Krank in Urlaub gefahren: AG verlangt Bescheinigung vom Arzt

8 Antworten

Wenn Du krankgeschrieben bist, kannst Du nicht einfach in Urlaub fahren. Da muss der Arzt damit einverstanden sein. Dein Arbeitgeber kann hier eine Bescheinigung verlangen.

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...kann er nicht..... ( aber trotzdem blöd gelaufen )

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Nein, der AG hat keinen Anspruch auf eine solche Bescheinigung.

Aber bringen wir die Sache doch mal auf den Punkt. Du warst 2 Tage "krank". Am ersten dieser Krankheitstage gehst du zum Arzt und packst deine Koffer. Am 2. Krankheitstag fährst du dann in Urlaub. Es liegt hier der Schluss nahe, dass du dir einfach mal 2 Tage Urlaub auf gelben Schein geholt hast.

Ich persönlich bin der Meinung, dass ein Mensch, wenn er zu krank ist, um zu arbeiten, auch nicht in Urlaub fahren kann. Oder anders herum, wer gesund genug ist, in Urlaub zu fahren, der ist auch gesund genug, zu arbeiten.

Du wirst dieses Spielchen auch nicht zum ersten Mal gemacht haben. Daher ist der Unmut des Arbeitgebers verständlich. Du musst dich darauf vorbereiten, dass er dich in nächster Zeit einfach auf dem Kieker hat.

Es wäre natürlich schlauer von Dir gewesen beim Arztbesuch direkt zu sagen, dass Du ab morgen Urlaub hast und daher nur für heute eine AU benötigst. So bist Du den Urlaub angetreten, möchtest aber im Umkehrschluss dafür keinen Urlaubstag aufwenden, sondern warst offiziell krank. Das heisst Dein AG soll Dir den Urlaubstag wieder gut schreiben.

Das ist kein schöner Stil und ich hätte das so nicht gemacht.

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So sehe ich das auch! Das hätte man (wie oben beschrieben) geschickter lösen können!

Nach meinem Ermessen kann der Arbeitgebner aus arbeitsrechtlicher Sicht wohl nachträglich keine ärztliche Bescheinigung verlangen, weil die Beweislast bei ihm liegen würde.

Aber: Hier lohnt es sich in keiner Weise, sich mit dem AG anzulegen, das (hoffentlich bisher gute) Vertrauensverhältnis aufs Spiel zu setzen, und daraus ggf. sogar in einen Rechtstreit zu geraten.

Mein Rat: Ich würde offen mit dem AG sprechen, dass eine Akuterkrankung auch vor einem Urlaubsantritt durchaus möglich ist, mir den strittigen Tag (des lieben Friedens willens) jedoch trotzdem als Urlaubstag anrechnen lassen...

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