankenkasse weiß das mit Sicherheit. :-)

Rose300 05.03.2013, 04:58

Welche Zeiträume oder wie die Berechnungsgrundlagen der Krankenkassen erfolgen, sind mir klar. Meine Frage war die, ob nun das Krankengeld, was die Krankenkasse für 1,5 Monate gezahlt hat, mit in eine neue Berechnung von Krankengeld hineinfließt, da die Krankengeldzahlungen ja ab dem 15.02. (infolge Arbeitsaufnahme) eingestellt wurden.
Oder anders: Wird das Krankengeld, welches ich für 1,5 Monate bezogen habe, für eine erneute Berechnung von Krankengeld herangezogen oder bekommt man das Krankengeld wieder, welches ich zuvor für die 1,5 Monate erhalten habe?

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Entscheiden ist hier, ob ab 15.02.2013 ein neues versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zustande gekommen ist. Hat der neue Arbeitgeber mindestens für einen Tag Lohn gezahlt dann liegt grundsätzlich ein neues Versicherungsverhältnis vor. Für die Berechnung des Krankengeldes ist das Entgelt aus dem neuen Arbeitsverhältnis zu berücksichtigen. Konnte die Tätigkeit beim neuen Arbeitgeber nicht aufgenommen werden und wird kein Entgelt vom neuen Arbeitgeber gezahlt, dann wäre grundsätzlich Krankengeld wie vorher weiterzuzahlen, vorausgesetzt, eine Mitgliedschaft mit Anspruch auf Krankengeld besteht.

Rose300 10.03.2013, 15:30

Recht vielen Dank für die Antwort. Allerdings: Bei z.B. nur einem Tag Arbeitsaufnahme beim neuen AG...wie will denn da die KK den Durchschnittsverdienst der letzten 3 Monate ermitteln, wenn ich so lange dort noch gar nicht gearbeitet habe? Erfolgt die Berechnung auf den neuen AG dann (für die 3 Monate) fikiv? Für mein Verständnis wären die letzten 3 Monate für eine Berechnung: alter AG, Krankengeld und neuer AG. Und was geschieht, wenn es sich um diesselbe KH handelt, die bereits bis zum 14.02. bestand und bereits von der KK für 1,5 Monate als Lohnersatzleistungen gezahlt wurden?

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magix58 11.03.2013, 21:52
@Rose300

Krankengeld wird grundsätzlich nur vom Entgelt eines Monats und zwar dem letzten abgerechneten Monat vor Beginn der AU berechnet, die letzten 3 Monate zählen nur in besonderen Fällen, (z.B. , Akkordlohn, regelm.Über-Std. oder Mehrarbeitsvergütungen). Grundsätzlich ist es möglich Krankengeld zu berechnen mit den Beträgen eines Arbeitstages, sollten dabei die Verhältnisse nicht richtig wiedergegeben werden wird fiktiv auf einen Monat hochgerechnet. Der Verdienst aus der vorherigen Beschäftigung und das daraus berechnete Krankengeld werden nicht berücksichtigt. Sobald die AU in einem neuen Arbeitsverhältnis beginnt ist es für die Berechnung **des Krankengeldes unerheblich, ob es sich um die gleiche Krankheit handelt und bereits vorher Krankengeld bezogen wurde.

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