Kosten für gerichtsverhandlung bei Kindesumgang

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3 Antworten

Ich nehme an, ihr habt ein streitiges Scheidungsverfahren abgewickelt, weil ich Euch nicht außergerichtlich einigen konntet. Damit wurde aber wohl nur die Ehe geschieden, die Frage der Umgangsregelung musste in einem gesonderten Gerichtsverfahren geklärt werden. Das hat dann wohl der Kindesvater beantragt. Bei der Kostenfrage kommt es darauf an, ob das Gericht seinem Antrag zur Gänze stattgab, d.h. ob der Kindesvater im Verfahren "siegte". Wenn das der Fall ist, werden die Kosten der anderen Partei, die unterlag, auferlegt. Kommt eine Partei mit ihrem Antrag nur zum Teil durch, werden die Kosten entsprechend anteilig aufgeteilt. In Deinem Fall hat das Gericht offensichtlich ein Unentschieden gesehen, daher die Kostenaufteilung.

Unfair ist das insoferne nicht, als Du ja dem Antrag des Kindesvaters nicht zugestimmt hast, es also auf eine Klärung durch das Gericht mit den verbundenen Kosten hast ankommen lassen. Der Kindesvater musste - fairerweise - ebenfalls dafür zahlen, dass er sich nicht außergerichtlich geeinigt hat und offensichtlich noch dazu inhaltlich zurückstecken, d.h. die Regelung ist für ihn ungünstige ausgefallen als er wollte.

Wenn du das Geld nicht hast, gehe zum Gericht, und beantrage Prozesskostenbeihilfe beim Gericht. Wenn es danach ginge könnte jeder Verurteilte usw. sagen ich trage die Kosten nicht, schliesslich wollte ich die Verhandlung nicht! :D

Wieso "Verurteilte"? Das ist doch kein Strafprozess!

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@SandraBerlin

Strafrecht kann niemals als Beispiel für das Zivilrecht herhalten.

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@maganz

Boah....sind wir aber kleinlich! Es ging nur dabei zu erläutern das EGAL in welcher Verhandlung man beteiligt ist, ob gewollt oder nicht man sich im Schlimmsten FAll an den Kosten beteiligen muss.

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@SandraBerlin

Das stimmt eben nicht. Das kommt auf die Art und den Ausgang des Verfahrens an.

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Ich glaube aber, dass man Prozesskostenbeihilfe vorher beantragen muss. Im Nachhinein haben die sich da leider ziemlich "eckig".

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Naja, was heißt unfair -immerhin konntet ihr euch nicht einigen und habt GEMEINSAm ein Kind -da könnt ihr auch GEMEINSAM für die Kosten aufkommen.

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