Kosten eines No-load-Fonds ohne Ausgabeaufschlag?

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4 Antworten

Dafür ist die jährlich Verwaltungsgebühr meist doppelt so hoch. Die entstehenden Kosten müssen doch bezahlt werden. No-Load Fonds braucht man nicht. Nur wenn man häufig die Fonds wechseln will. Aber das ist gegen die Natur der Fondsanlage. Denn Fondsaanlagen gehören zu den langfristigen Investitionen.

Hier ist die vollständige Beantwortung Deiner Frage: 1. "No-load" Fonds sind Fonds ohne Ausgabeaufschlag. Der Ausgabeaufschlag beträgt typischerweise 5 Prozent. 2. Zusätzlich zu dem Ausgabeaufschlag (bisweilen auch kurz als Agio bezeichnet) werden immer Verwaltungsgebühren fällig. Die sind für das Management zum einen, zum anderen erhält aber auch der Vermittler oft daraus seine "Bestandspflege-Provision" (so sagt man in der Versicherungswirtschaft). Und zwar, um Dir eine Idee zu geben, bis zu 2/3 davon. Der No-load Fonds hat nun in der Regel eine höhere jahrliche Verwaltungsgebühr, weil ja der Vermittler für seine Tätigkeit bezahlt werden will. Beim normalen Fonds erhält der Vermittler oft genug die gesamten typischen 5%, manchmal etwas weniger und gestaffelt, z.B. beginnend bei 3.5% von 5% insgesamt. Es gibt aber genügend Anbieter, die von vorn herein auf die 5% Abschlussprovision verzichten, weil ihnen die Bestandsprovision reicht. Dazu musst Du also nicht auf einen no-load Fonds ausweichen. Die jährlichen Gebühren solltest Du auch in jedem Falle vergleichen. Mit dem Risiko des Fonds hat das überhaupt nichts zu tun. Ein no-load Fonds kann günstiger in der Gebührenstruktur sein wie ein load Fonds. Das hängt von der Haltedauer ab und muss von Dir mit in Erwägung gezogen werden. Also, z.B. durch Klärung der Frage, ob Du ein sehr langfristiges Investment mit einem Fonds planst. Oder ob Du bei Markteinbrüchen rechtzeitig verkaufst, also selbst ein wenig managst. 3. Es gibt auch keine "versteckten Kosten", denn die müssen ausgewiesen werden. Insofern gibt es auch keinen Haken. 4. Allerdings sollte Dir klar sein, dass unabhängig von der Kostenstruktur die Leistung des Fonds letzlich im Vordergrund steht, denn das ist ja der Grund Deines Engagements, doch die ist leider nicht vorhersehbar. P.S. Das Agio ist oft auch verhandelbar, doch wer nicht danach fragt, kann auch nichts verhandeln.

Oder den Fonds an der Börse kaufen, wie ich oben in einem Kommentar beschrieben habe. Diese Möglichkeit nennt dir dein Bankberater allerdings nur unter vorgehaltener Pistole.

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Du glaubst doch nicht, dass irgendeine große Investment-Gesellschaft etwas umsonst tut? Klar, dass da irgendwo zugeschlagen wird oder die Sache ist von Vorn hereitn äußerst windig.

Fondanteile ohne Ausgabeaufschlag ist nichts Besonderers.
Keine Sorgen, die machen ihren Share. Entweder durch Verwaltungsgebühren oder sie parken in solchen Fonds ihre Leichen im Keller.

Das ist totaler Unsinn den du da schreibst.

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@Niklaus

Das was Pumukl über über die höhere Verwaltungsgebühren schreibt, ist mit Sicherheit richtig. Du kannst den Ausgabeaufschlag übrigens vermeiden, indem du den Fonds nicht von der Fondsgesellschaft, sondern über die Börse -zb. die frankfurter Börse (hat eine ganz hilfreiche Seite) , kaufst. Dann entstehen nur die viel geringeren Bank u Börsenspesen für Wertpapiere. Der Berater deiner Bank wird dir das allerdings NUR AUF FRAGE bestätigen. Für Käufe über die Investmentgesellschaft bekommt die Bank nämlich mindestens die Häfte des Ausgabeaufschlages. Auch die über die Börse gekauften Fondsanteile muss die Investmentgesellschaft genau so zurücknehmen, wie die von ihr bezogenen. Du kannst beim Kauf über die Börse, wenn du möchtest, übrigens einen Höchstpreis (LIMIT) setzen. Kostet max 5 € extra-für den ganzen Auftrag.

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