Kranke Autoren?

13 Antworten

Stephen King berichtet recht offen über seine Substannzabhängigkeit (Kokain, Alkohol). Er lebt seit vielen Jahren erfolgreich abstinent. Viele seiner frühen Werke sind aber unter dem Einfluss seiner damals noch aktiven Suchterkrankung (also unter Konsum) entstanden.

Gerade der Alkoholismus ist bei vielen Autoren anzutreffen.

Aber auch depressive Störungen und bipolare Erkrankungen werden häufig berichtet, bleiben aber auch oftmals Spekulation (Wilhelm Busch, Balzac, Charles Dickens, Goethe, Hölderlin, Rilke, Schiller, Tolstoi uvm.).

Der Philosoph Rousseau hatte zb Wahnvorstellungen. Er hat aber schon in seiner Kindheit schwer leiden müssen, denn seine Mutter verstarb im Kindbett und sein Vater gab ihn in die Obhut von Verwandten und Bekannten, wo er schwer misshandelt wurde.

1722 setzte er sich ab, um dem Gefängnis zu entgehen. Er flieht später nach Frankreich, wo er anfängt, Paranoid zu werden und sich Angriffe auf sich und seine Werke einzubilden.

Ps: Er hatte später 5 Kinder, die er allerdings allesamt "kaltherzig" ins Waisenhaus brachte...

-Rose.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Fachabitur Psychologie & Soz.päd

Immer wieder haben bedeutende Autoren darauf hingewiesen, dass man nicht versuchen solle, Schriftsteller zu werden, wenn man es vermeiden kann.

Man darf daher annehmen, dass künstlerisches Schreiben beim Autor ein Mittel gegen Leiden an der Welt ist, weil es einen Stolz auf eigene Leistung dem subjektiv empfundenen Leiden entgegensetzt.

Kafka wurde von einem seiner Bekannten als der unglücklichste Mensch bezeichnet, den er je kennen gelernt hat. Er selbst hat einige Werke veröffentlicht - und offenbar durchaus Stolz über seine Werke empfunden. Andererseits wollte er, dass sein Nachlass vernichtet werden sollte. Damit wären äußerst wichtige Werke verloren gegangen.

Bei Kafka kann man deshalb wohl davon ausgehen, dass seine Krankheit sein Werk beeinflusst hat und dass es ohne seine Krankheit wohl nicht das geworden wäre, was es ist.

Aber im Übrigen muss jedes Werk gesondert beurteilt und bewertet werden.

Goethe hat in seinem Tasso den Dichter sagen lassen: "Und wenn der Mensch in seiner Qual verstummt, gab mir ein Gott zu sagen, 

was ich leide" und diesen Satz über eine bedeutendes Gedicht gesetzt.

Aber ein Werk wird sicher nicht besser dadurch, dass der Verfasser psychisch krank war. Nur, wer nicht leidet, hat weniger Anlass, zu schreiben.

Natürlich wird ein Werk dadurch nicht besser, aber sehr viel interessanter. Ich möchte richtig kranke Gedanken und Theorien lesen, die nur durch die Krankheit ausgelöst wurden.

0

es ist unausweichlich, dass der gemütszustand von menschen ihre werke beeinflusst. das verwerfliche daran ist, dass das zu kunst hochstilisiert wird und möglichst viele menschen mit solch vergifteten gedankengut angesteckt werden.

ich möchte nicht wissen, wie viele der menschen, die hier ihre psychischen probleme ausschütten, von solchen autoren, bzw. deren werken beeinflusst und mit in den abgrund gezogen wurden.

jedem leuchtet ein, dass politiker wie lenin, stalin, hitler, mao oder hussein krank waren und ganze völker in den abgrund zerrten.

seltsamerweise will das bei literatur keiner sehen. wo aber werden gedanken so direkt formuliert, wie in der literatur, im film, in der musik, sprich in der sogenannten kunst - und niemand will bemerken, wie geisteskrank solche autoren sein müssen, die satan verherrlichen, die gewalt schüren, die pornographie bedienen, die beziehungen zerstören, die mit verbrechen unterhaltungskunst simulieren, die mit nervenkitzel dunkles gedankengut hervorrufen, die mit geisteskranken ideen auf die kinder los gelassen werden, die wie ein sigmund freud eine psychiatrische lehre aus ihrer eigenen psychischen erkrankung gemacht haben und als götter der wissenschaftlichen erkenntnis bis heute gefeiert und an unis gelehrt werden.

ich bin erstaunt, dass du solche werke suchst. reservier dir schon mal einen platz in der psychiatrie, falls du dir den mist reinpfeifst ...

bin so schon suizidal lolol

2

Deine antwort klingt sehr abwertend psychischen Erkrankungen gegenüber und stellt psychisch kranke absolut falsch dar.

5

Macher von Pornos, Horrorfilmen, Black metal usw. sind in den meisten Fällen geistig durchaus gesund, und verfolgen auch seltenst böse Absichten. Einen negativen, gar krank machenden Effekt von Kunst und Unterhaltungsmedien auf das Publikum ist nur selten zu beobachten. Dunkles Gedankengut ist nunmal menschlich. Gab es schon vor Erfindung des Buchdrucks.

2
@ButlerJames

Volksmusik, Heimatfilme u.ä. können einen hingegen schnell in den Wahnsinn treiben, mit Kitsch, Banalität, Verlogenheit und Oberflächlichkeit.

1

So etwas schreibt nur jemand, der keine ahnung hat. Nehen wir eimal John Nash, Mathematiker. Hat sein Leben lang Medikamente gegen Schizophrenie eingenommen. Seine Doktorarbeit hat ein ganzes Gebiet der Mathematik über den Haufen geworfen. Da sie an einer sozialen Situation entwickelt wurde, war auch einiges bei den Sozialwissenschaften nicht merh haltbar. In den 1990ern hat er den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften bekommen. Für das Nash-Gleichgewicht. Wenn wir einmal von Trump absehen wirbelt seine Entdeckung gerade die Politikwissenschaften durcheinander. 2015 starb er bei der Taxifahrt vom Flughafen nach Hause, als er von der Verleihung des Abel-Preises (Nobelpreis für Mathematik) zurückkehrte. Sein Leben bis zur Verleihung des Nobelpreises wurde in dem Film "A beautiful Mind" verfilmt

1

Na ja, die Frage ist, weshalb jemand mit einer psychischen Erkrankung nicht auch arbeiten kann?! Churchill z.B. hat trotz seiner chronischen, sehr schweren depressiven Erkrankung lange Zeit das Vereinigte Königreich geführt, zum Ende des 2. Weltkrieges mit beigetragen usw.

1

Hölderlin und Nietzsche gehören wohl zu den berühmtesten.

Beide jahrelang "geistig umnachtet".

Was möchtest Du wissen?