Kostenrechnung aus der Insolvenz gerechtfertigt?

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4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die von Ihnen übermittelte Posten habe ich geprüft. Aus diesem Ausschnitt lässt sich zwar nicht erkennen, ob es sich um ein Regel- oder Verbraucherinsolvenzverfahren handelte, aber insgesamt hält die Vergütung sich jedenfalls im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben, §§2, 13, 8 InsVV

Allerdings stellt dies Kostenrechnung auch nur die Zusammenfassung der zuvor festgesetzten und von der Staatskasse aufgrund der Ihnen bewilligten Verfahrenskostenstundung vorgelegten Positionen zusammen. 
Zuvor muss Ihnen ein Beschluss über die Festsetzung der Insolvenzverwaltervergütung zugegangen sein. 

Einwände gegen die Höhe der Vergütung hätten in diesem vorgeschalteten Festsetzungsverfahren geltend gemacht werden müssen. Ob die rechtskräftig festgesetzte Vergütung in Höhe von 2.879,31 € hier vielleicht hätte geringer ausfallen können/müssen (aufgrund von Abschlägen wegen geringen Aufwands und keinerlei Einnahmen), spielt daher letztlich leider keine Rolle mehr, da die Vergütung nicht mehr mit einem Rechtsmittel angegriffen werden kann. 

-Juristendeutsch-

Hallo an alle,

Wir scheinen einem Insolvenzverwalter hilflos ausgeliefert zu sein, der nur in die eigene Tasche wirtschaftet. Kennt jemand einen Anwalt, der wirklich Ahnung hat, wie man sich dagegen wehren kann? (Firmeninsolvenz)

Danke!

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Die Kosten erscheinen nicht zu hoch. Es kommt darauf an wie lange der Insolvenzverwalter auch Insolvenzverwalter war bevor er Treuhänder wurde. Die Vergütung für Insolvenzverwalter ist deutlich höher als für Treuhänder.

Böse Zungen behaupten das Anwälte gibt die den Schlußtermin gerne etwas hinauszögern ... aber das behaupten eben nur böse Zungen.

Sofern die Bekannte nun zahlungsfähig ist soll sie eine Ratenzahlung beantrage. Ist sie nicht zahlungsfähig muß sie ihre Einkünfte offenlegen und dies noch drei Jahre lang tun, danach werden die Forderungen ausgebucht.

Was soll das Herauszögern dem Verwalter denn bringen? Die Vergütung berechnet sich nach der Insolvenzmasse. Daneben gibt es eine Mindestvergütung, die nicht abhängig von der Dauer des Verfahrens ist. Anders verhält es sich beim Treuhänder. Daneben liegt die angesetzte Vergütung von fast 3000 Euro deutlich über der durchschnittlichen Vergütung für ein normales Insolvenzverfahren. Das ist umso erstaunlicher, da hier anscheinend keine Insolvenzmasse erwirtschaftet wurde. Denn bei den Gerichtsgebühren wurde nur der Mindestbetrag angesetzt.

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@Ronox

Ob überhaupt Masse da war geht aus der Frage nicht hervor, ist aber auch uninteressant.

Die Berechnung ergibt sich aus § 2 Abs. 2 InsVV. Danach beträgt der Mindestsatz für den Insolvenzverwalter 1000 € pro Jahr. Es soll nicht schwer sein so ein Verfahren ins zweite Jahr zu bringen. Mit den restlichen paar Kröten als Treuhänder und dem Nachweis über  besondere Auslagen sind knapp 3000 € nicht aus dem Rahmen fallend.

Die Fragestellerin hat im Übrigen mit Sicherheit eine detaillierte Aufstellung der Rechnung bekommen.

Die Kostenrechnungen die ich bisher so zu sehen bekam liegen alle in dem Bereich.

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du schreibst nach 3j ist das vorbei. Mein Verfahren ist seid 2013 vorbei und jetzt bekam ich wieder ein Schreiben vom Gericht wegen den Gerichtskosten und soll das Schreiben wegen Behilfe ausfüllen! 

Wann habe ich endlich Ruhe mit dem Thema?

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Die Vergütung des Insolvenzverwalters und des Treuhänders ist in der InsVV geregelt. Der Betrag an sich kann schon hinkommen, kann aber von hier aus nicht nachgeprüft werden, ohne Einblick in die Akte zu haben. Da bei den Gerichtskosten lediglich die Mindestgebühr berechnet wurde, erscheint er mir aber in diesem speziellen Fall gefühlsmäßig zu hoch.

Stimme zu. Aber auf jeden Fall würde ich vom Gericht einmal eine komplette Aufschlüsselung der Forderung des IV verlangen bzw. eine ausführliche Abrechnung. Dann kann man mehr dazu sagen.

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