Krankengeld mit Lohnfortzahlung?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber erhälst du erst, wenn du mindestens 4 Wochen bei dem Arbeitgeber beschäftigt warst zum Zeitpunkt der Arbeitsunfähigkeit.

Liegt das nicht vor, dann kürzt der Arbeitgeber sofort den Lohn ab der Arbeitsunfähigkeit. Ab dem ersten Tag besteht damit Anspruch auf Krankengeld über die Krankenkasse.

d.h. für dich, du musst dich jetzt mit deiner Krankenkasse in Verbindung setzen. ich hoffe, du hast immer sofort die Krankmeldung bei der Kasse eingereicht. wenn nicht, hast du ein Problem.

Das scheint viel zu wenig zu sein....

Für die 11 Tage müsstest du ein Brutto von ca 680€ erhalten, selbst bei der schlechtesten Lohnsteuerkonstellation müsstest du wesentlich mehr erhalten.

Ruf einfach mal im Lohnbüro an und frage wie die auf die Summe gekommen sind.

Lohnfortzahlung gibt es 6 Wochen lang 100% vom AG, danach gibt es erst Krankengeld von der KK... das sind dann auch nur ca. 67%

Nur so nebenbei:

das sind dann auch nur ca. 67%

Das Krankengeld beträgt 70 % des Bruttoentgelts, aber nicht mehr als 90 % des Nettoentgelts.

0
@KarlDallaS

Ach was! Tatsächlich?

67 % beträgt das Arbeitslosengeld 1, wenn ein Kind/Kinder zu berücksichtigen ist/sind.

0
@KarlDallaS

Sei doch nicht so pingelig...

Nein, selbstverständlich nicht ...

Wer allerdings von diese 3 % betroffen ist, wird das wohl anders sehen.

0
@Familiengerd

Bei den 124€ die er nur bekam, wäre er schon mit 67% vom "eigentlichen" Netto zufrieden gewesen 😜

0

@DirWil, im Kern rechnerisch korrekt. Es kann aber sein, daß im Arbeitsvertrag eine Klausel ist, die verminderte Lohnzahlung im Krankheitsfall, zulässt. Im Übrigen ist es oft gängige Praxis, daß Leiharbeiterfirmen generell eine gewisse Anzahl von Arbeitsstunden “einbehalten“ und auf einem Stundenkonto anrechnen.
Beispielsweise wöchentliche Arbeitszeit (5 Tage Woche), 40 Stunden minus 5 auf's Stundenkonto. Dann sind es nur noch 35 Stunden, die bezahlt werden.

Es kann aber sein, daß im Arbeitsvertrag eine Klausel ist, die verminderte Lohnzahlung im Krankheitsfall, zulässt.

Das ist - jedenfalls nach deutschem Recht - schlicht und einfach falsch!

Allenfalls durch einen Tarifvertrag kann von der Bemessungsgrundlage nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz EntgFG § 4 "Höhe des fortzuzahlenden Arbeitsentgelts" abgewichen werden.

Im Übrigen ist es oft gängige Praxis, daß Leiharbeiterfirmen generell eine gewisse Anzahl von Arbeitsstunden "einbehalten" und auf einem Stundenkonto anrechnen.

Wie kommst Du denn auf diese Idee?!? Das kann für Überstunden zutreffen, aber nicht für die reguläre Arbeitszeit.

Im Übrigen ist der Arbeitnehmer bei Erkrankung für diejenigen Stunden (auch mit eventuellen arbeitsabhängigen Zuschlägen) zu bezahlen, für die er auch ohne Erkrankung bezahlt worden wäre!

0

Zum 1. Absatz... die geringe Bezahlung wurde , durch die Frage, wie lange er schon bei der Leiharbeiterfirma angestellt sei geantwortet. Erst 2 Wochen gearbeitet, zwei Wochen krank. Was zu Absatz 2. führt, womit ich die angesprochene Klausel meinte. Zu Absatz 3. bzgl einbehalten, sprich nicht auszahlen. Das weiß ich definitiv durch die Abrechnung meines Sohnes, der auch 2 Jahre bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt war. Er bekam von 160 gearbeiteten Stunden nur 140 ausbezahlt. Das kann man mittels Gehaltsrechner feststellen. Die 20 Differenzstunden wurden auf das Stundenkonto übertragen, ebenso Überstunden. Zu Absatz 4, mein Sohn arbeitete Schicht mit Zuschlägen, wie Nacht, Schmutz und Erschwerniszulage, bekam aber im Krankheitsfall NUR den normalen Stundenlohn ohne Zuschläge. Im Übrigen sind die Stunden von Stundenkonto nicht verloren, Diese werden auf einmal ausgezahlt, wenn der Arbeitnehmer kündigt oder von einer Firma übernommen wird.

0
@Alicia54

Die geringe Auszahlung ergibt sich nicht wegen der von Dir behaupteten ominösen arbeitsvertraglichen Klausel.

Der Grund ist, dass in den ersten 4 Wochen/28 Kalendertagen des Arbeitsverhältnisses kein Anspruch auf Entgeltfortzahlung besteht; das ist eine gesetzliche Regelung und hat mit einer Klausel im Arbeitsvertrag, die angeblich eine geringere Lohnfortzahlung zulässt, überhaupt nichts zu tun!

Die Situation Deines Sohnes kann ich nicht beurteilen. Auf ein Arbeitszeitkonto werden aber nur die Stunden verschoben, die über die Sollarbeitszeit hinaus geleistet wurden, also Überstunden und Mehrarbeitsstunden (so ist es jedenfalls in den beiden Tarifverträgen für die Zeitarbeit - iGZ und BAP/BZA - geregelt). Dass sie "verloren" gehen würden, hat kein Mensch behauptet!

Wenn Deinem Sohn bei Erkrankung Zuschläge (z.B. Nachtzuschlag, Schichtzuschlag, die Schmutzzulage zählt aber nicht dazu) nicht gezahlt wurden, die er erhalten hätte, wenn er nicht erkrankt gewesen wäre, dann ist er um diese Leistungen betrogen worden. Diese Zuschläge werden auch nach den beiden genannten Tarifverträgen gezahlt.

Ohne anzuwendende Tarifverträge besteht allgemein ein Rechtsanspruch auf Zahlung der Zuschläge auch im Krankheitsfall nach dem Lohn- oder Entgeltausfallprinzip (ich erspare es mir, das jetzt und hier näher zu erläutern).

0

Ok, dann war der Ausdruck Klausel von mir falsch, ich hätte Vertragsbedingungen sagen müßen. Tarifvertrag gab es bei der LAF nicht, insofern konnte man nicht damit argumentieren oder dagegen vorgehen... Findest Du es normal, daß ein gelernter Maschinenbauer mit zig Zusatzprüfungen bei 160 Arbeitsstunden, trotz Zuschläge, unter 1150€ auf dem Konto hat? Und er war kein Berufsanfänger, als er da anfing, sondern schon 10 Jahre im Beruf tätig.

0
@Alicia54

Tarifvertrag gab es bei der LAF nicht, insofern konnte man nicht damit argumentieren oder dagegen vorgehen...

Doch, die Zuschläge hätten eingefordert werden können, weil der Anspruch darauf nicht von einer entsprechenden arbeits- oder tarifvertraglichen Regelung abhängig ist.

Wenn es im Arbeitsvertrag mit der Leiharbeitsfirma keine Ausschlussfristen gab (mindestens 3 Monate), nach deren Verstreichen Ansprüche verfallen sind, dann gilt für deren Geltendmachung die gesetzliche Verjährungsfrist von 3 Jahren nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch BGB § 195 "Regelmäßige Verjährungsfrist".

Und wenn Dein Sohn eventuelle Ansprüche beziffern kann, dann könnte er also jetzt noch bis zum 31.12.2017 die aus 2014 usw. oder bis zum 31.12.2020 die aus 2017 gegen seinen früheren Arbeitgeber geltend machen.

Findest Du es normal, daß ein gelernter Maschinenbauer mit zig Zusatzprüfungen bei 160 Arbeitsstunden, trotz Zuschläge, unter 1150€ auf dem Konto hat?

Ganz sicher nicht! Das ist ein Hunger- und Bettellohn!

0

Wie lange sind sie schon in der firma, 

wieviel Stunden stehen im AV 

War erst Eingestellt worden,14 Tage gearbeitet,14 Tage krank nach OP und gekündigt.Im AV stehen 35 Stz Woche,also 7 Std am Tag und 140 Std im Monat.

0
@angermann

Somit löst sich der Nebel, 

Innerhalb des ersten Monats nach Aufnahme einer Beschäftigung zahlt im Fall der Krankheit die Kasse, 

Gehe Bitte mit deinen Unterlagen zur Krankenversicherung,  da wird dir der Betrag erstattet 

MfG

2

Was möchtest Du wissen?