Krankengeld - wann?

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3 Antworten

Beginnt die neue Krankheit während des 1. Krankmeldungszeitraums, dann zählen die 6 Wochen nur einmalig.

Beispiel: Zahnkrankschreibung vom 01.01.-31.01., 2. Krankmeldung Beinbruch am 20.01. bis 15.03, dann zählen die 6 Wochen vom 01. Januar an und 12. Februar, beginnt dann die Krankengeldzahlung.

Nur wen Sie nach der ersten Krankschreibung gearbeitet haben besteht eine neuer Anspruch auf 6 Wochen Lohnfortzahlung.

  • Ich habe im Internet über einen Fall gelesen,da hieß es man muss 1 Tag wieder gearbeitet haben,mir hat die Krankenkasse mal erzählt ich müsste 3 Tage gearbeitet haben um neuen Anspruch zu bekommen!
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Die Frist beginnt auf jeden Fall wieder von neu, weil es eine andere Diagnose ist! Es zählt immer nur eine Diagnose. Wenn man die gleiche Diagnose 6 Wochen lang hatte, bekommt man danach Krankengeld. Wechselt die Diagnose, muss der Arbeitgeber den Lohn fortzahlen.

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Kommentar von johnnymcmuff
05.10.2011, 23:39

Nicht in jedem Fall!

Wenn Sie 6 Wochen an einer Krankheit arbeitsunfähig erkrankt waren, zwischenzeitlich gesund waren und gearbeitet haben und danach erneut, aber wegen einer anderen Krankheit arbeitsunfähig waren, haben Sie erneut einen Anspruch auf 6 Wochen Entgeltfortzahlung.

BEISPIEL: Der Arbeitnehmer ist 6 Wochen wegen einer operativen Entfernung seines Blinddarms arbeitsunfähig krank, arbeitet danach wieder 2 Wochen und ist im Anschluß daran für weitere 6 Wochen arbeitsunfähig krank, diesmal aber wegen eines Bandscheibenvorfalls. Der Arbeitnehmer kann für zweimal 6 Wochen Entgeltfortzahlung verlangen.

Anders ist es aber dann, wenn eine zweite Erkrankung während der laufenden Arbeitsunfähigkeit auftritt. Dann endet der Anspruch auf Entgeltfortzahlung nach 6 Wochen.

BEISPIEL: Der Arbeitnehmer ist 6 Wochen wegen einer Erkrankung der Bronchien arbeitsunfähig krank. Im Laufe der letzten Woche dieser Zeit, d.h. noch während der ersten Erkrankung, kommt eine andere Erkrankung (rheumatische Beschwerden) hinzu, die ebenfalls zu einer Arbeitsunfähigkeit von 6 Wochen führt. Hier endet der Anspruch auf Entgeltfortzahlung nach dem Ablauf der ersten 6 Wochen. Für die weitere Zeit der Arbeitsunfähigkeit wegen der rheumatischen Beschwerden muß sich der Arbeitnehmer an die Krankenkasse wenden und Krankengeld beantragen.

Wenn Sie wegen ein und derselben Krankheit, d.h. wegen eines identischen, nicht völlig ausgeheilten Grundleidens mehrfach hintereinander arbeitsunfähig sind, müssen zwischen den einzelnen Zeiten der Arbeitsunfähigkeit mindestens 6 Monate liegen, in denen Sie nicht wegen dieser Krankheit arbeitsunfähig waren, sonst ist der Anspruch auf Entgeltfortzahlung ausgeschlossen (§ 3 Abs.1 Satz 2 Nr.1 EFZG).

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Wenn es eine andere Diagnose ist, beginnt die Frist erneut zu laufen, aber erkundige dich vorsichtshalber bei der Krankenkasse.

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