Kostgeld, Mietgeld versteuerpflichtig?

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8 Antworten

Kost und Miete sind für deine Eltern ja dann ein durchlaufender Posten. Du zahlst ja nur deinen eigenen Anteil von deinem bereits versteuerten Geld.

Klar, bereits versteuertes Geld. Ich hoffe Du glaubt das nicht selbst. Nimm einfach einen x-beliebigen Artikel des Lebens und prüfe mal nach wie oft auf dem Steuer erhoben wurde. Man könnte bei Deiner Antwort naiv mit der Gegenfrage reagieren warum man denn Mehrwertsteuer zahlen muss, wenn man mit bereits versteuertem Monatsgehalt bezahlt.

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Nein, wenn Du in der gleichen Wohnung wohnst, und sozusagen die Mietaufwendungen nur abstützt. Kostgeld ist genauso ein Dreinteilen in Kosten, die man so-wie-so hätte und sich hier nur teilt. Also nix für's Finanzamt. Die versteuern ja beider Seiten Einkommen ohnehin.

Hier der Rechtstext, insbesondere, damit "DerHans" nicht weiter träumen muss:

"Einkünfte aus Untervermietungen sind wie alle übrigen Einkünfte zu versteuern. Bei der Untervermietung handelt es sich um Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung nach § 21 EStG, da Sie durch die Untervermietung Einnahmen erzielen. Als Mieter und Vermieter müssen Sie bei der Einkommensteuererklärung Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung angeben.

Eine Ausnahme besteht, wenn die Einkünfte unter der 410-Euro-Freigrenze im Jahr liegen (§ 46 EStG)."

ich gehe mal davon aus, dass deine Eltern dies tun, seit du selber Geld verdienst. Es ist davon abhängig, in welcher Höhe sie das von dir fordern. Wohnen sie z.B. in einer Mietswohnung, dann beteiligen sie dich an den Kosten, die sie dafür aufbringen müssen, eben anteilig. Ist ja einfach zu rechnen, was dein Mietanteil ausmacht. Wohnst du im Eigenheim, kannst du dich immer noch an den Kosten beteiligen müssen, z.B. Schuldzinsen fürs Abzahlen und all die teuren Nebenkosten, z.B. Strom für deine ewig laufende Spielekonsole ;-). Erst wenn sie einen Gewinn aus der Vermietung ziehen, müssen sie das als Einkommen angeben! Beim Essen ist es ja eindeutig. Deinen Anteil ißt du ja schließlich auch auf. Da gibt es ja keinen Gewinn, den man versteuern müsste! Es ist einfach so: jetzt hast du Geld, aus dem du die laufenden Kosten des Lebensunterhalts selbst aufbringen kannst und du zahlst deinen Anteil in die gemeinsame Haushaltskasse. Falls es dich tröstet: 1. wären deine Eltern von öffentlichen Leistungen abhängig (z.B. Hartz 4), dann würde ein Anteil (je nach deinem Einkommen, als Richtwert kannst du mal 500 € nehmen) in die Berechnung einfließen. 2. meist ist die Forderung der Eltern geringer als du selbst für vergleichbare "Leistung" zu zahlen hättest, wenn du selbständig bist. Sollte es höher sein, dann zieh aus!

Nun, das ist Einkommen aus nichtselbständiger Tätigkeit. In diesem Fall wären Deine Eltern Untervermieter. Und das muss bei der Einkommensteuererklärung angegeben werden. So wie alle Vermieter grundsätzlich Mieteinnahmen angeben müssen.

Und was ist denn mit Kostgeld?

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@bongpow3r

Es geht hier ja nicht darum ob darauf Steuern erhoben werden, sondern schlicht und einfach um Einnahmen allgemein. Darunter fallen auch alle Beträge für Kost und Logis. Egal ob das Verwandte oder Wildfremde sind.

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Ist doch Quatsch, er zahlt nur seinen Anteil an den Mietkosten.

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Wenn Du bei denen Eltern wohnst, müssen sie nicht versteuern. Haben sie ein eigens Haus und Du wohnst in der Einliegerwohnung, müssen sie die Miete bei ihrer Einkommensteuererklärung angeben.

Ich wohne bei meinen Eltern, und das ist eine Wohnung zur Miete!

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Also kann man sagen, das beides, jeweils Miete und Kostgeld, versteuert werden muss, richtig?

Ja, aber nur, was über 410,- Euro im Jahr liegt. Wenn Deine Eltern von Dir 100,- Euro pro Monat für Kost und Logis verlangen würden, müssen sie 1200,- Euro in der Einkommensteuererklärung angeben. Versteuert werden davon aber nur 790,- Euro.

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Nein müssten sie nicht

bist du dir da 100 % sicher?

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