Krank an freiem Tag. Brauche ich eine AU?

1 Antwort

Normalerweise wäre es dann sinnvoll, gleich am ersten Tag der Krankheit bei Arbeitsunfähigkeit auch beim Arzt eine AU zu holen.

Einerseits weisst Du nicht, wie lange die Erkrankung dauert und andererseits könnte sich das auch auf Deinen Freizeitausgleich auswirken. Bei Urlaub wäre es auf jeden Fall so, dass Urlaubstage während der festgestellten Arbeitsunfähigkeit nicht abgezogen werden dürften vom Urlaubskonto. Bei "Freizeitausgleich" weiss ich die genaue Regelung leider nicht.

Nachtrag : Rückwirkend kann und darf der Arzt keine AU-Bescheinigung ausstellen.

meines Wissens nach darf er rückwirkend bis zum 3. Tag eben wegen der Regelung, dass erst ab dem 4. Tag eine AU-Besch zwingend erforderlich ist

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@Ortogonn

Das die AU erst nach dem 3. Krankheitstag dem Arbeitgeber vorgelegt werden muss bedeutet nicht, das der Arzt für die drei vergangenen Tage rückwirkend eine AU ausstellen muss.

Für die verganenen Tage war in der Regel keine AU erforderlich.

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@Arteloni

Die Ausnahme der Rückdatierung bezieht sich z.B. auf Fälle bei denen  durch Wochenende/Feiertage kein Arztbesuch möglich war, es aber für den  Patienten Arbeitstage gewesen wären. Z.B. in der Gastronomie. Dann ist der Patient nicht in der Lage die AU rechtzeitig einzureichen, dann darf sie rückdatiert werden.

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@Arteloni

bezieht sich z.B. auf Fälle bei denen durch Wochenende/Feiertage kein Arztbesuch möglich war

Eine solche "Beschreibung" von Fällen (von denen ja auch ganz andere denkbar sind), wann eine Rückdatierung vom Arzt vorgenommen werden "darf", gibt es nicht.

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Doch, der Arzt darf die AU-Bescheinigung in Ausnahmefällen auch Rückwirkend ausstellen.

Das ist so in der AU-Richtline des Gemeinsamen Bundesausschusses festgelegt.

Darin heißt es:

"Die Arbeitsunfähigkeit soll für eine vor der ersten ärztlichen Inanspruchnahme liegende Zeit grundsätzlich nicht bescheinigt werden. Eine Rückdatierung des Beginns der Arbeitsunfähigkeit auf einen vor dem Behandlungsbeginn liegenden Tag ist ebenso wie eine rückwirkende Bescheinigung über das Fortbestehen der Arbeitsunfähigkeit nur ausnahmsweise und nur nach gewissenhafter Prüfung und in der Regel nur bis zu drei Tagen zulässig."

https://www.g-ba.de/downloads/62-492-1140/AU-RL_2015-12-17_iK-2016-03-17.pdf

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Nachtrag : Rückwirkend kann und darf der Arzt keine AU-Bescheinigung ausstellen.

Das ist falsch.

Nach der "Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie" des Gemeinsamen Bundesausschusses § 5 "Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit"
Abs. 3 Satz 2 darf der Arzt in Ausnahmefällen und mit besonderer Sorgfaltsbeachtung in der Regel bis zu 3 Tagen rückwirkend eine Erkrankung bescheinigen.

Aber der Arzt das hier im konkreten Fall kann, muss er alleine beurteilen.

Bei "Freizeitausgleich" weiss ich die genaue Regelung leider nicht.

Bei Erkrankung an einem freien Tag (z.B. Ausgleichstag wegen Sonntagsarbeit, Überstundenabbau) hat ein Arbeitnehmer "Pech" gehabt: er hat - anders als bei einem Urlaubstag - keinen Anspruch auf "Ersatz" des freien Tages bei einer Erkrankung.

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@Familiengerd

Also wäre in diesem Fall ja eine AU auch nicht nötig, weil als Krankheitstage erstmal nur Freitag, Samstag und Sonntag zählen. Oder liege ich falsch? 

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@PHAlina

Wenn überhaupt, dann wäre die AU nur für diejenigen Tage relevant, an denen Du krankheitsbedingt nicht zu Deiner planmässig zugewiesenen Arbeit erscheinen konntest oder künftig nicht erscheinen kannst.

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@PHAlina

Das ist grundsätzlich richtig, wenn Du für die ersten 3 Tage der Erkrankung keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung des Arztes vorlegen musst.

Den Donnerstag als Deinem freien Tag muss der Arbeitgeber ja ohnehin nicht bezahlen.

Allerdings ist es durchaus sinnvoll, dennoch heute einen Arzt aufzusuchen; erstens weißt Du nicht, ob die Erkrankung am Montag überstanden ist, zweitens gäbe es damit einen Nachweis für den Arbeitgeber (dem gegenüber das dann ohnehin "besser" aussieht) und die Krankenkasse für die Krankenzeitenberechnung bei Folgeerkrankungen zur Feststellung des 6-Wochen-Zeitraum für die Lohnfortzahlung.

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