krank und kündigung?

7 Antworten

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Vorraussetzung für eine Krankheitsbedingte Kündigung ist eine erhebliche Beeinträchtigung der betrieblichen Interessen des Arbeitgebers. Wenn der Betriebsablauf stark gestört wird oder sehr hohe Lohnfortzahlungskosten zusammenkommen, gelten die betrieblichen Interessen des Arbeitgebers als erheblich beeinträchtigt. 

Als Faustregel gilt: Muss der Arbeitgeber über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren in jedem Jahr Entgeltfortzahlungen für mehr als 6 Wochen gewährleisten, kann er den Arbeitnehmer entlassen. 

 

Quelle: Ralph Höcker: „Ein§pruch! Das grosse Buch der Rechtsirrtümer“, Verlag Ullstein, S. 27

Krankheit ist in kein Grund zur Kündigung, außer derjenige hat keinen Attest vom Arzt vorgelegt. Falls doch, kann sich der Arbeitgeber auf den Kopf stellen und er kann nix machen.

Dafür geht schließlich der Arbeitnehmer zum Arzt - damit dieser die Krankheit bestätigt.

Und ja, ich würde es als Nötigung bezeichnen.

Natürlich gibt es da immer Ausnahmen bei den "Langzeitkranken" wo es offensichtlich ist das derjenige sich ein schönes Leben zuhause macht.

Eine Kündigung ist auch dann sozial gerechtfertigt (und deshalb rechtlich nicht zu beanstanden), wenn sie aus Gründen erfolgt, die in der Person des Arbeitnehmers liegen (§ 1 Abs. 2 Satz 1 KündSchG).

Und die Gesundheit eines Arbeitnehmers ist ein ganz unmittelbar in dessen Person liegender Grund. Wenn jemand also krank ist und keine Besserungsprognose gestellt werden kann (weil er z.B. immer wieder wegen derselben Krankheit fehlt oder über längere Zeit mit derselben Krankheit krankgeschrieben ist), dann hat der Arbeitgeber das Recht, aus personenbedingten Gründen zu kündigen.

Eine Nötigung kann das schon deshalb nicht sein, weil nicht erkennbar wäre, zu was für einem Verhalten der Arbeitnehmer denn genötigt werden sollte.

Zur krankengeschichte:august 2010 OP - 4 wochen krank,oktober 3 oder 4 tage krank wegen bänderdehnung,dezember auf arbeit total schlecht geworden und krankenhausaufenthalt mit 1 woche krank,februar 2 oder 3 tage wegen grippe und gestern auf arbeit angerufen wegen krank ( fieber,husten ... ) Chefin meinte wenn ich nicht komme muss das arbeitsverhältnis gekündigt werden

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@eric23

:) okay, der gesündeste Arbeitnehmer bist du jetzt in der Tat nicht, aber wenn du eine vernünftige Chefin hättest und jetzt nicht der Vermutung greift, dass du dieses Krankheitsschema nun weiter führen wirst würde ich mir keine Gedanken machen, aber anscheinden ist die Chefin ja wohl etwas anders drauf.

 

Egal, falls du doch eine Künfigung erhalten solltest, wende dich umgehend (!) ans Arbeitsgericht mit einer Kündigungsschutzklage

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Hatte das schon mal gefragt,hier ein bisschen genaueres: Hallo an alle, habe ein problem. war in letzter zeit öfter krank,erst 2010 im august ( OP ) und dann 4 wochen krank geschrieben,dann im oktober oder november 3 oder 4 tage wegen bänderdehnung,im dezember ist mir dann auf arbeit so schlecht geworden das meine kollegin die 112 rufen musste,war eine woche im krankenhaus und wurde von kopf bis fuß durchgecheckt ohne befund (außer erhöhtem blutdruck der aber jetzt. Mit tabletten eingestellt ist).im februar war ich noch mal wegen einer erkältung 2 oder 3 tage krank geschrieben.heute musste ich auf arbeit anrufen und mich wieder krank melden wegen fieber und schnupfen,husten...arbeite als altenpfleger und will ja auch niemanden anstecken!als ich meine chefin angerufen hab ist die richtig ausgeflippt und hat gesagt das wenn ich heute nicht auf arbeit komme ich gekündigt werde.war aber wirklich nicht in der lage,habe ihr gesagt das ich es versuchen könnte aber nicht weiß ob ich meinen dienst auch schaffe.sie sagte das nütze ihr ja auch nichts.kann ich jetzt gekündigt werden?hatte immer einen krankenschein und es war ja auch nicht immer die selbe erkrankung,daher kann man ja schon mal nicht von einer "negativen gesundheitsprognose" sprechen.was meint ihr? über eine antwort würde ich mich sehr freuen. Grüße an alle

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