Kosten Schaden Fahrerflucht?

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7 Antworten

Das eine ist die strafrechtliche Verhandlung wegen Fahrerflucht.

Das andere ist die Geltendmachung des Schadens, der dir objektiv entstanden ist. Um eine entsprechende Forderung zu stellen, muss der Schaden exakt in der Höhe benannt werden, also auf Euro und Cent. Dazu könntest du den KVA für die Lackierung nehmen oder den Verlust, den du durch den Verkauf mit Schaden erlitten hast. Ich würde die höhere von beiden Summe ansetzen.

die polizei hat den kva bereits von mir erhalten.

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@amo1105

Da nützt er nix, weil die den nur für die Höhe der Strafe brauchen. Je größer der Schaden, umso höher das Urteil.

Um an dein Geld zu kommen, musst du die Forderung an die Versicherung des Flüchtenden zusammen mit dem KVA schicken. Da kannst du auch einen RA beauftragen, denn der stellt seine Kosten dann gleich mit in Rechnung, die gegnerische Verischerung muss bezahlen. Kann gut sein, dass die das Geld wieder vom Verursacher holen, aber das ist dann nicht dein Problem. 

Das solltest du alles ziemlich zügig erledigen, um keine Fristversäumnis zu begehen. Als erstes würde ich den Schaden dem Zentralruf der Autoversicherer melden mit Angabe der Personalien des Täters.

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Hallo,

die Verhandlung ist jetzt rein strafrechtlich. Selbst wenn der Unfallverursacher zu 100.000 € Strafe verurteilt wird, bekommst du davon nichts.

Jedoch kannst du über eine Zivilklage das Geld zurückbekommen (und das wirst du auch, egal ob das Auto schon verkauft ist oder nicht).

Hierfür musst du jedoch den Zivilweg bestreiten. Das tust du wie folgt:

Du holst dir einen Zivilrechtsanwalt. Dieser beantragt Akteneinsicht bei der zuständigen Staatsanwaltschaft. Damit hat er die Personalien des Unfallverursachers + dein Gutachten (welches ja den Unterlagen beiliegt) + mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bereits ein Urteil.

Mit diesem Material kann er eine Forderung beim Unfallverursacher stellen. 

Den Anwalt musst du erstmal in Vorkasse übernehmen. Diesen Betrag fordert er dann aber vom Unfallverursacher ebenfalls ein.

Rechenbeispiel: Du zahlst dem Anwalt 150€, dafür dass er deine Sache vertritt. Er fordert anschließend vom Unfallverursacher ~980 € ein (150 deine Anwaltskosten, 800€ der "Weniger-Wert" deines Autos, ~30€ Zinsen auf die 800€ (ist ein sehr hoher Zinssatz, ca 4-5%...)

Du solltest dem Verursacher jetzt den Kostenvoranschlag präsentieren, da es sich vor Gericht für ihn bedeutend besser macht, wenn das Schaden bereits reguliert wurde. Außerdem ist es schwer an die Kohle zukommen, wenn er frei gesprochen würde.

Du dürftest die 800 € vom Gutachten jetzt noch bekommen

Wenn du das Gutachten noch hast, bekommst du die EUR 800,00, sofern der Täter zahlen kann.

Das Gutachten hatte die Polizei eingezogen

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okay danke :)

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warum soll das verfallen, wenn ein Kostenvoranschlag über den Schaden vorliegt, ne Anzeige ...

vermutlich dient das gutachten als bemessungsgrundlage, aber ich bin weder rechtsanwalt noch sachverständiger, noch richter.

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