Kosten für ein Verein (e.V.)?

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5 Antworten

Ich habe das schon mal gemacht. Du musst eine Gründungsversammlung machen und wenigstens - hier schreibt jemand 7? Ich dachte, es reichen drei - ein paar Leute zusammenbekommen, die

  • die Gründung beschließen
  • ein Protokoll darüber schreiben
  • einen Vorsitzenden wählen
  • einen Vereinsnamen wählen
  • eine Satzung und Geschäftsordnung verfassen
  • beim Amtsgericht eine Eintragung veranlassen
  • ein Konto eröffnen
  • einen Kassenwart bestimmen
  • einen Antrag auf Gemeinnützigkeit stellen
  • Steuerberater engagieren

... ich habe bestimmt etwas vergessen. Es gibt viele Bücher dazu. Ich hatte eines "Vereine erfolreich gründen und führen". Ist schon einen Weile her, aber es gibt mit Sicherheit neuere Auflagen.

In meinem Fall war es ein Schulförderverein. 12€ Jahresbeitrag. Gefördert wurden hauptsächlich NICHT-Mitglieder. Wir waren auch gemeinnützig. Wird aber brenzlig, wenn man sozial schwach gestellte Familien - z.B. für Klassenfahrten - unterstützen möchte. Um gemeinnützig zu bleiben, darf man keine Einzelpersonen begünstigen. Für mich waren Kassenwart, Steuerfachmann und später auch ein Fachanwalt für Vereinsrecht sehr wichtig. Alle Eltern und ehrenamtlich tätig. Allein hätte ich dieses Riesending mit 1000 Migliedern und letztendlich hohen Einnahmen an Beiträgen und Spenden nicht wuppen können.

Gruß S.

3 Mitglieder sind auch mein Kenntnisstand. Hat sich ggf. ja verändert.

Gruß tommy59

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Ein Verein hat kein Stammkapital.

Ein Verein benötigt 7 Leute, die ihn gründen.

Er muss sich eine Satzung geben (kann man im Internet finden).

Dann muss er bei einem Notar zum Vereinsregister angemeldet werden, damit es ein eingetragener Verein wird (was nciht zwingend nötig ist, aber schon sinnvoll).

Dann muss man die Satzung dem Finanzamt einreichen, um eventuell den Status "gemeinnützig" zu bekommen. Dieser ist notwendig, wenn man Spenden einsammeln möchte.

Man kann natürlich helfen, ohne das die, denen man helfen will Mitglieder werden.

Man könnte aber auch beitragsfreie Mitgliedschaften anbieten.

Das nur ganz kurz. Es ist ein weites Feld

Die Frage der Gemeinnützigkeit (Finanzamt) ist insbesondere dann sinnvoll, weil Du dann berechtigt bist, Spendenquittungen auszustellen. Und das ist schon ein Pluspunkt für den Spender.

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Hallo Bianka. Ich halte deine Idee für sehr löblich und denke mir, der Verein wäre mehr als ausgelastet. Allerdings kann man sich - so glaube ich - sehr verschätzen beim Zeitaufwand. Es könnte passieren, das man für die formellen Aufgaben mehr Zeit aufwenden muss, als für die eigentliche Idee, die dahinter steht.

Warum tritst du nicht einem bestehenden Verein bei und bringst dich dort mit deinen Gedanken ein ? Hier fällt mir sofort der Deutsche Kinderschutz Bund ein, deren Förderer ich bin. Die benötigen JEDE helfende Hand.

Gruß tommy59

Ja, der Aufwand ist immens. Alles hat auch so seine Fallen und Tücken. Die ganze Buchführung - wehe, da gibt es mal einen Fehlbetrag ...

Anträge zur Förderung - was fördern, was nicht ... dann gibt es Widersprüche, das ruft das Vereinsrecht auf den Plan, ob alles satzungs- und geschäftsordnungsgemäß ausgeführt wurde, keine Einladung vergessen, keinen TOP unangekündigt mit einem Beschluss verabschiedet ... Protokolle werden nicht genehmigt, weil jemandem ein Wort oder Satzbau nicht passt ... eine Versammlung ist nicht geschäftsfähig, weil der halbe Vorstand fehlt ...

Ein Höllenjob - ich habe ihn 6 Jahre gemacht und hatte dann genug.

Gruß S.

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