Kostenvoranschlag 70 % höher als veranschlagt

6 Antworten

Das kommt darauf an. Wenn die Arbeiten, die im Kv stehen sich so extrem verteuert haben, ist das nicht rechtens. Aber wenn Arbeiten dazukommen, die nicht im KV stehen, weil es ZB nicht ersichtliche zusatarbeiten sind, muss die ausführende Firma diese Arbeiten nicht Umsonst machen. Nun muss man sehen, wer das Verbockt hat. Also ligt der Fehler vermutlich bei dem, der die Renovierung geplant hat. Das kann man nur über Anwälte klähren.

Sagt mal, lest ihr eigentlich auch vorher was die Leute da oben so für Angaben machen??? Kann ja nicht sein...

Da steht doch eindeutig, dass es sich um WEITERE Mängel handelt, die vorher nicht abzuschätzen waren. Also lasst mal die Ratschläge mit dem Anwalt stecken, Leute. Da hat vermutlich gar keiner was verbockt! Die weiteren Mängel waren erst zu erkennen, nachdem man mit der Renovierung angefangen hat. Was ist da jetzt seltsam dran??? Macht eine Kfz-Werkstatt jeden Tag etliche Male und keinem kommt das komisch vor...

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@LdWTroublemaker

Das war doch eine Ausschreibung!!! LdWTroublemaker, Wenn Ich einen Fachmann für die Renovierung beauftrage, und der die kosten Kalkulieren soll, und KVs und Auftragsvergabe regelt,kann man den sehr wohl für so einen schweren Fehler zur Verantwortung ziehen.

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@Rockuser

Rockuser, man kann aber immer nur davon ausgehen, was man sieht, bzw. ohne viel Aufwand einsehen kann. Auch ein Fachmann hat keinen Röntgenblick und Kristallkugeln sind meistens ausverkauft.

Das ist völlig normal und legitim! Beinahe jede Branche macht das und das hat auch seine Richtigkeit. Ein Unfall Kfz, bei dem die Wiederherstellung durch eine Versicherungsleistung gedeckt werden soll, wird zunächst zerlegt, bis man sich ziemlich sicher ist, den gesamten Ausmaß des Schadens einsehen zu können. Dann schätzt man die Kosten. Und trotzdem passiert es oft, dass dann doch noch was zum Vorschein kommt. Ich habe mehrere Jahre eine Werkstatt geleitet - das kannst du mir glauben. Ein Haus hingegen kann man eher schlecht zerlegen um mal zu gucken... ;)

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@LdWTroublemaker

Vielen Dank für die Antwort. Mir ist klar, dass es sich um weitere Mängel handelt, die auch zu bezahlen sind. Ca. 50 000 € mehr habe ich erwartet. Aber schließlich gab es einen Sachverständigen der IHK, der sich vorher alles angeschaut hat und dann kann es nicht sein, dass auf einmal Mehrkosten entstehen, die bei über 70 % liegen.

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@isaboa22

Nein, so geht das auch nicht, Darum nimmt man ja einen Sachverständigen. Das kann einfach nicht sein, das der 70% daneben liegt. Deshalb ist der auch bedingt Haftbar. Sonst ist er ja Überflüssig.

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@Rockuser

Ok, ich gebe dir ein Beispiel, wovon ich spreche. In deine Werkstatt wird ein Pkw nach einem Unfall geschleppt. Der Lenker ist nicht Kaskoversichert und muß somit den Schaden selbst zahlen. Da er mit der Front gegen eine Leitschiene gefahren ist, ist die Front nicht nur kaputt, sondern auch verzogen. Du kalkulierst die Teile, die Arbeitszeit, rechnest mit ein, dass das Auto auf die Richtbank muß um die Karosserie erstmal wieder geradezubiegen. Dazu zerlegst du schon mal da und dort was, weil sonst sieht man ja eh nicht alles. So du machst einen KV und der Kunde erteilt dir den Auftrag. Also... man bestellt die neuen Teile, entfernt die alten kaputten, spannt das Auto auf die Richtbank und beginnt mit Hilfe pneumatischer Stempel die Karosserie wieder innerhalb der Maße zu bringen wie der Hersteller sie vorgesehen hat. Du ziehst also den rechten Holm und ziehst und ziehst und KRACH. Huch??? Wieso? Das darf nicht sein, dass der reisst. Und dann entdeckst du, dass der Wagen bereits vom Vorbesitzer einen Vorschaden hatte. Der Holm wurde schon einmal ausgerichtet und die Arbeit wurde nicht so durchgeführt, wie vorgeschrieben. Dadurch trat an der Stelle eine Materialermüdung ein. Da wurde drübergekittet und lackiert und gut ists... Tja und was nun??? Deiner Meinung muss jetzt die Werkstatt dafür haften, obwohl der Vorschaden mit Materialermüdung nicht zu erkennen war, weil der neue Besitzer ja mit dem gleichen Holm an die Leitplanke gedonnert ist? Oder meinst du der Spengler hätte durch den Lack und Kitt und obwohl die Stelle nicht einsehbar war, weil Verbogen, sehen müssen, dass das Blech an dieser Stelle dünngeklopft wurde, weil er ja vom Fach ist? Also entschuldige mal... Wenn einer das kann, dann arbeitet der nicht in einer Werkstatt, sondern als Wahrsager. ;) Es gibt eben solche Situationen, die man vorher nicht wissen kann. Klarerweise hört hier sofort die Arbeit auf und man informiert den Kunden, bevor da was weitergemacht wird. Dass der nicht begeistert ist und für ihn die Werkstatt schuld ist auch klar, weil der hat ja schon damit gerechnet, dass das um das vereinbarte Geld gerichtet wird. Naja, ist aber nicht möglich, weil jetzt eben ein Mehraufwand nötig ist um einen kaschierten, alten Schaden von dem niemand was wußte mitzureparieren...

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Diese Mehrkosten müssen von der Malerfirma angekündigt und dann genehmigt werden. Inwieweit der Verwalter jetzt im Laufe der Arbeiten diese Genehmigung erteilen darf, kommt auf eure Beschlüsse an.

Die Arbeiten wurden bereits ohne vorher eingeholte Genehmigung durchgeführt und sollen jetzt von uns bezahlt werden.

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Der ursprüngliche KV wurde wahrscheinlich aufgrund des Zustandes erstellt, der für die Sanierungsfirma einzusehen war. Wenn sich im Laufe der Arbeiten herausgestellt hat, dass weitere Mängel vorhanden sind, dann macht die Firma eben einen weiteren KV und wartet auf die Zustimmung des Auftraggebers. Das haben die auch gemacht!!! Somit ist alles in bester Ordnung! Es geht ja darum, dass es sich um WEITERE MÄNGEL handelt, die behoben werden sollen. Es handelt sich nicht um DIESELBEN MÄNGEL WIE BEREITS VERANSCHLAGT, die jetzt plötzlich um 70% teurer sein sollen. Man kann natürlich diesen KV ablehnen, aber dann bekommt man eben nur den Teil der Mängel repariert, die im ersten KV aufgeführt wurden und der Rest bleibt mangelhaft. Wird eher nicht so zielführend sein.

Vielen Dank, ich sehe das genauso, nur sind die Arbeiten ohne einen neuen Kostenvoranschlag schon ausgeführt worden und im nachhinein sollen jetzt die Eigentümer mit Mehrkosten von 70 % belastet werden. Die Mehrkosten hätten von der Firma angekündigt werden müssen und von uns genehmigt werden müssen, oder sehe ich das falsch. Wäre dankbar über weitere Meinungen!

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@isaboa22

Nö, das siehst du völlig richtig. Mehrkosten, aus welchem Grund jetzt auch immer, sollten immer sofort besprochen werden, wenn man merkt, dass welche entstehen werden. In deiner Angabe steht allerdings, dass seit 6 Wochen nicht mehr gearbeitet wird und dass Mehrkosten entstehen werden, da bestimmte Mängel vorher nicht abzuschätzen waren. So... für mich heißt das, die Sanierungsfirma wartet ab bis sie die Genehmigung zum Weiterarbeiten bekommt, weil sich gerade rausgestellt hat, dass mehr Aufwand nötig ist als ursprünglich angenommen. Deshalb findet die Versammlung statt um das zu entscheiden/genehmigen. Klingt logisch, oder? Aber "entstehen werden" ist also in Wirklichkeit "sind entstanden"? Und was heißt dann "vorher" wenn es nicht "bevor die Arbeiten abgebrochen wurden" heißt? Wann vorher? Also ich vermute, dass ihr in eurer Eigentümergemeinschaft jemanden als Vertretung gewählt habt, der für die Regelung solcher Sachen zuständig ist, oder? Bei uns ist es so. Das heißt derjenige (bzw. diejenigen, wenn es mehrere Personen sind) müssen ja irgendwann von der Firma erfahren haben, dass da mehr kaputt ist. Die sind ja nicht von Tür zu Tür gegangen bei 110 Parteien (hoffe ich). ;) Naja, und was hat dann eure Vertretung dazu gesagt? Egal, macht weiter? Oder wie jetzt?

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