Krampfende Reanimationspatienten?

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1 Antwort

Moin,

Strecksynergismen entstehen, wenn die Hemmung der Extensorinnervation durch den Nucl. ruber im Mittelhirn wegfällt und haben somit nicht per se etwas mit einem Kreislaufstillstand zu tun.

Möglich sind auch Hypoxiekrämpfe unmittelbar nach Wegfall der cerebralen Perfusion. Diese Krämpfe werden allerdings, ebenso wie Strecksynergismen, beim Kreislaufstillstand binnen Minuten verschwinden. Die wenigsten Patienten, die ich bisher reanimiert habe, zeigten Strecksynergismen. Ich kann mich allerdings an einen Patienten erinnern, der unmittelbar nach Wiedereinsetzen der Herztätigkeit (Kreislaufstillstand nach Myokardinfarkt) derartige Abwehrbewegungen zeigte; vermutlich waren diese allerdings Ausdruck einer Reizung der Luftröhre durch den Tubus. In der Notfallsituation ist deren Genese allerdings auch weitestgehend irrelevant, daher werden sie durch Narkotika unterbunden (u.a. auch um eine kontrollierte Beatmung durchführen zu können).

Dann gibt es natürlich noch krampfartige Bewegungen als Reaktion auf eine elektrische Defibrillation, aber ich denke, darüber sind sich die meisten ohnehin im Klaren... ;)

Konnte ich deine Frage soweit beantworten oder ist noch etwas offen? In dem Fall frag gern nochmal nach.

Lieben Gruß ;)

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Kommentar von KartoffelpueReh
10.06.2016, 22:47

Vielen dank ;)

Demnach werden es wohl tatsächlich Hypoxiekrämpfe sein, vorallem da die Krämpfe ja recht schnell wieder verschwanden. 

An ein cerebrales Ereignis hatte ich nicht gedacht da keiner der Patienten ein SHT o.ä aufwies. Wollte damit eigentlich nur einen Vergleich schaffen ;)

Also ja, du hast die Frage beantwortet xD Vielen dank nochmal :)

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