Kosten für Gartenpflege in Nebenkostenabrechnung, obwohl ich als Gartenpfleger eingestellt wurde?

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10 Antworten

Offenbar war die Ausgangssituation die, dass die mietvertraglich vereinbarten Beteiligungen an Arbeitseinsätzen zur Sauberhaltung des Grundstücks bzw. Gartens von den anderen Bewohnern nicht geleistet wurden. Also hat der Vermieter mit denen vereinbart, dass künftig jemand dafür angestellt wird und jeder Mieter zahlt einen bestimmten Betrag entsprechend einem sinnvollen Verteilungsschlüssel, der vermutlich von der Wohnungsgröße abgeleitet wird.

Der Angestellte bist Du und Du erhältst auch einen Lohn dafür. Die gesamten Lohnkosten dafür sind von allen Mietparteien, also auch von Dir, zu tragen. Soweit so logisch.

Angenommen, der Vermieter hätte nicht Dich angestellt, sondern einen Hausmeisterservice beauftragt, dann hättest Du auch Deinen Anteil zu tragen, der aber dann wesentlich höher ausgefallen wäre. Deine Wohnkosten wären dadurch deutlich angestiegen. Insofern hast Du nicht nur für Dich dazu beigetragen, diese in Grenzen zu halten, sondern auch für Deine lieben Mitbewohner. Warum auch nicht?

Angenommen aber, in Deinem Mietvertrag steht, dass jede Mietpartei an der Sauberhaltung von Hof und Garten durch eigene Arbeitsleistung mitwirkt, dann hätte der Vermieter diese Bestimmung Deines Vertrags nicht ändern dürfen. Allerdings müßte er dann von Deinem Lohn den zeitlichen Anteil einbehalten, den Du sowieso zu leisten hättest. Am Ende wäre Dir an Geld genau das zugekommen, das Du abzüglich des jetzt in Rechnung gestellten Anteils unterm Strich behältst.

Ist das nachvollziehbar und verständlich?

Der Vorteil der jetzigen Regelung besteht darin, dass sich Dein Lohn im Lauf der Zeit erhöhen kann und dass Du diese Arbeit auch mal wieder aufgeben kannst, sodass der Vermieter doch eine andere Person oder Firma beauftragen müßte. Dies wäre zum Beispiel dann der Fall, wenn Du einfach mehr von Deiner Freizeit haben willst und Du Dir die Mehrkosten locker leisten kannst oder wenn Du aufgrund von Alter oder Krankheit die Arbeit nicht mehr machen kannst. Eigentlich eine sehr saubere Lösung.

Im anderen Fall könntest Du nämlich Deine mietvertragliche Pflicht nur schwer los werden, bzw. müßtest Dich ständig selbst darum kümmern, dass jemand anders für Dich einspringst, wenn Du gerade mal oder auf Dauer nicht kannst.

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Das ist korrekt.

Diese Kosten muß anteilig auch der Mieter tragen der die Arbeiten ausgeführt hat und dafür entlohnt wurde.

Im Idealfall deckt die Entlohnung die anteiligen Kosten oder übersteigt sie sogar. Wenn nicht, Pech gehabt.

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Kommentar von Jayjaypistolet
24.11.2016, 08:13

Irrsinnig nur, weil es anders abgesprochen war. Hätte ich mich nicht angeboten auch die anderen einfahrten etc entgeltlich mitzukehren, wäre auch niemand dafür eingestellt worden. 

Danke trotzdem für die Antwort.

LG

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Kommentar von bartman76
24.11.2016, 08:59

Das ist mir jetzt nicht ganz klar. Es dürfen aber doch nur tatsächlich angefallene Kosten abgerechnet werden, also doch - in diesem Zusammenhang - die, die dem ausführenden Mieter bezahlt wurden.

Wie kann es dann sen, dass die anteilig abgerechneten Kosten die Entlohnung übersteigt, oder auch nur der entspricht?

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Deine Bezahlung ist in die Kosten eingegangen. Demzufolge werden diese dann vereinbahrunsgemäß nach anteiliger Wohnfläche auf alle Mieter umgelegt.

Diese Umlage ist natürlich nur dann zulässig, wenn nicht die Mieter lt. Mietvertrag mit diesen Arbeiten beauftragt waren.

Wenn doch, kann die Hausordnung bzw. der Mietvertrag einseitig nicht geändert werden und die Kosten wären dann vom Vermieter zu tragen.

Eine Änderung bedarf der schriftlichen Zustimmung sämtlicher Mieter.

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Der Hausverwalter handelt im Sinne des Eigentümers, wenn er die Gartenpflege durch Dritte ausführen lässt. Deshalb trägt der Eigentümer auch die Kosten der Gartenpflege.

Du als Mieter hast im Mietvertrag inkludiert eine Hausordnung, die deine Arbeit zur Gartenpflege verpfichtend beinhaltet. Die anderen Mieter arbeiten nicht im Garten, weil sie zu faul sind. Der Verwalter hat keinen der Mieter abgemahnt und auch nicht bei fortgesetzter Faulheit die Ersatzvornahme angedroht. Daher kann der Verwalter nicht die Kosten der Gartenpflege auf alle Mieter umlegen, denn das wäre eine einseitige Änderung des Mietvertrages.

Du selbst erfüllst die Verpflichtung aus dem Mietvertrag und wirst darüber hinaus monatlich pauschal entlohnt (Die Arbeitsstunden werden also nicht gezählt.) Damit kannst du ebenfalls nicht zur Bezahlung der anteiligen BK für Gartenpflege herangezogen werden. Widersprich der Abrechnung im Kostenpunkt Gartenpflege.

Es ist also nicht rechtens und ich hoffe, dass ich mich verständlich ausgedrückt habe. Steuerlicher Hinweis: Deine Einnahmen aus nebenberuflicher Tätigkeit könnten steuerpflichtig sein. Ich kenne deinen Vertrag nicht.

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Kommentar von Jayjaypistolet
24.11.2016, 13:59

Vielen Dank. Und wie formuliere ich den Widerspruch am besten?

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Kommentar von bwhoch2
24.11.2016, 14:14

Ich kenne deinen Vertrag nicht.

@Gerhart:

Genau so habe ich Deinen Text auch verstanden. Du kennst den Vertrag nicht, aber orakelst irgendwie rum. Leider ist deshalb Deine Antwort ziemlich schlecht.

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Kommentar von Jayjaypistolet
24.11.2016, 14:32

Ich haben einen Standardmietvertrag. Die Gartenpflege muss jeder im wechsel machen für die Gemeinschaftsflächen. Bis jetzt musste ich nie Kosten für Gartenpflege zahlen bis zu der Vereinbarung dass ich das kehren entgeltlich mache für alle. Die anderen Nachbarn wurden nie gemahnt.

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Natürlich ist das sinnig. Sonst würdest du eben weniger Geld für den Monat bekommen. Die Kosten müssen natürlich auf alle umgelegt werden.


EDIT: angenommen du kriegst 50€ dafür (wie auch die Firma, die es sonst machen würde), diese 50€ müssen ja irgendwo herkommen. Und warum sollten nur die anderen für die Hecke zahlen, du aber nicht? Dann müssten alle anderen Mieter ja mehr zahlen, nur weil du die Hecke schneidest und nicht mehr die Firma. Das ergibt keinen Sinn.

Du wirst für die Arbeit ja entlohnt.


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Kommentar von schleudermaxe
24.11.2016, 08:14

.... und aufgrund welcher gesetzlichen Vorgaben bzw. Gerichtsentscheidungen muß ein Mieter solche Kosten und Lasten wuppen?

Laut Frage müssen die Mieter und somit tragen wir Vermieter solche Kosten und Lasten. Einseitige Änderungen der mietvertraglichen Vereinbarungen sind eben nicht. Alles doch ganz einfach, oder?

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Kommentar von Jayjaypistolet
24.11.2016, 08:21

Dass was du schreibst macht definitiv Sinn. abgesprochen war allerdings, dass die anderen 3 Parteien einen gewissen geringen Betrag pro Monat zahlen (der definitiv um ein vielfaches geringer ist, als wenn es eine Firma gemacht hätte) und ich diesen Betrag bekomme.

Defacto hab ich jetzt die Arbeiten fast umsonst gemacht, was für mich wiederum irrsinnig ist. 

Danke für die Antwort 

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... aufgrund der Vorgaben müssen wir Vermieter ja alle Kosten und Lasten des Grundstücks in eine Abrechnung einstellen, auch die nicht umlagefähigen, so jedenfalls der BGH.

Eine Verteilung in diesem Fall halte ich für nicht zulässig. Wenn denn wie hier die Bewohner diese Verpflichtung (mietvertraglich) aufgebrummt bekommen haben, kann diese nicht einseitig vom Vermieter geändert werden, nur weil der eine oder andere nicht so mitspielt, wie es vereinbart wurde.

Streiche also diese Kostenstelle mit entsprechender Rüge. Viel Glück.

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Kommentar von bwhoch2
24.11.2016, 14:17

@schleudermaxe: Deine Antwort beruht auf einer reinen Vermutung, die vermutlich mit der Realität nichts zu tun hat. Die Kostenstelle zu streichen, ist also kein guter Rat.

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Kosten für Gartenpflege in Nebenkostenabrechnung, obwohl ich als Gartenpfleger eingestellt wurde?

Natürlich musst Du auch die Kosten zur Gartenpflege als Mieter mitbezahlen.

Der Vermieter bezahlt Dich für deine Arbeit.

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Aus den Beiträgen aller Mieter, folglich auch dem Ihren, wird u.a. Ihr vereinbarter  Lohn bezahlt!


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da sind zwei personen : der beschäftigte und der mietende !

das system kann dann auch weiter gehen, wenn ein anderer der macher ist .

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Gartenpflege it ja nicht nur deine Arbeitsleistung. Dazu kommen Materialkosten Abschreibung der Gartengeräte usw.

Natürlich hast du den besseren Überblick, welche Kosten insgesamt entstanden sind und könntest die Abrechnung für dich und alle anderen Miter korrigieren lassen.

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Kommentar von bwhoch2
24.11.2016, 14:16

Abschreibung der Gartengeräte

Das ganz bestimmt nicht!

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