Kosten für ein Hund aus dem Tierheim?

9 Antworten

Schön dass du dich für einen Tierheimhund interessierst und dann auch noch für einen älteren.

Die "Schutz"gebühr beläuft sich meist auf ca. 200,- bis 350,- Euro.

Vielen erscheint das zu hoch da die Tierheime ja froh sein können wenn sie ein Tier hergeben.

Allerdings ist zu bedenken dass mit der Schutzgebühr nie ein Gewinn erwirtschaftet wird.

Die Kosten für Ernährung, Pflege und Tierarzt fressen die Gebühr um ein vielfaches auf und dann kommen noch die Kosten für den Unterhalt des Tierheimes selbst hinzu.

Zum Ablauf:

Wenn du ernsthaftes Ineresse an einem bestimmten Hund hast dann sprich mit den Leuten vom Tierheim ob du mit den Hund erst mal stundenweise "um die Hauser" ziehen kannst. Lieber jetzt so den hund kennenlernen als ihn nachher wieder zurückbringen falls es doch nicht passt.

Je nach Tierheim/Organisation wird eventuell auch eine Vorkontrolle bei dir zuhause durchgeführt.

Das Beste ist aber wenn du dich mit den Leuten vom Tierheim unterhältst da der Ablauf meist zwar ähnlich aber trotzdem verschieden ist.

Die Vermittlungsgebühr beträgt ca. 200 - 350 Euro (abhängig von Rasse, Alter usw.).

Manche Tierheime machen eine Vor- und eine Nachkontrolle bei dir zuhause wie der Hund untergebracht wird aber wohl nicht alle Tierheime.

Wenn du zur Miete wohnst muss oft eine Einverständnis deines Vermieters vorliegen, dass die Hundehaltung erlaubt ist.

Normalerweise gehst du auch mal mit dem Hund spazieren um herauszufinden ob ihr zusammenpasst.

Mein Hund stammt aus dem Tierheim. Spazierengehen, den Hund kennenlernen, konnte ich nicht, da er aus der Ostslowakai stammte. Ich habe mir den Hund aus dem Internet ausgesucht - süßes Foto - und mich um den Hund beworben. Meine Hündin ist ein mittelgroßer Spitzmix.

Es kam dann eine Beauftragte des Vereins zu mir, um mich zu überprüfen. Da alles in Ordnung war, musste ich nur noch auf den Hund warten.

Er/sie kam dann vier Wochen später mit ca 25 anderen Hunden in Tierboxen angereist. Die Hunde hatten eine ca 20 stündige Autofahrt hinter sich. Über 1400 km. Nicht schön, obwohl unterwegs regelmäßig kurz Gassi gegangen wurde.

Die neuen Besitzer versammelten sich am Ankunftstag, während die Hunde noch im LKW saßen. Jeder einzelne Besitzer in spe bezahlte 300 Euro und unterschrieb einen Vertrag. In dem stand unter anderem, dass der Tierschutzverein der rechtliche Besitzer bleibt, und  der Halter sozusagen die ewige Pflegestelle ist. Ich kann also meinen Hund nicht weiter verkaufen oder einfach abgeben. Wir bekamen die Impfpässe ausgehändigt.
Dann wurde jeder Besitzer einzeln nach draußen zum LKW gerufen, die jeweilige Box geöffnet und man bekam seinen Hund. Meine Hündin hat mich gleich mit  "Männchen" begrüßt und sich förmlich in meine Arme geworfen.

Ich habe sie jetzt dreieinhalb Jahre und keinen Tag bereut.


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