Kosten bei Klage auf Abfindung gegen Arbeitgeber

3 Antworten

Wenn die Rechtsschutzversierung ihre Leistungspflicht erklärt hat, gilt das für alle Instanzen vor dem Arbeitsgericht und notfalls auch für die Abfindungsverhandlung. Das ist meines Erachtens seit 1975 Bestandteil der ARB (AllgemeineRechtsschutzBedingungen)

Wenn man Gewerkschaftsmitglied ist, wird man von der Gewerkschaft (durch einen Rechtsschutzsekretär)auch in der ersten Instanz vertreten. Ob eine weitergehende Vertretung -etwa in der Berufungsinstanz - erfolgt, entscheidet die Gewerkschaft. Das geschieht nur in Ausnahmefällen.

Wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer einen neuen Job besorgt, der dem alten Job in etwa entspricht, entfällt der Anspruch auf Abfindung.


Da das Verfahren vor dem Arbeitsgericht kostenlos ist, ist dafür eine Rechtsschutzversicherung unnötig. Auch besteht kein Anwaltszwang. Wer sich trotzdem einen Anwalt leistet, muss diesen in jedem Fall selbst bezahlen. Ob dafür eine RS-Versicherung eintritt, sollte man sich auf jeden Fall vorher vom Versicherer bestätigen lassen. Eine Deckungszusage muss man sowieso vor jedem Rechtsstreit einholen.

Eine Abfindung erhältst du höchstens, wenn der Arbeitgeber dich unrechtmäßig gekündigt hat. Oder es existiert ein Sozialplan bei Massenentlassungen.

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Wie sieht es als Gewerkschaftsmitglied aus? Bekommt man dann einen Beistand gestellt?

Mal ein Beispiel. Ein Arbeitgeber stellt ein 22 jährige als Praktikantin ein (hat eine abgeschlossene Ausbildung). Später bekommt sie eine Festanstellung. Die vorhanden Fachkraft ist 52 Jahre alt und wird entlassen, weil der Arbeitgeber ein junges Team möchte. Ist das eine rechtmäßige Kündigung?

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@Flixilotte

Wenn es ein Kleinstbetrieb ist, greift das Kündigungsschutzgesetz nicht. In diesem Fall wäre wohl eine Abfindung möglich. Dann geht es nach der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters. Faustregel ist ein halbes Monatsgehalt für jedes Beschäftigungsjahr.

Aber kein Richter wird einen Arbeitgeber zu einer Abfindung verurteilen, wenn dadurch der Betrieb gefährdet wird.

Die Gewerkschaft darf ihre Mitglieder auch nur vertreten, wenn die bereits 3 Monate vor der Kündigung Mitglied waren. Dabei geht es ja um Beitragsgelder der bisherigen Mitglieder

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Das ist mit Verlaub eine etwas eigenwillige Widergabe der Rechtssituation.

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Er kann nicht auf eine Abfindung klagen, sondern bestenfalls auf Feststellung, dass die Kündigung rechtsunwirksam war. Im günstigen Fall wird die Klage für unwirksam erklärt und das Arbeitsverhältnis besteht weiter. Erst dann besteht die Chance auf eine Abfindung, wenn die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses unzumutbar ist.

Betriebsbedingte Kündigung-Chance auf Abfindung?

Hallo, ich war sieben Jahre in einem Autohaus mit zwei Filialen beschäftigt. Die Filiale in der ich gearbeitet habe, wird zum Jahresende aufgrund roter zahlen betriebsbedingt geschlossen...zum Monatsende bekommen wir Angestellten die schriftliche Kündigung. In meinem Fall hab ich zwei Monate Kündigungsfrist, da ich länger wie fünf Jahre im Betrieb bin. Stand jetzt sind es in unserer Filiale nur noch sieben Mitarbeiter die nich da sind. Vier Mitarbeiter wurden in den letzten Wochen gekündigt (unter anderem Azubis und Filialleiter, die noch in der Probezeit waren).
Mir wurde ein Job in der anderen Filiale angeboten aber diese werde ich wohl aufgrund der Entfernung zu meinem Wohnort ablehnen (130 km pro Strecke).
Was meint ihr, hab ich eine Chance eine Abfindung auszuhandeln oder stehen die Chancen schlecht aufgrund der geringen Anzahl an Mitarbeitern die noch im Betrieb sind? Und zählt nicht die Gesamtzahl der Mitarbeiter von beiden Filialen beim Thema Abfindung und Kündigungsschutz? Bitte nur antworten wenn ihr euch sicher seid. Vielen Dank im Voraus

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