Kostgeld nach der Ausbildung

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14 Antworten

Ich kenne die genaue Situation nicht, aber normalerweise solltet ihr mit eurer Tochter nicht nur das Kostgeld, sondern auch alle anderen Geldangelegenheiten klären. Geht mit ihr auf die Bank und zur Versicherung (oder hat sie eine Privatversicherung?). Eine Zusatzvorsorge für Zähne, Brille, Heilpraktiker & Co. wäre schon wichtig und eine Rentenzusatzversicherung (evtl. auf Riester-Basis) auch. Wie es mit sonstigen Zusatzvorsorgen wie Krankenhaustagegeld, Pflegeversicherung etc. ausschaut, kommt immer auf die Lebenssituation drauf an. Wenn ein Sparvertrag auf einen gewissen Betrag abgeschlossen wird, kommt sie nicht mehr an das Geld, so habe ich das gemacht, da kam immer ganz schön was zusammen und es ist mir nie abgegangen, weil es gar nicht auf meinem Konto gelandet ist. So konnte ich immer mal wieder größere Anschaffungen ohne Mühe bewältigen. Wenn das alles erledigt ist, wisst ihr, was noch übrig bleibt und könnt entscheiden, ob die 300 € zu viel oder zu wenig sind. Weil ein Auto frisst ja auch noch einiges an Geld, oder hat sie keins? Wird sie von euch komplett mit allen Artikeln, auch Shampoo, Duschbad, Chips und Schokolade etc. versorgt, ist der Betrag auf jeden Fall zu niedrig, sie soll ja lernen, auch nach einem Auszug mit Ihrem Geld auszukommen. Lieber nehmt ihr etwas mehr und legt dann auch etwas mehr für sie zur Seite. Eine kleine Wohnung ohne Versorgung kostet sicher schon mal 450 € warm, ich denke, da sind noch nicht mal Strom und Müll dabei. Verpflegung und Hygieneartikel kämen auch noch dazu. Ich würde 450 € nehmen und 250 € auf die Seite legen. Das sind im Jahr dann über 3.000 €, die ihr anlegen könnt (ihr könnt ihr aber damit natürlich auch mal einen Urlaub schenken oder so, da kommt dann so richtig Freude auf).

Es wird Zeit, dass sie ihren Weg allein geht.

Wenn sie aber doch bei euch bleiben sollte, dann ist die Abgabe von Kostgeld das mindeste, was sie tun sollte. Ich würde als erstes Mal von ihr selbst hören wollen, wieviel sie geben würde. Wäre ja mal interessant, ob und wie sie das einschätzt.

Diese Idee finde ich super, haben meine Eltern schon vor 16 jahren mit mir gemacht, ich hatte damals 400 Mark bezahlt im Monat, und konnte mich so schon dran gewöhnen das man für sein Leben zahlen muss. 300€ wäre auch die erste zahl die ich im Kopf gehabt hätte

Hallo Stern106,

die Kinder brauchen die Unterstützung ihrer Eltern. Deshalb finde ich den Vorschlag einhundert Euro monatlich zu sparen sehr schön. Als ich nach meiner Ausbildung mein erstes Gehalt bekam war ich froh es ausgeben zu können. Die Kinder wissen das zu schätzen. Manchmal nicht sofort.

Macht das so, denn ich denke ihr habt darüber nachgedacht.

Ja, guter Schnitt, vor allem, wenn Ihr noch für sie spart!

(unsere Tochter haut nämlich ihr gesamtes Geld raus und denkt nicht ans Ausziehen, mit 28, da wird auch jetzt so was fällig).

Ernestine178 20.08.2013, 10:33

Also, mit 28 hätte ich sie schon längst rausgeworfen.

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Blindi56 20.08.2013, 11:01
@Ernestine178

Sie hat halt spät ihre Ausbildung gemacht und ist jetzt gerade frisch angestellt, aber NOCH im Zeitvertrag. Und, wir behandeln beide gleich, Sohnemann hat so lange studiert und auch zu Hause gewohnt, also Schonfrist bis 29....

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Ilsebil 24.08.2013, 09:14
@Blindi56

Sie ist nach Aussage in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis im öffentlichen Dienst übernommen worden.

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Das ist eine sehr vernünftige Regelung, mit der eure Tochter sehr zufrieden sein kann. Ich würde allerdings mit ihr noch ein Gespräch führen und ihr vorschlagen, dass sie einen bestimmten Betrag von ihren übrig bleibenden 1.150 Euro monatlich fest anlegen sollte, um Rücklagen für später zu bilden. Wenn sie monatlich selbst 500 Euro für Kleidung und sonstiges zur Verfügung hat, ist das schon ein beachtliches "Taschengeld" und der Gedanke, dass im Hintergrund ein eigenes Sparkonto existiert, das monatlich wächst, ist doch eine tolle Sache, oder?

Ich persönlich würde von meinem Kind nur ein Kostgeld in Höhe des bisher gezahlten und ja nun weggefallenen Kindergeldes fordern. Vorher habt ihr sie schließlich auch nur mit diesem Geld durchgefüttert. :)

Selbstverständlich wäre der Betrag nur für Essen und Wohnen. Alles andere muss sie sich von ihrem eigenen Geld finanzieren.

Ich denke, 300€ ist ein guter Betrag wo sie sich auch nicht beschweren kann. Denn wo bekommt man sonst eine kleine Wohnung für 300€ mit solchen Vorzügen, wie man sie im Elternhaus hat? :)

Da ihr für sie deutlich mehr als 300 € ausgebt, könntet ihr sogar noch etwas höher gehen. Wenn sie so viel Geld verdient, sollte sie außerdem keine Probleme haben, Geld für eine eigene Wohnung anzusparen. Sie hat ja schließlich keine hohen Ausgaben.

Insofern finde ich euer Angebot sehr kulant. Wenn ihr mehr verlangt, könntet ihr euch aber auf eine wütende Tochter gefasst machen. ;)

Grundsätzlich finde ich es völlig angemessen und in ordnung, dass sich erwachsenen Kinder mit Job und bei den Eltern lebend auch an den allg. Kosten beteiligen. Die wiederum sollten angemessen sein. Sie künstlich zu erhöhen, um dann wieder für Töchterchen etwas anzusparen, ist dagegen eine total schräge und abwegige Idee. Erstmal wird die doch nicht völlig verblödete Tochter ziemlich sauer sein - zu Recht! - dass sie quasi mit überhöhtem Kostgeld über den Tisch gezogen werden soll! Und dann ist es doch ihre Angelegenheit, ob und wofür sie spart! Wenn ihr ihr den grundstock für eine Eigentumswhnung ansparen wollt, bitteschön, aber macht das gefälligst von eurem eigenen geld!

Stern106 20.08.2013, 10:43

Wir haben unser eigenes Haus in dem unsere Tochter sehr bequem lebt, incl. Wäscheservice....klar, es steht ihr ja frei auszuziehen, dann wird sie sehen was das Leben kostet

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Atzea 20.08.2013, 10:53
@Stern106

Sie soll ja meinetwegen auch gerne angemessenes Kostgeld zahlen! Aber ihr wollt dann davon wiederum 100 Euro für sie als Grundstock für eine Eigentumswohnung für sie ansparen. Insofern geht es nicht nur um eine angemessene Kostenbeteiligung, sondern eben auch um hineinregulieren und -reglementieren in ihr leben!

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Stern106 20.08.2013, 10:59
@Atzea

Von einer Eigentumswohnung war nie die Rede

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Atzea 20.08.2013, 12:05
@Stern106

für eine spätere eigene Wohnung.

Das hatte ich als Eigentumswohnung interpretiert. Geht es nur um eine Mietwohnung, wird der intersoziale Abgrund, der hinter dieser idee steckt, doch noch größer! Da hielte ich längst überfällige, grundlegende Aussprachen für weit angebrachter, um so offensichtliche Erziehungsdefizite im nachhinein noch zu korrigieren!

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Ilsebil 20.08.2013, 10:44

@Arzea...Schräg und abwegig? Für eine evtl. Eigentumswohnung gefälligst vom eigenen Geld ansparen?...Töchterchen wohnt zuhause, wird von Mutti betüdelt. Mutti macht den Haushalt, die Wäsche...etc. Töchterchen setzt sich an den gedeckten Frühstückstisch und auch abends ist Mutti für das Wohlergehen ihres Töchterchens zuständig......geht's noch?

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Atzea 20.08.2013, 10:48
@Ilsebil

Alles gelesen und nichts verstanden? Sie soll ruhig Kostgeld zahlen, aber angemessen! Keinen überhöhten Anteil, den dann die Eltern "generös" für sie wieder ansparen.

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Stern106 20.08.2013, 10:54
@Atzea

der Grundgedanke war, die 100 € für sie zur Seite zu legen damit sie einen Betrag hat wenn Sie auszieht, sonst verballert sie ja alles. Klar, es könnte uns auch egal sein, soll sie dann halt auf Bananenkisten sitzen in ihrer ersten Wohnung.

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Atzea 20.08.2013, 11:12
@Stern106

Ja, wenn sie das nicht besser hinbekommt, lasst sie auf bananenkisten sitzen! Sie ist das produkt eurer Erziehung! Wenn ihr sie immer mit Überfürsorglichkeit bedacht habt, ist es kein Wunder, wenn sie nicht vernünftig und planvoll mit ihrem geld umgehen kann.

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Ilsebil 21.08.2013, 08:56
@Atzea

@Atzea: Die Schnippigkeit in deinen Äußerungen ("alles gelesen und nichts verstanden?") zeugt davon, dass du noch relativ jung bist und keine Ahnung vom wirklichen Leben hast. Wenn du Kinder hättest , würdest du deine Äußerungen vielleicht doch noch relativieren. Denn: Eltern wissen am besten, wie sich ihre Kinder verhalten und wie sie mit Geld umgehen. Dafür bekommen sie schon als Kinder ein gewisses Taschengeld, um dies zu lernen. Wenn im besagten Fall die Tochter mit ihrem Ausbildungsgeld schon in der Monatsmitte pleite ist (da mußte sie noch keinen Haushaltsbeitrag leisten), dann ist es sehr vernünftig, dass die Eltern, wenigstens in der ersten Zeit, sie ein wenig an die Hand nehmen und ihr aufzeigen, wie teuer das Leben wäre, wenn sie bereits eine Wohnung hätte und alle Kosten (Miete, Strom, Telefon, Fahrtkosten, Ernährung, etc.) selbst leisten müßte. Mir scheint, du hast eine etwas "abgehobene" Einstellung zu dem, was Eltern sein bedeutet. Sie sind nicht die Kuh, die ihre Kinder bis ins hohe Alter zu säugen haben. Die Vorstellung von @Stern106 finde ich sehr großzügig und weise.

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Ich finde deine Idee total gut. Leg 100 Euro an die Seite und sorge dafür, dass sie in ihrer eigenen Wohnung sofort z.B. ne Waschmaschine hat ;-)

Daumen hoch.

Macht das ruhig, denn wenn man erwachsen ist, sollte man lernen für seinen Lebensunterhalt geld zu verdienen, dazu gehört auch Kostgeld.

300 Euro sind schon viel, finde ich.

Sie verdient zwar knapp 1´500 Euro...was hat sie denn für Nebenkosten (Auto, Benzinkosten etc)? Legt sie einen Teil bereits an?

Ich bekomme von meiner Tochter 150 Euro im Monat, das reicht vollauf. Sie ist den ganzen Tag nicht zu Hause und an vielen Wochenenden auch nicht.

Stern106 20.08.2013, 10:37

Sie hat keinerlei Nebenkosten ausser Handy, selbst die Fahrkarte zur Arbeit zahlen wir ihr - grundsätzlich ist sie Mitte des Monats pleite (während der Ausbildung) wir haben ganz einfach Angst dass sie sich an das viele Geld gewöhnt und spätter wenn sie auszieht gar nicht mehr klarkommt.

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blauegruetze 20.08.2013, 10:48
@Stern106

Wie wäre es, wenn ihr genau vorrechnet, was ihr für sie ausgebt: Lebensmittel und Co, Klamotten, Fahrkarte, Miete, Nebenkosten, Internet, etc.

Und genau das, was ihr gemeinsam errechnet, lasst ihr sie jeden Monat zahlen. Wenn sie mal ausziehen sollte, muss sie nicht mit 300 € als Ausgaben rechnen, sondern mit mindestens 700 bis 800 €, wenn sie billig lebt. Ihr könnt ja dennoch etwas beiseite legen. Ich denke, dass es auch "schmerzen" muss euch das Geld zu geben. 1200 €, wenn alles schon bezahlt ist, ist verdammt viel Geld. Wenn sie in der Ausbildung schon nach der Hälfte des Monats pleite war, obwohl ihr quasi alles zahlt, hat sie ja wirklich keinerlei Relation zum Geld.

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Stern106 20.08.2013, 10:57
@blauegruetze

Nein, das hat sie wirklich nicht - ok Klamotten zahlt sie selbst - aber die Sorge ist schon groß, dass sie später mal nicht klarkommt, wenn sie sich an das viele geld gewöhnt

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blauegruetze 20.08.2013, 11:05
@Stern106

Dann würde ich tatsächlich rigoroser vorgehen und sie ins Bild rücken, dass das Leben alles andere als kostenlos ist. Mein Tipp wäre tatsächlich, mit ihr alles gemeinsam zu berechnen und sie dieses Geld monatlich überweisen zu lassen. Wenn dann mal etwas kaputt geht, sollte sie auch mit die Kosten tragen. Ebenso sollte sie regelmäßig einkaufen gehen, kochen, Wäsche waschen, putzen. Lasst sie so manchen Schriftverkehr regeln, gebt ihr Verantwortung. Sie sollte lernen, was annäherungsweise anfällt, wenn man selbstständig lebt.

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Diese Idee finde ich klasse. Eure Tochter wird es Euch später danken und sich sicherlich sehr freuen.

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