Krankengeld statt ALG 1?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn du weiterhin arbeitsunfähig bist, läuft das Krankengeld weiter (bis zu 78 Wochen). Erst wenn du wieder arbeitsfähig bist, stehst du dem Arbeitsmart wieder zur Verfügung.

Du soltest dir aber für diese Eigenkündigung schon die entsprechende Begründung bescheinigen lassen (Arzt?)

ich bin zur Zeit krankgeschrieben und beziehe Krankengeld. Mein Arbeitsverhältnis endet zum Ende Juni. Musste leider selbst Kündigen. Jetzt meine Frage. Normalerweise würde ich ab Juli Leistung vom Arbeitsamt beziehen (Sperrfrist hin oder her). Wenn ich jedoch noch bis Ende Juli krankgeschrieben bin, bekomm ich dann weiterhin Krankengeld oder bekomme ich ALG1?

Du bekommst kein ALG I da Du dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehst,

Daher bekommst Du Krankengeld.

MfG

Johnny

Krankengeldanspruch auch nach Ende des Arbeitsverhältnisses

Was passiert wenn der Gekündigte erkrankt? Der Krankengeldanspruch gegen seine Krankenkasse reißt nicht ab, nur weil das Arbeitsverhältnis beendet ist (§§ 19 I, 48 I SGB V). Zunächst ist der Arbeitgeber verpflichtet, sechs Wochen Lohn fortzuzahlen (§ 3 EntgeltfortzahlungsG) solange das Arbeitsverhältnis noch besteht; hieran schließt sich nahtlos der Anspruch auf Krankengeld an. Wichtig ist die Vorlage eines Attestes zu einem Zeitpunkt da der Betroffene noch versicherter Arbeitnehmer (§ 5 I Nr. 1 SGB V) ist. Der Anspruch auf Krankengeld entsteht erst an dem Tage, der auf die Vorlage des Attestes folgt (§ 46 I 2 SGB V). Derjenige, der mit seiner fristlosen Kündigung in der Hand erstmalig einen Arzt aufsucht, kommt also zu spät.

Wenn der Arbeitgeber bei Krankheit nicht zahlt, weil er nicht kann oder will, hat der Versicherte gleichwohl Anspruch auf Krankengeld. Die Krankenkassen haben bei der Berechnung ihrer Beiträge fest die sechswöchige Lohnfortzahlung des Arbeitgebers einkalkuliert. Folglich wird häufig die Krankengeldzahlung erst ab dem 43. Kalendertag, also nach den sechs Wochen aufgenommen. Diese Praxis ist gesetzeswidrig (§ 49 I Nr. 1 SGB V).

Krankengeld höher als das Arbeitslosengeld

Der gekündigte Arbeitnehmer muss sich unverzüglich nach Erhalt der Kündigung bei der Agentur für Arbeit arbeitslos melden (§ 37 b SGB III). Ist der Arbeitnehmer säumig kommt es zu empfindlichen Leistungskürzungen (§ 144 I Nr. 7 SGB III). Auch der kranke Arbeitnehmer muss dieser Verpflichtung ggf. fernmündlich nachkommen.

Ist der Gekündigte krank, ist er nicht arbeitslos, weil er der Agentur nicht zur Vermittlung zur Verfügung steht (§ 119 I Nr. 2 SGB III). Er bekommt Krankengeld und kein Arbeitslosengeld.

Merke: das Arbeitslosengeld beträgt vereinfacht 60 % (§ 129 Nr. 2 SGB III), das Krankengeld 70 % (§ 47 I SGB V) des Nettoentgelts.

Die Agentur prüft, ob der Gekündigte grob fahrlässig seine Arbeitslosigkeit herbeigeführt hat (§ 144 I Nr. SGB III), wenn ja, gibt es eine Sperrzeit von 12 Wochen (§ 144 III 1 SGB III). Bei einer fristlosen oder verhaltensbedingten Kündigung ist dies fast immer der Fall. Und: im Falle einer Sperrzeit wird die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes um ¼, also von 12 auf 9 Monate, gekürzt (§ 128 I Nr. 4 SGB III). Während der Sperrzeit besteht durchgehender Krankenversicherungsschutz (§§ 5 Nr. 2, 19 II SGB V).

Die Sperrzeit beginnt immer mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (§ 144 II 1 SGB III). Bezieht der Gekündigte 12 Wochen Krankengeld nach dieser Beendigung, hat er die Sperrzeitfolgen umgangen. Es verbleibt dann nur die um ¼ verkürzte Arbeitslosengeldbezugsdauer. Die Agentur und die Krankenkasse wird aber die Berechtigung der Arbeitsunfähigkeit akribisch überprüfen.

Krankheit und seine finanziellen Folgen dürfen nicht missbraucht werden. Ist sie berechtigt, besteht ein umfassender sozialer Schutz. Weil das Krankheitsrisiko greifbar ist, sollten die Parteien bereits bei oder noch besser vor Beginn des Eskalationsprozesses eine Einigung anstreben. Wenn der Arbeitgeber bereit ist, zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses eine Abfindung zu zahlen (§ 1 a KSchG), mag dies die Kosten des Krankheits- und Prozessrisikos kalkulierbar machen.

http://www.guellich-doebler.de/main.php?p=info&id=13

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@johnnymcmuff

Das Krankengeld beträgt zwar 70 % (höchstens aber das vorherige Nettoentgelt), von dieser Summe werden dann aber Renten- und Arbeitslosenbeiträge einbehalten.

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Du bekommst weiterhin Krankengeld.

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