Kostenübernahme durch die Krankenkasse

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4 Antworten

Hallo,

für eine Antwort braucht man nähere Angaben:

  • Geht es um Krankengeld?

  • ärztliche Behandlungen?

  • Arzneimittel?

  • Oder ...?

  • gesetzliche oder private Krankenversicherung?

Gruß

RHW

Geht um therapeutische Behandlung

Grüße

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@olekp

Psychotherapie oder Physiotherapie?

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@RHWWW

Weder noch... geht um die Behandlung von Legasthenikern. Wird in Deutschland (ich weiß nicht, wie es in anderen Ländern ist) nicht von den Krankenkassen bezahlt. Ich will versuchen herauszufinden, weshalb nicht.

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@olekp

Hinweis: Therapie heisst einfach nur: Behandlung. Du sagst also: es geht um Behandlungs-Behandlung.

Jede Disziplin der Medizin therapiert!

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@derdorfbengel

Hallo olekp,

die Krankenkasse zahlt für wissenschaftlich anerkannte Therapieformen bei anerkannten Krankheiten.

Die gesetzliche Krankenversicherung ist für Leistungen bei Krankenbehandlungen zuständig. Teilleistungsstörungen wie Legasthenie oder Dyskalkulie sind jedoch nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts aus dem Jahr 1979 keine Krankheiten i. S. d. Krankenversicherungsrechts. Deshalb fällt die Übernahme der Kosten für die notwendigen Therapien nicht in die Zuständigkeit der Krankenkassen. Kommen zu der Legasthenie oder Dyskalkulie allerdings weitere organische oder psychische Erkrankungen hinzu, wie motorische Störungen, Seh- oder Hörstörungen, psychosomatische Beschwerden oder z. B. ein Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, ist die Krankenkasse zuständig. Ihr Leistungsspektrum umfasst aber nur Behandlungen durch Ärzte, Psychologische Psychotherapeuten bzw. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten oder medizinische Hilfspersonen wie Ergotherapeuten, Logopäden oder Physiotherapeuten, dagegen keine heilpädagogischen Leistungen oder Förderunterricht.

Quelle:

http://www.bvl-legasthenie.de/images/static/pdfs/mitglieder/sozialrecht/Ratgeber_BVL_Finanzierung.pdf

Bundessozialgericht, BSGE 48, 258, 264 (1979)

Einzelheiten zu anerkannten (oder nicht anerkannten) Therapieformen erlässt der Gemeinsame Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen in Richtlinien:

.g-ba.de/informationen/richtlinien/

Gruß

RHW

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@RHWWW

Danke für den Stern!

Bei privaten Krankenversicherungen ist der abgeschlossene Tarif inkl. aller Anlagen maßgebend (das kann besser oder scghlechter als bei gesetzlichen Krankenkasen sein). Bei Streitigkeiten mit der Versicherung kann u.U. der PKV-Ombudsmann vermitteln. Sonst entscheiden die Zivilgerichte (z.B. Landgericht).

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Die Kassenleistungen werden durch einen gemeinsamen Ausschuss festgelegt.

Dadurch ist gewährleistet, dass alle medizinisch notwendigen Maßnahmen auch von der Kasse getragen werden. Alles andere ist Privatsache. (dafür muss man dann eben privat bezahlen oder privat versichert sein)

Es gibt einen, für alle Krankenkassen vorgeschriebenen Leistungskatalog. Darüber hinaus kann die KK auch freiwillige Leistungen erbringen.

Jede KK hat eine Homepage, auf welcher deren Leistungen gelistet sind.

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