Kräuter- und Chiliöl selber machen?

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Hallo,

ist ein schwieriges Thema. Kräuter müssen immer vorbehandelt werden.

Und jedes Kraut benötigt unterschiedliche Verfahren.

Manche Kräuter wären sogar kontraproduktiv, da sie die Haltbarkeit bzw. den Schutz mittels spezieller Konservierungsverfahren herabsetzen.

Und auf keinen Fall Wasser! Je trockener, um so besser. Frische Kräuter müssen stets angewelkt werden, um das Wasser zu reduzieren.

Kalt einlegen nur mit einem Säureschutz, der das Bakterienwachstum hemmt. Das muss aber geschmacklich gut abgestimmt werden.

Kräuter sollten auch fein geschnitten werden, mitsamt den Stielen, sonst gehen die teils ätherischen Verbindungen/Aromen nicht ins Öl über.

Bei Erhitzen würden sich die Aromen verflüchtigen und bei + 80°C erwischt man die problematischen Keime nicht.

Wie schon gesagt, ist ein schwieriges Thema, das jede Menge Fachwissen über spezielle Verfahren erfordert.

Sollte man aber durchaus ernst nehmen:

https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/vorsicht-gesundheitsrisiken-bei-selbst-hergestellten-kraeuteroelen-2016010553317

LG Jürgen

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Für Kräuteröl wüde ich unbedingt kaltes Öl verwenden. Die Kräuter müssen trocken sein (nicht getrocknet, aber keinesfalls feucht), sonst vergammelt es.

Bei Chiliöl habe ich schon beides probiert, heißes (100+ Grad) und kaltes Öl. Es schmeckt ziemlich unterschiedlich, aber da ich den Geschmack von gerösteten Chilies sehr mag, mache ich es am liebsten so: Die getrockneten Chilies mit einem Teil des Öles zum leichten Brutzeln bringen (die Chilies dürfen sich dabei etwas bräunen), danach alles gemeinsam abkühlen lassen, mit kaltem gutem Olivenöl aufgießen und in Flaschen abfüllen.

Ich lege die Kräuter, Chili, ganz einfach in ein gutes, neutrales Öl ein, der Geschmack überträgt sich nach einiger Zeit von selbst auf das Öl.

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