Kostenübernahme bei Beerdigung von Oma, wenn Eltern nicht dafür aufkommen können?

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2 Antworten

Hallo Frau Holle,erst einmal meine herzliche Anteilnahme zum Tode Deiner Oma.

Einiges wird zwar aus Deiner Schilderung nicht so ganz klar, aber ich versuch mal zwei Antworten:

Die erste - zur Kostenübernahme durch das Sozialamt: Wenn Deine Oma Zuschüsse erhalten hat, haben die Deinen Vater und seine Schwester von der Einkommensseite schon damals überprüft - sonst hätte sie nämlich nichts oder weniger bekommen.

Darauf sollte zuerst einmal verwiesen werden.

 Ist denn überhaupt ein rechtsgültiger Ablehnungsbescheid ergangen oder kam nur so ein Brief mit der Feststellung, daß Deine Eltern zu wenig Geld zum Leben haben?

Gegen einen rechtsgültigen Bescheid kann man innerhalb einer Frist Widerspruch einlegen.

Auf einen Brief muß man schlicht nur antworten.

In beiden Fällen sollte drin stehen, daß ihr Kinder 14tägig für Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs aufkommt.

Was ich in diesem Zusammenhang aber überhaupt nicht verstehe - Deine Eltern haben Anspruch auf Grundsicherung - haben sie das nicht beantragt? Ist das abgelehnt worden, weil Ihr zu viel Einkommen habt?

So ein Bescheid über Grundsicherung ist ein gutes Argument für die Beantragung der Kostenübernahme durch das Sozamt Deiner Oma und würde auch Euch entlasten.

Und - ES IST DAS GUTE RECHT DEINER ELTERN, das zu beantragen!

Übrigens kann man die Kostenübernahme bis zu 2 Jahre nach der Bestattung beantragen - es ist also noch nichts verloren.

Die zweite Sache - das mit dem Elternunterhalt - wurde von asta ja schon sehr gut beantwortet.

Aber auch hier steht erst einmal die Sache mit der Grundsicherung im Raume.

Da müßtet Ihr schon sehr viel verdienen, bevor dies abgelehnt und auf Euch verwiesen werden würde.

Und, wenn sie Grundsicherung bekämen, hättet Ihr das Geld von den 14tägigen Einkäufen frei und könntet Euch überlegen, das z.B. in je eine Sterbegeldversicherung für die beiden zu investieren, um nicht, wenn sie dereinst irgendwann die Augen schließen, in einer ähnlich prekären Situation zu sein, wie Eure Eltern/Tante jetzt....

Ich bezahle z.B. seit Jahren eine derartige Versicherung für meine Mutter, die auch nur von einer geringen Rente lebt. (Mein Vater hat genug Geld.)

Ich wünsche Euch viel Kraft im Kampf mit dem Behördendschungel.

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Ob Kinder tatsächlich Elternunterhalt zahlen müssen, hängt von deren Einkommen und Vermögen ab. Vom bereinigten Nettoeinkommen wird ein Selbstbehalt von 1.800 Euro abgezogen. Der erhöhte Selbstbehalt für eine Familie liegt bei 3.240 Euro.


Unterhaltsansprüche eigener Kinder haben Vorrang vor den Unterhaltsansprüchen der eigenen Eltern.


google Thema Elternunterhalt, ich denke, da findest du die Antworten auf deinen Fall.


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Kommentar von FrauHolle0815
22.11.2016, 10:02

Ok Vielen Dank für den Tipp. :)

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